» Akademiker beweisen Willensstärke

Starke Mannschaftsleistung im Mittelabschnitt bescherte 6. Heimsieg

Zwei völlig verschiedene Gesichter präsentierten die Akademiker im Heimspiel gegen die Wild Boys Chemnitz. Gegen die Chemnitzer fanden die Akademiker fast 25 Spielminuten lang nicht zu ihrem Spiel. Ein äußerst zerfahrenes und von vielen Berliner Strafzeiten geprägtes erstes Drittel mit einem 0:3 Rückstand war die logische Konsequenz. Im zweiten Spielabschnitt wurde das Berliner Bemühen um Spielkontrolle zwar deutlich besser, aber zunächst durften das Team vom Alt-Internationalen Manfred Wolf und ihre mitgereisten Fans in der 23. Spielminute erneut jubeln. Michael Stiegler konnte zum vierten Mal für die Sachsen einnetzen. Die erste Überzahl der Berliner in der 24. Spielminute war der Start zur Aufholjagd. Gut 30 Sekunden benötigten die Akademiker zum ersten Treffer U20 Nationalverteidiger Henry Haase verkürzte mit einem Doppelschlag innerhalb von 147 Sekunden auf 2:4. Die Akademiker witterten nun Morgenluft und übernahmen mehr und mehr die Initiative. Von da an lief das Offensivspiel der Berliner wie am Schnürchen. Angriffswelle auf Angriffswelle lief aufs Chemnitzer Tor. Die Sachsen agierten nicht mehr, sondern reagierten nur noch und ?Krake? Roman Kondelik stand im Mittelpunkt des Geschehens. Trotz drückender Überlegenheit dauert es bis zur 36. Min ehe die FASS Fans wieder jubeln konnten. Christian Gries, gerade ausgeruht von der Strafbank gekommen, erzielte 27 Sekunden später mit einem platzierten Schuss das 3:4.

 

Und wiederum keine 2 Minuten benötigten die Weddinger zum 2. Doppelschlag. Benjamin Hecker konnte in der in der 38. Spielminute auf Zuspiel von Vincent Schlenker und Marcel Thomé zum 4:4 ausgleichen und dem Spiel damit die endgültige Wendung geben. Nur die Pausensirene rettete die ?stehend KO? wirkenden Wild Boys vor weiteren Treffern im Mittelabschnitt.

 

Und das Team von Chris Lee begann auch diesen letzten Spielabschnitt furios. Zuerst zwar ohne zählbaren Erfolg, aber die Chemnitzer Hintermannschaft um ihren Torhüter Roman Kondelik durfte sich über mangelnde Arbeit wahrlich nicht beklagen. Vereinzelt vorgetragene schnelle Angriffe der Wild Boys brachten kaum Entlastung und die nachlassende Kraft der Chemnitzer Akteure war förmlich zu spüren. Dadurch häuften sich die Zeitstrafen für die Chemnitzer, was die junge Berliner Mannschaft dankbar aufnahm und ein für diese Spielklasse souveränes Überzahlspiel aufziehen konnte. In der 44. Min erzielte Fabio Patrzek die verdiente 5:4 Führung für die Berliner und FASS- Topscorer Patrick Czajka legte nur drei Minuten später zum 6:4 nach. Chemnitz war eigentlich geschlagen, wurde aber jetzt wieder aktiver und Oldie Esa Hovferberg konnte in der 50. Min zum 6:5 für die Wild Boys verkürzen. Noch einmal spannend wurde es als, der Chemnitzer Coach zweieinhalb Minuten vor Schluss seinen Torwart durch einen sechsten Feldspieler ersetzte und Thomas Supis in der 60. Minute eine 2 Minuten Strafe erhielt. Nun war nochmals Zittern bei den Berliner Fans angesagt. Aber die Akademiker standen inzwischen souverän in der Defensive und brachten den knappen Vorsprung sicher über die Zeit.

 

Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt:

 

?Hut ab, nachdem die Mannschaft meine Nerven im ersten Drittel stark strapaziert hatte, war die Wende im zweiten Spielabschnitt äußerst bemerkenswert. Eine klasse Mannschafts- und Energieleistung gegen einen nicht einfach zu nehmenden Gegner.

 

Benjamin Hecker:

 

Wir haben große Moral bewiesen und am Ende verdient gewonnen. Wir müssen aber lernen diese Leistung über ganze 60 Min zu zeigen und nicht nur über 35 Min. Jetzt heißt es das Wochenende zu genießen und Kräfte zu sammeln, denn die nächste Spiele bis Weihnachten sind ganz wichtig für uns.

von Fass Berlin

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