» Kalte Bären küssen gut

Natürlich überlegt man im Vorfeld eines Spieles immer, gerade wenn man Gastgeber ist, welche Konstellation ist am effektivsten, was könnte wie für die Plazierung von Nutzen sein. Dies wird umso wichtiger, wenn man sich vor Augen hält, dass dies der vorletzte Spieltag in der Vorrunde ist. Nur zur Erinnerung und fürs Protokoll: Im letzten Jahr mussten wir uns 3 Mal gegen Dresden geschlagen geben und spielten damit "nur" um die letzteren Ränge in der Platzierungsrunde.   In unserem Fokus stand also diesmal nicht das Spiel gegen die Kooperationsbären, sondern, dass gegen die, etwa gleich starken Eislöwen. Deshalb entscheid sich der Trainer für eine alternative die Spielreihenfolge. Zuerst gegen die Eisbären aus Hohenschönhausen, dann, wenn alle Spieler wach sind, gegen die Elblöwen und zum Schluss mit den "Jungen Wilden" gegen den OSC. Das nennt man Taktik und die geht auch manchmal auf... Wie in diesem Fall - jedenfalls teilweise. Gegen die Eisbären konnten wir gut mithalten und verloren nur 3:10. Das zeigt schon eine Verbesserung, zumal wir ersatzgeschwächt antraten, denn Bruno und Sunita fielen kurzfristig aus, Ege saß seine Disziplinarstrafe ab. Aber jetzt waren die Kinder vollständig aufgeweckt. Es folgte die Partie des Tages. Die Eislöwen schienen auch erwacht, denn sie hatten ihr erstes Spiel des Tages gegen den OSC souverän mit 8:0 gewonnen und scharrten schon mit ihren Tatzen vernehmbar auf dem Eis.  Los gings: Nach 50 Sekunden führten wir durch ein schnelles entzückendes Tor von Florian. Dann der erste Wechsel, mit dem zweiten Tor durch Konstantin. Wir waren schon auf Wolke 7. Die Wolke wurde noch rosa, nachdem das 3:0 für uns fiel. Ein Abpraller von Philipps Schlittschuh brachte die Gäste wieder etwas heran, 3:1.  Bis zur Halbzeit war noch viel Zeit, es reichte noch für zwei weitere Tore. 5:1 zur Halbzeit, das hätten wir nicht erwartet. Und auch die Dresdner waren überrascht. Aber Löwen wären keine Löwen, wenn sie schnell aufgeben würden. Mit Beginn der zweiten Hälfte konnte man ihre Krallen sehen. Und spüren. Kämpferisch zogen sie auf 5:2 heran. Erhöhten dann 8 Minuten später auf 5:3. Der Ausgleich schien greifbar. Es brannte auf dem Eis. FASS-Eltern und "alte" Löwen starrten gebannt auf das Eis, den Berlinern lief die Uhr zu langsam, den Dresdnern zu schnell. 2 Minuten vor Schluss traf T. Reise für die Dresdner zum 5:4.  Jetzt konnte man die Luft schneiden. Die Löwen stürmten nach vorn, die Berliner blockten konsequent ab. Als der Schlußpfiff kam, waren vermutlich alle Zuschauer überzeugt, dass dies das spannenste Spiel des Tages war.  Zusammenfassend muss man sagen, FASS hätte auch gut zweistellig gewinnen können, wenn in der ersten Hälfte mehr Chancen verwandelt worden wären. In den letzten 10 Minuten allerdings, waren die Dresdner einem Unentschieden deutlich näher? Das letzte Spiel des Tages gegen den OSC verlief analog dem am letzten Spieltag. "Alte Hasen" halten den Kasten sauber, die  Neulinge bestürmten das Tor. Der OSC hielt tapfer dagegen. Diese Begegnung war mein persönliches Spiel des Tages, wir konnten einen Blick in die Zukunft nehmen. Das sind die Leadspieler in der nächsten Saison. Der Vollständigkeit halber noch einmal die Gesamtergebnisse: FASS- Eisbären: 3:10 FASS - Dresden: 5:4 FASS - OSC: 4:0 Dresden - Eisbären: 1:13  Eisbären - OSC: 21:1 Dresden - OSC: 8:0

von Fass Berlin

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