» Irgendwie komisch

Da verliert die Jugend-Mannschaft des FASS-Berlin mit 4 : 12, und der Berliner Anhang verlässt nicht unzufrieden die nun schon fast zur Heimstätte gewordenen Hallen des Sportkomplexes an der Paul-Heyse-Strasse. Die sechzig Spielminuten die beobachtet wurden, sollten also einiges zu berichten haben. Das Hinspiel gegen die SG Braunlage/Salzgitter war ein Desaster. Die Busfahrt eine Irrfahrt, das Spiel dann ebenso. 2 : 24 wurde verloren. Was war nun heute? Die Gäste mit einem Minikader, gerade mal zehn Feldspieler und ein Torwart erreichten die Hauptstadt. Doch nach der verdienten Niederlage im Derby vor einer Woche waren die Erwartungen der Weddinger niedrig. Sicher, heute waren wieder einige Stammspieler dabei, aber reicht die Leistungsstärke aus um sich gegen die starken Jungwölfe zu behaupten?
Der Anfangsabschnitt begann nicht gut. Schon in der zweiten Minute der erste Gegentreffer. Die dann folgende Strafe gegen die SG verpuffte. Beide Mannschaften machten Druck. Die SG aber immer gefährlicher. Die Bemühungen der Heimmannschaft harmloser. Gegentor Nummer zwei dann in der fünften Minute, die Gäste mit der besseren Raumaufteilung, schon nach sieben Minuten das O : 3. Als es dann nur eine Minute später schon 0 : 4 stand dachten schon allen Anwesenden an das Hinspiel...
Doch entweder hatten die Berliner dann genug vom Rumgeeiere oder die Gäste verließen sich auf ihre Klasse. Das Spiel wurde ausgeglichener. Endlich arbeitete auch mal die Verteidigung konzentrierter, die Unterzahlsituationen wurden schadlos überstanden, die SG machte Druck, wollte den fünften Treffer. Doch dann Erik in der 17. Spielminute mit dem ersten Tor! Jeffrey hatte vorgelegt. Belohnung für die harte Arbeit. FASS jetzt besser. Kurz darauf: Paul L. erkämpft sich die Scheibe, zeiht zum Tor, bedient Erik, gehalten, doch Paul L. lässt nicht locker, 2 : 4 kurz vor Drittelende! Die Mannschaft hatte sich zurück gekämpft.
Der Mittelabschnitt begann für die Berliner in Überzahl. Aber klare Torchancen Mangelware. Aber auch der SG gelang nicht wirklich viel. Waren sie wirklich verunsichert? Es machte den Anschein. Das Spiel jetzt fast ausgeglichen. Auch in Unterzahl die Heimmannschaft mit der nötigen Wachheit. Die erste Hälfte des zweiten Drittels ohne weiteres Gegentor. Doch dann leider der fünfte Treffer in Unterzahl in der 31. Minute. Doch die Akademiker ließen sich nicht verunsichern. Diesen Mittelabschnitt wollten sie nicht verlieren. Erst ein nicht gegebenes Tor in der 32 Minute (offiziell Pfosten), dann Gewühle vor dem Tor der SG und das 3 : 5 in der 34 Minute, Erik hatte Paul L. bedient und der zu seinem zweiten Treffer! Was für ein Spielstand? Waren das die gleichen Mannschaften wie beim Hinspiel? Der Mittelabschnitt endete mit wütenden Versuchen der SG, aber alle Mannschaftsteile arbeiteten konzentriert nach hinten und so erkämpften sich die Weddinger ein Unentschieden!
Doch das Pulver schien verschossen. Der Schlussabschnitt begann schrecklich. Gegentore sechs bis acht in nur vier Minuten. Kurz darauf ein Check gegen unseren Kapitän gegen die Bande. Unsportlich? Ich weiß nicht. Doch die sich anschließenden Überzahlsituationen konnten nicht genutzt werden. Wie sich später herausstellte, verletzte sich Jeffrey dabei auch noch. Auf diesem Wege die besten Genesungswünsche! Was dann folgte hatte schon etwas von Slapstick. Eine harmlose Situation vor dem Tor der SG (bei diesem Spielstand!), ein Berliner wird von einem Spieler der SG in den Torwart der SG gefahren, diese wollen ihren Goalie ?beschützen? und dann entsteht eine Rangelei, die im Nachwuchseishockey nichts zu suchen hat. Die Spieler wollten ihr überschüssiges Adrenalin abbauen und die Schiedsrichter haben nichts Besseres zu tun als ihre Blocks rauszuholen und Nummern draufzuschreiben. Hätte man da nicht mal dazwischen gehen können? Die Gemüter beruhigen? Folge dessen fast schon absurde Strafbanksituationen. Die Gäste ja nur mit zehn Feldspielern. Fünf auf der Strafbank. Wechsel? Eine längere Unterbrechung. Viel Gesprächsbedarf mit den Trainern, an dieser Stelle vielen Dank an Herrn Paulick für die Vertretung. Danach ging beim Heimteam gar nichts mehr. Weder konnte die personelle Überlegenheit genutzt werden, noch die sich anschließende Überzahlsituation. Entweder stand der Pfosten im Weg, oder die mangelnde Fitness und Konzentration. Endstand 4 : 12.
Fazit der Begegnung: Der Start muss konzentrierter werden, Mittelabschnitt war wohl der beste, den die FASS-Jugend in dieser Spielzeit gezeigt hat, Schlussdrittel zu wenig Kondition und Konzentration. Weiter bei jeder Eiszeit und auch daneben hart arbeiten.

AS 18.12.2011

von Fass Berlin

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