» Sturmschaden?..

Nach dem stimmungsvollen Jahreswechsel mit voller Halle nun zurück zur Realität des Jahres 2012 in der Oberliga vor 189 Zuschauern im Weddinger Erika-Heß-Eisstadion... Immerhin ein Spiel in dem einem einiges an Unterhaltungswert geboten wurde: Kuriose Kullertore, Bilderbuchkombinationen mit Ansage und Torabschluß, interessante Strafen, ein Feuerwehreinsatz, Torhüterwechsel bei allen Teams, 13 Tore und ein schimpfender Goalie.
Aber nun mal der Reihe nach:
Beim heutigen Heimspiel mussten die Gastgeber einmal mehr auf die Garde jener Spieler verzichten, die den Kader der Eisbären Berlin auffüllen.
Der so minimierte Kader hat zwar in den vergangenen Spielen bewiesen, dass trotzdem jederzeit eine gute Punktausbeute möglich ist, aber irgendwie geht es eben nicht so leicht von der Hand wie sonst.
Ohnehin ist ein Team, welches eher zu knappen Ergebnissen tendiert, ja immer näher an der Niederlage dran als andere.
Heute sah es zumindest zwei Drittel lang nicht so aus, als könnten die Gastgeber den Gästen aus Niesky auch nur irgendeinen Punkt streitig machen.
Ein rabenschwarzer Start ins Spiel schon mit dem 0:1 nach nur 25 Sekunden Spielzeit durch Bartell.
Zwar konnte man bald darauf ausgleichen, doch als wiederum wenige Sekunden später der Puck hinter Hertel in Zeitlupe ins Tor kullert, wird allen klar, dass weder Hertel noch die restlichen Akademiker ihren besten Tag haben.
Bei den Gästen aus Niesky verletzen sich im Spielgeschehen des ersten Drittels Torfrau Ivonne Schröder, ein weiterer Spieler kugelte sich offenbar den Arm aus.
Letzteres führte zum Einsatz eines Rettungswagens und dem Abtransport in die Klinik in der ersten Drittelpause.
Durch den Feuerwehreinsatz, die Behandlung fand auf der Spielerbank statt,
verzögerte sich der Beginn des zweiten Abschnitts deutlich.
Von dieser zusätzlichen Pause profitierte der Kader der Gäste offenbar am deutlichsten, Niesky baute seine Führung auf 5:2 aus, ehe kurz vor dem Ende Veber noch mit energischem Einsatz seine Chance einnetzt.
Doch auch dieses Tor und der Torwartwechsel beim 5:2 (Christian Krüger kam für den heute glücklosen Jimmy Hertel) konnten nicht verhindern, dass Niesky im Schlussabschnitt zunächst in Unterzahl auf 6:3 davonzieht und damit die kämpferische Leistung der Gäste ebenso unterstreicht, wie es damit die ungeordnete Abwehrarbeit der Akademiker verdeutlichte.
Jetzt endlich setzte aber auch das in dieser Saison so typische Berliner Aufbäumen zur Aufholjagd ein und in der 56. Spielminute steht es plötzlich wieder 6:6, pures Entsetzen auf den Gesichtern der Gästefans!
Doch 11 Sekunden vor der Schlusssirene rappelt es nach allzu vielen Einladungen zum Torschuss wieder im Berliner Gehäuse und die Gäste nehmen einen alles in allem verdienten 3-Punkte-Sieg mit nach Hause.
Der Berliner Goalie Christian Krüger bekam nach diesem Treffer noch eine Spieldauerstrafe aufgebrummt, wird also dem Team der Akademiker in Jonsdorf am Sonntag nicht angehören

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