» Großer Sieg im Paul-Heyse-Stadion

Team FASS/ECC setzt nach engagiertem Auftritt seine Siegesserie fort In der Weihnachtswochen hatten zwei überzeugende Siege gegen den OSC Berlin die Spielgemeinschaft FASS/ECC Preussen auf den zweiten Tabellenplatz in der Meldeklasse II (Knaben) vorrücken lassen. Die gute Stimmung war den Fans der Mannschaft vor dem Spiel heute im Paul-Heyse-Stadion anzumerken. Den Gastgebern war aber klar, dass der Tabellendritte, die Spielgemeinschaft Jonsdorf/Weißwasser/Niesky, nicht als Punktelieferant an die Spree gereist war. Trotz drei Vereinen in der sächsisch-lausitzer Spielgemeinschaft boten die Gäste nur 12+2 Spieler auf. Die SG FASS/ECC wechselte dagegen mit vollen drei Reihen durch. Schnell wurde klar, dass beide Teams gute Torhüter dabei hatten. Die Berliner waren feldüberlegen, aber im Abschluss oft zu durchsichtig und in der Deckung immer wieder mit Lücken. Nach dem torlosen ersten Drittel war die Spannung im Paul Heyse fast mit Händen zu greifen. Im zweiten Drittel ging es weiter mit dem verteilten Spiel, bis sich die Gastgeber Mitte des zweiten Drittels wieder einmal zu leicht auskontern ließen und die Jonsdorfer das zu diesem Zeitpunkt fast schon fällige 0:1 erzielen konnten. Die Berliner Fans machten lange Gesichter, denn so ein Tor kann natürlich einer Mannschaft das Genick brechen. Die Berliner Trainerbank reagierte aber sofort und ließ nun mit zwei Reihen spielen. Damit konnte der Druck auf das Jonsdorfer Tor erhöht werden und die Gastgeber waren nun deutlich feldüberlegen, aber die Stürmer der SG FASS/ECC waren immer noch unsicher im Abschluss. Die Erlösung kam dann zwei Minuten vor der Drittelpause durch Jakob Rebel, der nervenstärker als seine Kollegen den gegnerischen Torwart umkurvte und dann locker abschließen konnte. Die Berliner waren nun die bessere Mannschaft, was aber noch nicht den Sieg garantiert. Kurz nach Beginn des letzten Drittels produzierte die erste Reihe der SG FASS/ECC dann eine Fehlerkette wie fürs Eishockeylehrbuch: bei einem Entlastungsangriff der Jonsdorfer deckten die Berliner Außenstürmer die Verteidiger der Gegners nicht ab, so dass einer der Jonsdorfer Verteidiger freie Schussbahn hatte. Das hatten nun auch die Berliner Stürmer gemerkt und stürzten zu dritt auf den Schützen - zu spät, um ihn am Torschuss zu hindern. Jan Oltersdorf im Tor der Berliner konnte noch abwehren, aber den Abpraller konnten die anderen Jonsdorfer Spieler dann fast ungehindert verwerten. Das Gegentor fiel für die Berliner zum psychologisch ungünstigsten Augenblick. Der Augenblick ging aber schnell vorbei. Nur 53 Sekunden später zeigte Jakob Rebel, dass er heute der coolste Spieler auf dem Eis war, und erzielte den Ausgleich. Die Gastgeber gaben sich damit natürlich nicht zufrieden. Die Berliner konnten das Tempo hoch halten, sicher auch, weil sie in der ersten Spielhälfte Entlastung durch ihre größere Spielerzahl gehabt hatten. So haben also auch die Spieler der dritten Berliner Reihe wesentlich zum späteren Erfolg beigetragen. Es dauerte aber bis zur 50. Spielminute, bis Tuomas Laine seine während der ganzen Spielzeit großartige Leistung mit dem game winning goal krönen konnte, auf Vorarbeit vom unermüdlich kämpfenden Patryk Bazanowski und Jonas Küller. Der Jonsdorfer Coach ließ sich vom Schiedsrichter noch mal erklären, wie das Tor gefallen war. Das Berliner Trainergespann Alex Paulick und Jörg Dymke hat ja Erfahrung und schon einige Tore gesehen und hatte deswegen keine Zweifel. Dann stand das 3:2 auf der Anzeigetafel. Danach hätten die Berliner eigentlich das Spiel sicher nach Hause bringen können. Warum Jan Oltersdorf 20 Sekunden vor Schluss noch einmal einem gegnerischen Stürmer alleine gegenüberstand, wissen wohl nur seine Vorderleute. Jan behielt die Nerven, und die Punkte blieben in Berlin. Der zweite Tabellenplatz ist damit sicher, und am kommenden Wochenende geht das Team nun in das erste Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer EHC Berlin. Dies ist ein neuer Verein, der trotz der Namensähnlichkeit nichts mit dem EHC Eisbären zu tun hat. Der neue Verein hat keine Spieler selbst ausgebildet, sondern hat mit Spielern, die bei anderen Vereinen ausgebildet wurden, den Spielbetrieb gestartet. Ob so ein Konzept dem Eishockey weiterhilft, ist wohl fraglich. Immerhin bezeichnet sich der Verein auf seiner Facebookseite als "Professionelle Sportmannschaft". Geld fürs Profitum muss also beim EHC Berlin vorhanden sein. Mal sehen, ob sich die Nachwuchscracks der SG FASS/ECC davon die Freude an ihrem Sport nehmen lassen. Nach dem Spiel heute gab es jedenfalls neben einem warmen Würstchen den Beifall der Zuschauer als Lohn - übrigens auch für den fairen und kampfkräftigen Gegner aus Jonsdorf/Weißwasser/Niesky. Die SG FASS/ECC spielte heute mit: Jan Oltersdorf (T); Anton Sonsalla (C), Helen George, Theodor Mathea, Jonas Küller (A), Niklas Pilz; Alexandre Borman (A), Anna Ullrich, Patryk Bazanowski, Jakob Rebel, Tuomas Laine; Fabian Müller, Florian Müller, Marwin Voigt, Kevin Rohm. E.G.

von Fass Berlin

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