» Kampf bis zur letzten Minute

Der Tabellenführer kam. Der HSV hatte in dieser Saison noch kein Spiel verloren. Die Mannschaft der Akademiker heute eine Rumpf-Rumpf-Truppe. Zu den Sperren des letzten Spieles ?gesellten? sich auch noch einige urlaubsbedingte Ausfälle .... Nach angenehmen Gesprächen mit den mitgereisten Eltern der Hanseaten, in den Gängen des nun zur Heimstätte der Jugendmannschft von FASS-Berlin  mutierten Paul-Heyse-Eissporthalle, ging es endlich los. Die Hamburger sofort mit viel Druck. Das Spiel zum Anfang nur im FASS-Drittel. Kaum mal Befreiung. In der dritten Minute endlich mal der Puck im Drittel des HSV, aber nicht lange. Die schnellen Spieler der Norddeutschen sofort wieder vor dem Tor der Akademiker. Dann auch noch Unterzahl, aber stark verteidigt. Die Uhr lief ab. Noch kein Gegentor. Es waren aber schon über fünf Minuten gespielt?! Wollten die wenig übrig gebliebenen Spieler dem Tabellenführer Paroli bieten? Nicht wirklich. In der siebenten Minute dann die verdiente Führung für die Gäste. Und danach das FASS-Tor unter Dauerbeschuss. Alle Spieler kämpften in der Defensive. Als es dann in der neunten Minute zum zweiten Mal ?klingelte? dachte einige an ein Desaster. Und andere an die letzte Woche. Da waren Kampf und Leidenschaft die Gründe für ein akzeptables Ergebnis. Und so kam es auch im Anfangsdrittel . Jeder auf dem Eis zeigte sich und wenn schon die spielerischen Mittel fehlten, läuferisch haben alle alles gegeben. Ende des ersten Drittels 0 : 2 gegen Hamburg. Wie nicht anders zu erwarten der Beginn des Mittelabschnittes. Der HSV mit Chancen, drückend überlegen, immer wieder viel Gewühle vor dem Tor der Weddinger. In genau diesem wusste sich unser Goalie nicht mehr anders zu helfen, und schmiss seinen Schläger in einen anfliegenden Puck. Logische Entscheidung ? Penalty ... Doch Lucas, heute sowieso wieder ein starker Rückhalt, parierte sicher! Aber der Unterschied einfach zu groß. Kurz darauf das 0 : 3. Dann leider eine kurze Auszeit der Defensive der Weddinger. In nur vier Minuten weitere Gegentreffer und nach 27 Minuten stand es 0 : 5. Wieder diese skeptischen Blicke an der Bande. Die Hamburger wollten mehr. Was war heute mit dem leidigen Thema Kondition? Nicht zu sehen. Das Trainerteam hatte die Mannschaft auf Verteidigungsarbeit eingestellt. Und diese befolgte die Anweisung konsequent. 13 harte Minuten wurden ohne weiteres Gegentor im Mitteldrittel  überstanden. Die Strafen am Anfang des Schlussdrittels halfen nicht wirklich. Aber die junge FASS-Mannschaft warf sich in jeden Puck. Bei doppelter Unterzahl dann doch das sechste Gegentor in der 43. Minute. Die Hanseaten dann mit etwas weniger Druck. FASS kam endlich auch mal aus dem eigenen Drittel raus. Bei eigener Überzahl auch mal ein Bully vor dem Tor des HSV, aber eine klare Chance? Dann sofort wieder die Gäste. Aber entweder war der Pfosten im Weg, Lucas mit einem seiner sehenswerten Saves, oder die Verteidigung räumte ab. Ab der 55. Minute dann wieder Dauerbeschuss der Hamburger. In den letzten Minuten noch einmal Strafen für die Gäste. Doch auch jetzt zu wenig spielerisches Potential bei den Gastgebern. Das siebente Gegentor nur wenige Sekunden vor Spielende war sicher vermeidbar, aber irgendwie auch egal ... Nach einigen Minuten des Nachdenkens kann ich der heute auf dem Eis gestandenen FASS-Jugendmannschft nur meine Anerkennung aussprechen. Mit diesem Kader den Tabellenführer der so stark besetzten Jugend-Niedersachsenliga ?geärgert zu haben? verdient Respekt. AS 21.1.

von Fass Berlin

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