» EHV 09 meldet sich mit zwei Siegen zurück

Dank hohem kämpferischen Einsatz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang den Wölfen am Freitag ein 5:4 (2:2, 1:1, 2:1)-Auswärtssieg in Leipzig und nur einen Tag später ein 6:5 (2:1, 1:3, 2:1, 1:0)-Heimerfolg nach Penaltyschießen gegen die favorisierten Akademiker vom FASS Berlin. Knapp 800 Zuschauer, wenn es denn Anhänger der Icefighters waren, rieben sich am Freitag in der Leipziger Messehalle 6 bereits nach 49 Sekunden erstmals die Augen, denn der Underdog aus Schönheide ging durch Miroslav Jenka schnell mit 1:0 in Führung. Doch der Tabellenvierte reagierte nüchtern auf den frühen Rückstand und drehte die Partie durch Tore von Gross (8.) und Henk (13.) auf 2:1. Die Wölfe hatten jedoch ebenfalls die passende Antwort und kamen bei angezeigter Strafe gegen Leipzig noch vor der ersten Pause durch Martin Sekera (17.) zum 2:2-Ausgleich. Im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken und so dauerte es bis zur 31. Minute, ehe der nächste Treffer bejubelt werden konnte. Die Wölfe legten durch Miroslav Jenka erneut vor und gingen mit 3:2 in Führung. Der knappe Vorsprung hielt allerdings nur bis gut zwei Minuten vor dem zweiten Pausentee, als den Hausherren in Überzahl durch Vrba (38.) das 3:3 gelang. Auch der Schlussabschnitt war nichts für schwache Nerven, denn wie schon in den zwei Dritteln zuvor, lieferten sich Icefighters und Wölfe ein enges und umkämpftes Match. Und so waren es am Ende die Überzahlsituationen, welche über Sieg und Niederlage entscheiden sollten. Die Wölfe zeigten sich am Freitag darin besonders effektiv und erzielten durch Petr Kukla bei angezeigter Strafe gegen die Icefighters das 4:3 (52.). Zwar gelang den Messestädtern kurze Zeit später durch Nighbert das 4:4 (55.), doch ein weiteres Powerplay gut zwei Minuten vor Ultimo und der dritte Treffer im Spiel von EHV-Kapitän Miroslav Jenka brachte die Wölfe mit 5:4 (58.) auf die Siegerstraße.

Tore: 0:1 (0:49) Jenka (Sekera, Kukla), 1:1 (7:22) Gross (Kasperczyk, B. Themm), 2:1 (12:15) Henk (Kasperczyk/5-4), 2:2 (16:48) Sekera (Kukla, Jenka/6-5), 2:3 (30:04) Jenka (Sekera, Kukla), 3:3 (37:33) Vrba (B. Themm, Hrach/5-4), 3:4 (51:54) Kukla (Sekera, Heumann/6-5), 4:4 (54:21) Nighbert (Vrba, L. Müller), 4:5 (57:50) Jenka (Sekera, Kukla/5-4). Strafen: Leipzig 8 + 10 (J. Müller), Schönheide 14. Zuschauer: 780.

Nach der zwar erfolgreichen aber kräfteraubenden Partie in Leipzig stand dem EHV Schönheide 09 keine 21 Stunden später der Tabellendritte FASS Berlin gegenüber. Die Vorzeichen standen für die Wölfe nicht gut, denn in der Vorwoche setzte es gegen die Akademiker in Berlin eine deutliche 0:7-Niederlage. Über 400 Zuschauer im Wolfsbau mussten dann nach gut einer Minute auch mit ansehen, wie die Gäste aus der Hauptstadt durch Jonas Schlenker mit 1:0 in Führung gingen. Die Wölfe brauchten eine Weile, um die schweren Beine zu lockern, kamen aber mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Begegnung und drehten den Spielstand bis zur ersten Pause durch Tore von Dustin Hered (11.) und Martin Sekera (19.) auf 2:1 zu ihren Gunsten. Die Akademiker hatten sich für die Partie in Schönheide viel vorgenommen, brauchten sie doch jeden Punkt, um im Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze noch eingreifen zu können. Dementsprechend motiviert begannen die FÄSSER auch den zweiten Abschnitt und drehten den Rückstand durch zwei Treffer von Sven Ziegler (25./28.) in eine 3:2-Führung. Kurz danach ereilte den Wölfen ein weiterer Rückschlag, als Petr Kukla in der 28. Minute von Hauptschiedsrichter Noeller eine Matchstrafe wegen angeblich unsportlichen Verhaltens bekam. Die daraus folgende fünfminütige Überzahl nutzten die Gäste zu einem weiteren Treffer und erhöhten durch Patrzek auf 4:2 (30.). Bis zum zweiten Kabinengang konnte der EHV 09 durch Kapitän Miroslav Jenka wenigstens noch auf 3:4 (34.) verkürzen und blieb somit weiter im Spiel. Die Hoffnung, dass den Wölfen im Schlussabschnitt wenigstens noch der Ausgleich gelingt, erhielten in der 47. Minute einen Dämpfer, als Christian Gries zum 5:3 für die Akademiker traf. Doch die Hausherren mobilisierten nochmals alle Kräfte, rauften sich als Team zusammen und kamen jeweils in Überzahl durch Tore von Roy Hähnlein (50.) und Julius Michel (57.) zum verdienten 5:5-Ausgleich, gleichzeitig auch der Endstand in der regulären Spielzeit. Die nachfolgende Verlängerung brachte dann keinen weiteren Treffer und so musste das Penaltyschießen über die Vergabe des Zusatzpunktes entscheiden. Im Shootout zeigten sich dann die Wölfe besonders abgezockt und konnten durch Roy Hähnlein und David Seidl zwei Versuche verwandeln, währenddessen EHV-Goalie Sebastian Modes die Penaltys von Patrick Czajka und Benjamin Hecker auf Berliner Seite entschärfte.

Tore: 0:1 (1:04) J. Schlenker (Ziegler, Patrzek), 1:1 (10:15) Hered (Michel, Fischer), 2:1 (18:29) Sekera (Jenka, Kukla/5-4), 2:2 (24:10) Ziegler, 2:3 (27:45) Ziegler (Faber), 2:4 (29:19) Patrzek (J. Schlenker, Czajka/5-4), 3:4 (33:26) Jenka (Müller), 3:5 (46:42) Gries (Hecker, Czajka), 4:5 (50:00) Hähnlein (Schenkel, Jenka/5-4), 5:5 (56:30) Michel (Müller, Jenka/5-4), 6:5 (65:00) Hähnlein (entscheidender Penalty). Strafen: Schönheide 6 + Matchstrafe (Kukla), Berlin 12 + 10 (Krüger). Zuschauer: 414.

von Fass Berlin

Zurück