» Bericht vom Sonntag

Nachdem die Akademiker schon am Vorabend gegen Leipzig federn lassen mussten, gab es heute am Sonntag noch eine kleine Klatsche von den Saale Bulls aus Halle obendrauf: 2:9 (0:4, 1:1, 1:4) hieß das schon etwas niederschmetternde Ergebnis nach 60 Minuten.

Das Tabellenführerteam startete auch gut ins Spiel, machte Druck und erreichte sein erstes Ziel  mit dem 1:0 in der 4. Spielminute. Die Akademiker soweit noch gut im Siel und mit versuchen dagegen zu halten, aber vor dem Tor der Hallenser war man entweder zu verspielt oder zu harmlos.

Dafür klapperte es dann plötzlich im Sekundentakt im eigenen Gehäuse, so dass sich Trainer Chris Lee sogar genötigt sah eine Auszeit zu nehmen um den unheilvollen Spielfluss zu unterbrechen. Beim Stand von 0:4 ging es dann zum, für die Akademiker sicherlich nicht angenehmen, Pausentee.

Beseelt vom Gedanke es besser zu machen, ging es in die zweite Runde im mit 239 Zuschauern, darunter eine Busladung Gäste aus Halle, gefüllten Erika-Hess-Eisstadion. Doch an den Nerven der Zuschauer sägten nicht nur oft zu schnelle oder ungenaue Pässe, sondern auch die zahlreichen Strafbankbesuche der Akademiker. Auch wenn man dann oft und gerne unter den Zuschauern den Schiedsrichter kritisiert, bleibt es aber trotz Czajkas Unterzahl-Tor zur Milderung des inzwischen 5 Tore betragenden Rückstands bei der Tatsache, dass man auf der Strafbank keine Spiel gewinnt...

Unnötig, vielleicht auch umstritten, sicherlich jene Szene, die Fabio Patrzek kurz vor Drittelende zum wiederholten und letzten Mal eine Strafzeit in diesem Spiel einbrachte, denn er durfte nach einem Check gegen die Bande mit 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig Duschen gehen. So ging man mit 1:5 in die zweite Pause und das Team der Akademiker hatte seine besten Phasen in Unterzahl verpulvert und konnte Marvin Cüpper dankbar sein, dass von den insgesamt 15 Schüssen der Hallenser nur ein einziger ins Tor gelangt war.

Die noch immer mehr als vierminütige Überzahlgelegenheit nutzen die Saale Bulls nach dem Wiederanpfiff zu zwei weiteren Treffern, die Akademiker zu ungefährlich und ungenau um dieses Spiel noch drehen zu können. So vollenden die Tabellenführer ihr Tagewerk mit insgesamt 9 Toren, der zweite Treffer der Gastgeber zu spät um noch irgendwas bewirken zu können.

Halle zieht also wieder seine Kreise auf dem ersten Platz der Liga und die Berliner müssen ihren Blick jetzt wieder mehr auf die Verfolger richten, denn die Icefighters aus Leipzig sind nicht nur der nächste Gegner, sondern nach einem Sieg beim Tabellenletzten ECC Preussen nur noch einen Punkt hinter den Akademikern.

Peter Wendel

von Fass Berlin

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