» Unnötige 2:5 Niederlage in der Lausitz

Die starken Leistungen gegen Halle und in Erfurt konnten die Akademiker in Niesky leider nicht wiederholen. Die Berliner ließen mit der 2:5 Niederlage die große Chance liegen, weiter um Platz 3 und vielleicht sogar Platz 2 zu spielen.

Mit 13 + 1 Spielern traten die Akademiker in der Lausitz an und hatten somit genausoviele Spieler auf dem Spielberichtsbogen wie die Tornados. Diese begannen ihr Heimspiel ungewohnt vorsichtig, FASS hatte im 1. Drittel eindeutig mehr Spielanteile, die klareren Torchancen, spielte aber im Gegensatz zum Erfurtspiel nicht so konsequent.

Nachdem ersten Abtasten erspielten sich die Weddinger ab der 4. Minute einige Riesenchancen. Erst verzog Patrick Czajka knapp, dann musste Benjamin Hecker die Führung erzielen, traf aber aus kurzer Entfernung zweimal nacheinander nur Torpedotorwart Greb. Wie aus dem Nichts erzielten die Lausitzer mit ihrer ersten richtigen Chance die 1:0 Führung (7. Minute). Danach gab es wieder Großchancen für die Akademiker. Christopher Scholz verzieht frei vor dem Tor nach Vorarbeit von Patrick Czajka und auch Fabio Patrzek kann seine gute Möglichkeit nicht nutzen. Und ?hast du schon kein Glück, kommt auch noch Pech hinzu.? In der 16. Minute bei einer Überzahl der Tornados verunglückt ein Schlagschuss von der blauen Linie so, dass er genau zum Mitspieler rechts neben dem Tor kommt, der keine Mühe hat zum 2:0 zu vollenden.

Mit Beginn des 2. Drittels wollten die Berliner das Spiel drehen. Aber das 0:3 schon nach 38 Sekunden muss Torwart Jimmy Hertel auf seine Kappe nehmen. Kurz hinter der blauen Linie zieht der Nieskyer Bartell ab und der Puck rutscht Jimmy zwischen Arm und Körper durch. Danach lief das Spiel ohne weitere Höhepunkte so dahin bis Hauptschiedsrichter Hedwig mal wieder die Gemüter erregte. Roman Veber erzielte auf Zuspiel von Patrick Czajka den 1:3 Anschlusstreffer. Der Linienrichter zeigte auf Tor, die Spieler hörten für einen Moment auf zu spielen, nur der Hauptschiedsrichter meinte, der Puck hätte die Linie nicht überquert. (Selbst Offizielle aus Niesky bestätigten später den Treffer). Zumindest schien dieser Vorfall aber die Akademiker wach zu rütteln, denn kurz danach verkürzten Justin Ludwig auf Vorlage von Roman Veber (32. Minute) und Maximilian Faber (37. Minute) auf 2:3.

Im letzten Drittel versuchten die Berliner noch einmal alles. Nur hier bestätigte sich wieder einmal eine alte Sportlerweisheit: ?Wenn du selber die Tore nicht machst?, PatrickCzajka traf noch einmal den Pfosten, ?macht sie irgendwann der Gegner.?

Letztendlich haben die Akademiker sich die Niederlage selber zuzuschreiben, da man die 1. Hälfte des Spiels etwas verschlafen hat und Niesky so ins Spiel fand. Allerdings fiel die Niederlage um 2 Tore zu hoch aus, FASS war nicht die schlechtere Mannschaft.

Henry Haase: ?Es war ein eigenartiges Spiel. Aber wenn man seine Torchancen nicht nutzt und hinten Fehler macht, kann man nicht gewinnen. Zwischendurch mit dem Schneefall hatte es etwas von Winter Classics.?

Platz 4 und die Teilnahme an der Pokalrunde steht nun fest, aber am Wochenende stehen trotz des Tabellenstandes noch zwei wichtige Spiele an. Am Samstag im Lokalderby beim ECC sind Platzierungen egal, dort wollen die Akademiker gewinnen. Und zum Abschluss der Hauptrunde geht es am Sonntag um 18 Uhr in der O2 World gegen die IceFighters aus Leipzig. Vor hoffentlich vielen Zuschauern und dem Rahmen braucht wohl kein Spieler eine Extramotivation.

von Fass Berlin

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