» Wenn dem Torhüter langweilig wird...

...geht er aufs Eis.

 

Unter diesem Motto muss man wohl das Pokal-Derby gegen die "Rivalen" vom Glockenturm sehen: Hütete er einen Tag früher noch als Goalie bei der Niederlage in Niesky das Tor, trug sich Christian Krüger heute als Torschütze des 5:0 in die Scorerliste des Spieles ein.

 

Die gestrige Niederlage in Niesky ist ja die Folge einer schlichten Kausalkette von Verletzten, durch die Arbeit verhinderten, den Playoffs in Weißwasser bis zur eigentlichen Ursache, dem fehlenden Dach und damit fehlendem Eis in Niesky und lässt sich, angesichts von gerade mal 10 reisenden Spielern der Akademiker, auch verstehen, brachte sie aber auf dem Weg der "Mission Finale" leider nicht voran. Das nun Krüger zum Torschützen wird, ist ein Zeichen beständigen Personalmangels in der Post-Season, der geradezu symptomatisch für die Teilnehmer der gesamten Pokalrunde zu sein scheint.

 

Doch in dieser Partie, ob nun mit dezimiertem Kader oder nicht, die Weddinger schlicht die Favoriten sind und mit dem verlorenen Spiel aus Niesky im Gepäck konnte es auch durchaus nützlich sein, mal etwas für die Tordifferenz zu tun. Konzentriert gingen die Akademiker diese Aufgabe an und wie im Hinspiel war die Überlegenheit der Akademiker auf dem Eis auch für jeden Zuschauer sichtbar, schnell auch an den erzielten Toren erkennbar, bis es mit einem 7:0 in die erste Pause ging.

 

Nichts wirklich neues auch im 2. Drittel der Partie: 7 Tore für die Akademiker und immerhin zwei Ehrentreffer für den Club durch Fiolka und Windler. Im finalen Abschnitt agierten die Weddinger etwas lässiger vor den 149 Zuschauern, trotz allem aber waren die Gäste nicht in der Lage daraus mit mehr als einem weiteren Ehrentreffer zählbares zu erzielen, während Czajka hier mit dem 15. Tor der Partie den Endstand aus Sicht der Akademiker herstellte.

 

15:3 (7:0, 7:2, 1:1) Endstand, eine hohes Ergebnis, welches aber die unterschiedlichen Spielklassen der Kontrahenten widerspiegelt. Der Sieg war auch wichtig nach der durch die Spielverschiebung eher forcierten Niederlage in Niesky, wenn man den Blick auf das Finale nicht verlieren will.

 

Wichtig wird für den erfolgreichen Abschluss dieser Runde aber vor allem sein, beim letzten Spiel in Schönheide ein volles Team für einen Sieg zu präsentieren, um ungefährdet nach Punkten ins Finale einzuziehen. Schönheide hat dafür bereits seinen Teil der Arbeit beigesteuert und Niesky mit 8:4 besiegt, so dass die Akademiker wieder als alleiniger Tabellenführer ins nächste Wochenende gehen, an dem zuerst der ETC Crimmtischau (23.3. 19.30 Uhr, Wellblechpalast) besiegt werden muss.

 

Peter Wendel

von Fass Berlin

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