» Die Kraft der 9 Herzen reichte nicht ? Pokalfinale findet ohne Berliner Beteiligung statt

Schade, der Kraftakt der 11 Aufrechten hat nicht gereicht. Am Sonntag besiegte der EHV Schönheide 09 die Akademiker mit 5:3 (1:2, 1:1, 3:0) und erreichten aufgrund der mehr geschossenen Tore gegenüber FASS doch noch das Pokalfinale.

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Im Schönheider Wolfsbau stand ein echtes Endspiel um den Einzug ins Pokalfinale an. Während den Akademikern schon eine knappe Niederlage für das Finale gereicht hätte, mussten die Wölfe mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnen, um am Ende die Nase vorn zu haben.

 

Die Zeichen für einen Sieg standen für das von Rumid Masche gecoachte Team auf ganz wackligen Füssen. Neben den Eisbärenspielern, die derzeit aufgrund der DNL-Playoffs von den Verantwortlichen nicht zur Verfügung gestellt wurden, fehlten auch außer den Verletzten Jan-Henrik Seelisch, Christian Gries und dem erkrankten Roman Veber auch noch die beruflich verhinderten Anders Johnsson und Rick Giermann, so dass nur 9 Feldspieler die Reise ins Erzgebirge antreten konnten. Dennoch suchten unsere Jungs ihre Chance und Benjamin Hecker sorgte mit seinem frühen Tor auch für den ersten Schock bei den Schönheidern. Die Schönheider liefen sich immer wieder in der Berliner Defensive fest und scheiterten an Goalie Christian Krüger, der mit seinen Paraden selbst die Schönheider Fans zu Szenenapplaus zwang. Besonders die Routiniers Fabio Patrzek und Patrick Czajka überzeugten nicht nur mit ihren Toren zum 2:1 und 3:2, sondern ihr Einsatz war, wie der der gesamten Mannschaft, mehr als vorbildlich. Erst im letzten Drittel wurden die Schritte zunehmend kürzer und die Hausherren konnten in der 48. Minute zum 3:3 ausgleichen. Dann stellten die Schönheider Christian Heumann und Mike Losch in der 51. Spielminute mit einem Doppelschlag zur 5:3-Führung innerhalb von 35 Sekunden erstmals eine Schönheider Führung her. Der Wolfsbau war nun ein Tollhaus, denn dieses Ergebnis hätte für die Schönheider zum Finaleinzug gereicht. Die Akademiker setzten nun alles auf eine Karte und stürmten immer wieder auf den Kasten von Sebastian Modes, der allein 4mal das Duell gegen Patrick Czajka gewann. Auch die Herausnahme von Goalie Christian Krüger brachte nicht mehr die Entscheidung für die Akademiker. Noch 21 Sekunden standen auf der Stadionuhr, als Schönheides Goalie Sebastian Modes mit einer Glanzparade den Zwei-Tore-Vorsprung fest hielt und nach der erlösenden Sirene für reichlich Jubel bei Team, Verantwortlichen und Fans der Schönheider sorgte.

 

Um die offizielle Endabrechnung in der Gruppe B zu verstehen, warum nun der EHV Schönheide 09 und nicht FASS Berlin oder Tornado Niesky im Pokalfinale steht, muss man schon die Mathematik und Spielordnung des DEB bemühen.

 

Dort ist in Art. 26 Folgendes geregelt:

 

Bei drei und mehr punktgleichen Mannschaften werden die Ergebnisse dieser Mannschaften gegeneinander gewertet, indem von deren Spielen eine neue Tabelle erstellt wird. Es zählt zuerst das Punkt- und dann das Torverhältnis.

 

Das Torverhältnis zählt in folgender Reihenfolge:

 

a) Subtraktionsmethode

b) nach den meist geschossenen Toren.

 

Daraus ergibt sich folgende Abschlusstabelle:

 

1. EHV Schönheide 09      17:15 +2           6 Punkte

2. FASS Berlin                 15:13 +2           6 Punkte

3. Tornado Niesky            16:20 -4            6 Punkte.

 

Der FASS Berlin gratuliert den EHV Schönheide zum Erreichen des Oberliga-Ost Pokalfinales und wünscht ihnen für die Finalspiele viel Glück.

 

Für die Saisonabschlussfeier des FASS Berlin wird noch ein passender Termin gesucht. Vermutlich findet die Feier erst nach Ostern statt.

von Fass Berlin

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