» Erster Sieg für die Akademiker?

Am Samstag könnten die Eishockeyspieler von FASS Berlin die ersten Punkte in der bisher sieglosen Saison einfahren. FASS-Coach Benjamin Hecker geht optimistisch in die schwere Partie gegen die Wild Boys Chemnitz. "Ich will das Spiel gewinnen. Wir haben gut trainiert, und uns innerhalb der Mannschaft ausgesprochen. Die Leistung des Teams im Spiel gegen Niesky hat gezeigt, dass wir zu den Top-Teams gehören, wenn die Disziplin stimmt. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf Chemnitz. Die wollen unbedingt mindestens Vierter werden. Aber das werden wir ihnen schon vermiesen", ist sich der Trainer sicher. Einfach wird das Gewinnen gegen den sächsischen Meister allerdings nicht. Im Kader stehen solche Hochkaräter wie der vielfache tschechische Nationalspieler und WM-Teilnehmer Petr Hrbek. Der 39-jährige Rechtsaußen, der 1988 von den Detroit Red Wings in der dritten Runde gedraftet wurde, spielte in seiner internationalen Karriere außer beim Farmteam der Autostädter, den Adirondack Red Wings, auch bei den Star Bulls Rosenheim in der DEL. In Tschechien war der torgefährliche Stürmer immer in der höchsten Liga seines Landes aktiv. Bei der Junioren-WM 1988 und bei der A-WM 1992 wurde Hrbek jeweils ins All-Star-Team gewählt. An seiner Seite stürmt der 38jährige Milan Antos. Der Stürmer kann auf 587 Extraliga-Spiele zurückblicken. In der letzten Saison spielte er zunächst bei Slovan Usti nad Laben in der Extraliga, bevor er die Saison bei Banik Most in der 1. Liga beendete. Auch in der Verteidigung der Sachsen steht mit Martin Maskarinec kein Unbekannter, spielte er doch schon in Crimmitschau, Leipzig und Halle. Der 1,86 große Abwehrhüne bestritt in der Vergangenheit bereits 11 Länderspiele für Tschechien und wurde 1989 von den Los Angeles Kings gedraftet, ohne jedoch den Sprung nach Amerika zu schaffen. Sein größter sportlicher Erfolg gelang ihm sicherlich 1999, als er mit dem HC Kosice slowakischer Champion wurde und in Schweden bei Skellefteå AIK. Dass man mit Ende 30 aber noch längst nicht zum alten Eisen gehört, will er jetzt noch mal in der Regionalliga beweisen. Optimismus ist bei den Akademikern dennoch durchaus angebracht, schließlich unterlagen die Akademiker ihren Gegner in den bisherigen Partien immer nur äußerst knapp, scheiterten nur an ihrer eigenen „Übermotivation“. Auch die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft macht dem Coach Mut, so dass die ersten drei Punkte greifbar sind. Anpfiff zum dritten Saisonspiel der Akademiker ist Samstagabend, dem 18. Oktober, um 19 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion.

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