» Akademiker unterlagen Saale Bulls erst im Penalty-Schießen

4:3 n.P.
MEC Halle Saale Bulls FASS Berlin
Goalie Justin Schrörs in Topform - Foto: Stefan Röhrig

Nach Spielende absolvierten die Saale Bulls noch einige Ehrenrunden auf dem Eis. Geschafft, abgekämpft, aber auch glücklich. Kein Wunder, das Team von Chris Lee gab sich einfach nicht geschlagen. Dreimal ging der Topfavorit in Führung, dreimal schlugen die Akademiker zurück. Erst nach dem fälligen Penalty-Schießen gewannen die Saale Bulls am Sonntagabend 4:3 gegen die Akademiker. 1500 Zuschauer erfreuten sich an einem wahren Spitzenspiel der Oberliga Ost. Nur der unsichere Schiedsrichter Torsten Schulz konnte diesem Niveau nicht folgen. Grobe Unsportlichkeiten pfiff er nicht und einmal riskierte er die Gesundheit von Joe Gerstung, als er sich weigerte, abzupfeifen. Dafür warf er dann vor der Verlängerung mit 10 Min Strafen um sich. Gleich 2 FASS-Spieler schickte er in die Kabine.

Nur geringe Chancen hatten sich die Akademiker gegen den Topfavoriten aus Halle ausgerechnet, war doch kurzfristig neben den U 20 Nationalspielern noch Dominik Bielke erkrankt ausgefallen. Aber von Beginn an spielten die Berliner in der offenen Partie mit. Halle befand sich teilweise in der Defensive, da sie von dem schnellen und druckvollen Spiel der Berliner völlig überrascht wurden. Aufgrund der stark haltenden Goalies auf beiden Seiten ging es mit einem für die Hallenser etwas schmeichelhaftem 0:0 in die erste Pause, denn die Akademiker hatten im ersten Drittel die klareren Chancen. Auch im zweiten Drittel agierten die Akademiker schneller, durchdachter und ideenreicher. Sven Ziegler hatte nach Fehlpass von Halles Topverteidiger Daniel Sevo und anschließendem Foul in der 26. Minute sogar die Chance sein Team in Führung zu bringen. Er scheiterte jedoch mit seinem Penalty an Halles Torwart Johnsen. Danach konnten sich die Saale Bulls besser in Szene setzen. Oberliga-Ost-Topskorer Robin Slanina, Michal Schön und Ivan Kolozvary versuchten es immer wieder, aber bei FASS-Torwart Justin Schrörs war immer Ende. Der 18-Jährige Goalie fing alles weg. Erst in der 35. Minute konnte Slanina ihn zur 1:0 Führung überwinden. Mit dieser knappen Führung ging es dann in die zweite Pause.

Mit der 1:0 Führung der Hallenser war der Widerstand von FASS Berlin aber nicht gebrochen. Ausgerechnet Ziegler, der zuvor im Penalty gescheitert war, gelang in der 43. Minuten der 1:1 Ausgleich. Danach kam es zu den ersten eigenartigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Zeitweise saßen drei Spielern auf der Strafbank. Im fälligen Powerplay machte der gebürtige Tscheche Robin Slanina sein zweites Tor. Doch nur eine Minute später war wieder alles ausgeglichen. Kapitän Patrick Czajka glich zum 2:2 aus. Weiter ging´s mit dem 3:2 durchs Halles Kolozvary. Doch fast im Gegenzug wieder Penalty für FASS. Patrick Czajka konnte diesmal nur von zwei Hallensern per Foul gestoppt werden. Doch Goalie Johnsen blieb zum zweiten Mal Sieger. Wieder nur Sekunden später dann doch das 3:3, John Koslowski traf für die Akademiker. Dabei blieb es bis zur 60.Minute, als sich Verteidiger Jonas Gerstung mutig in einen Schuss geworfen hatte und dabei allerdings auch bös getroffen wurde. Der Hauptschiedsrichter ließ die letzten 11 Sekunden der Partie weiterlaufen während sich Gerstung vor Schmerz auf dem Eis wälzte. Nach Drittelende gab es böse Proteste der Berliner, da der Schiedsrichter keinerlei Anstalten gemacht hatte, die Partie zu unterbrechen. Die Hallenser Angreifer, im Scheibenbesitz, mussten dabei zweimal um ihn herumfahren, um noch eine Torchance zu haben. Von einem Sanitäter war auf dem Eis auch nichts zu sehen. Daraufhin schickte er erst mal zwei weitere Berliner Spieler mit 10 Min auf die Strafbank. Gerade der Verlust von Thomas Supis machte sich in der Verlängerung bemerkbar. Eine Entscheidung fiel in dieser Zeit trotzdem nicht. Die an diesem Abend schon sorgsam geübten Penaltys mussten nun entscheiden. Halles Daniel Sevo verwandelte mit viel Glück den ersten Penalty, Ilya Demydov egalisierte souverän auch die vierte Führung.. Nachdem Ivan Kolozvary und erneut Patrick Czajka gescheitert waren, behielt Robin Sochan die Nerven und traf zur Führung für die Bulls. Leider scheiterte Jonas Schlenker dann an Johnsen.

"Das war zum Schluss ein spannendes und hochklassiges Spiel. Aber wir sind jetzt alle froh, dass wir über Weihnachten ein paar Tage Urlaub haben. Den haben einige Spieler auch bitter nötig", sagte Trainer Jiri Otoupalik. Und selbst Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner schmunzelte nach dem turbulenten Ende, obwohl nur zwei statt der drei angestrebten Punkte in Halle blieben: "Zufrieden? Ja doch, eigentlich schon."

Spielstatistik

 

Mehr Infos und Bilder rund um das Oberliga-Team von FASS Berlin findet ihr auf Twitter unter @fassberlin! Werdet Follower!

von Fass Berlin

Zurück