» Akademisches Rumpfteam unterliegt den Blue Devils Weiden

6:1
Blue Devils Weiden FASS Berlin
Foto: Michaela Dachselt

FASS-Coach Rumid Masche hatte morgens reichliche Sorgenfalten auf der Stirn. Die Absageliste für den Trip nach Bayern zum Vorbereitungsspiel gegen die Blue Devils Weiden hatte sich deutlich vergrößert. Mit den Absagen von Jonas Schlenker (Magen-Darm), Dave Simon und Sven Ziegler (Verletzungen aus Hannover-Spiel) verkleinerte sich der Kader für das Testspiel auf 10 Feldspieler. Die Ausfälle von Jan-Hendrik Seelisch, Justin Ludwig, John Koslowski (Krank), Christoph Kabitzky (DEL) und Patrick Czajka (berufliche Fortbildung) und den DNL-Spielern hatte man bereits eingeplant. Das bedeutete also ein Härtetest für die Fitness der restlichen Spieler.

Aufgrund eine Unfallstaus, bei dem die Bundesautobahn für vier Stunden komplett gesperrt wurde, ließen die Akademiker verspätet in Weiden eintreffen. Das Spiel musste 45 Minuten später beginnen. Weiden trat mit „voller Kapelle“ zur Generalprobe für den Start der Oberliga-Süd an. Die Devils legten gleich richtig los. Bereits in der 2. Minute traf Weidens Felix Köbele zur frühen 1:0-Führung. Aber bereits in der 4. Minute zeigte Christopher Scholz dass in der Oberliga-Ost auch richtiges Eishockey gespielt wird. Er setzte den Pass von Christian Leers oben rechts in den Winkel zum schnellen 1:1. Im ersten Drittel entwickelte sich ein sehr temporeiches Spiel und das Team von Coach Rumid Masche hielt sehr gut mit. Dennoch konnten sich die Devils, die mit vier Sturmreihen spielten, ein gewisses Übergewicht erspielen.

Im zweiten Drittel stellte dann Weidens Trainer Viktor Proskuryakov auf drei Sturmreihen um. Das brachte dann noch mehr Power ins Spiel und in der 21. Minute fiel dann gleich die Führung für die Blue Devils. Schreier erhöhte auf 2:1. In der 28. Minute spielten die Blue Devils in Überzahl und Andrasovsky traf zum 3:1 ins Netz. In der 29. Minute konnte dann Weidens Max Grassi jubeln. Er wühlte sich an beiden Verteidigern vorbei und die Scheibe kullerte unter Goalie Steven Kügow zum 4:1 über die Linie. In der 31. Minute netzte Faschingbauer die Scheibe zum 5:1 ins Tor ein.

Im letzten Drittel wollte das Team um Christopher Scholz nochmal angreifen. Das gelang auch, denn den Devils gelang nur noch ein weiterer Treffer. Trotz der deutlichen 6:1 Niederlage waren einige schöne Kombinationen zu sehen. Allein Christopher Scholz scheiterte einmal am Pfosten und am guten Devils-Goalie Huber. Auch das Defensivverhalten der Spieler war bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr gut und auch Steven Kügow zeigte viele gute Aktionen.

Der Torschütze Christopher Scholz nach dem Spiel: „Wir haben uns mit dem kleinen Kader sehr gut verkauft.“

FASS-Routinier Fabio Patrzek: „Im ersten Drittel waren wir ebenbürtig, aber im zweiten Drittel ist uns nach 8 Stunden Anreise buchstäblich die Luft ausgegangen. Im Schlussabschnitt haben wir nochmal alle Reserven abgerufen und uns wieder gesteigert.

Der Aufwärtstrend im Team zeigt sich von Spiel zu Spiel. Die nächste Prüfung findet dann am 29.09. in Hannover-Langenhagen beim Rückspiel gegen die Hannover Scorpions statt. Bis dahin werden hoffentlich einige Spieler wieder fit und FASS-Coach Rumid Masche kann dann hoffentlich seinen ersten Sieg einfahren.

von Fass Berlin

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