» Beim ersten Derby kommt der Favorit aus Charlottenburg

Foto SteMi

Am kommenden Freitag um 19:30 Uhr im Erika-Heß-Eisstadion steht das erste Berliner Lokalderby auf dem Oberliga-Nord Spielplan. Das heißt heiße Duelle auf dem Eis und der Tribüne. Doch unterschiedlicher können die derzeitigen Voraussetzungen nicht sein. Während der Regionalliga-Aufsteiger aus Charlottenburg gut in die Saison gestartet ist und derzeit mit dem 14. Tabellenplatz am Mittelfeld kratzt, ist bei dem Akademiker aus dem Berliner Wedding buchstäblich der Wurm drin. Bereits seit dem 2. Spieltag ist der akademische Kader von Verletzungen verfolgt. Zeitweise musste Coach Jesse Panek auf sechs Stammspieler verzichten. Die Favoritenrolle liegt also klar bei den Charlottenburgern.

Auch am Freitag fehlen mit Kapitän Nils Watzke, Patrick Neugebauer, Alexander Erl und Justin Ludwig weiterhin 3 Verteidiger und ein Stürmer. Torwart Damon Bonness kann wahrscheinlich auflaufen. Watzke, Ludwig, Spitzner und Erl sind wieder ins Training eingestiegen, aber das Derby kommt aber für Sie eine bis zwei Wochen zu früh.

Immer besser in Formkommt dagegen ein anderer Routinier. Stürmer Christopher Scholz, der die gesamte letzte Saison verletzungsbedingt nur zuschauen konnte, steigert sich von Spiel zu Spiel. „Klar fehlt noch ein wenig die Kraft und die Ausdauer. Aber daran arbeiten wir stetig. Ich bin noch nicht ganz auf meinem Leistungsniveau vor der Verletzung, aber ich denke, das sollte sich bis Ende November eingespielt haben.“ Zur sportlichen Situation meint Christopher: „Wir alle haben uns mehr erhofft aus den ersten Spielen. Vor allem die Mannschaft selber. Doch man darf nicht vergessen, dass wir eines der jüngsten Teams in der Liga haben. Wir treten gegen Mannschaften mit Profikadern und mehr Erfahrung an. Dies macht aktuell den Unterschied aus. Aber unsere Mannschaft ist hungrig und hat einen höheren Anspruch an sich. Es ist noch viel Eishockey in dieser Saison zu spielen, und sobald der erste Sieg eingefahren ist, platzt der Knoten. Wir müssen geduldig bleiben. Mit Jesse Panek haben wir einen erfahrenen Trainer, der uns zum Erfolg leiten wird.“

Und für solch einen Moment scheint das Derby genau richtig zu sein. Von 23 Heimderbys konnte FASS 16 gewinnen, eines davon nach Penaltyschießen. Das Torverhältnis lautet 98:90. Dazu kommen von zwei Siege aus zwei Freundschaftsspielen. Derbys haben eigene Gesetze, da zählt am Freitag kein Tabellenplatz.

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