» Berlin Derby: Kügow „stahl“ Akademiker Punkt

3:4 n.V.
ECC Preussen Jun. Berlin FASS Berlin

Derbyzeit in Berlin - Diese Begegnung hat nicht erst durch den klaren 5:0 Sieg der Akademiker vor 12 Tagen, als die Preussen im Wellblechpalast quasi chancenlos waren, viel Brisanz. Auch in der Vergangenheit waren die Vergleiche gegen den Rivalen aus Charlottenburg immer von besonderem Reiz geprägt. In den sonst doch recht spärlich besuchten Eishallen der beiden Oberligisten drängen sich bei den Derbys die Fans durch die Gänge. Manchmal ist man überrascht, wo so viele Eishockeyfans herkommen und man denkt sich immer wieder – warum nicht immer. Auch wenn diesmal nur 550 Zuschauer, darunter 150 Fans von FASS, in die Eishalle am Glockenturm pilgerten, war die Stimmung sehr gut.

Die Akademiker legten auch gleich los wie die „Feuerwehr“. Das Gehäuse von ECC-Goalie Steven Kügow wurde ständig belagert. Die Akademiker spielten die Preussen förmlich an die Wand. Die Schussbilanz von 22:3 zugunsten der Akademiker drückt dies auch aus, aber mehr als ein Treffer von Christian-Alexander Leers (15. Min) zur 0:1 Führung sprang für die Akademiker nicht heraus.

Im zweiten Drittel ging es anfangs so weiter, aber die Preussen kämpften beherzt und viel zu viele Strafzeiten ließen keinen Spielfluss mehr zu. Bedingt durch die Strafen kamen nun auch die Charlottenburger zu mehr Torchancen. Und 7 Sekunden vor der zweiten Pausensirene kam etwas Zählbares für den ECC dabei heraus. Kay Hurbanek holte den Hammer raus und "zimmerte" den Puck unhaltbar in den von Philip Lehr gehüteten Kasten. Mit dem Unentschieden ging es in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt wollten dann beide Teams den Sieg. Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten. In der 47. Min gingen die Akademiker durch Vincent Schlenker in Führung. Die Preussen gaben aber nicht auf und glichen in der 50. Min durch Niedermeier aus. Fabio Patrzek traf mit einem Knaller noch einmal die Latte und dann gingen die Akademiker durch den nun aufdrehenden Vincent Schlenker in der 56. Min. erneut in Führung. Die Preussen warfen  alles nach vorn und wurden durch den 3:3 Ausgleichtreffer in der 58. Min durch Krüger letztendlich mit einem Punkt belohnt. Denn Sven Ziegler hatte in der 60. Minute noch einmal die Riesenchance zur erneuten Führung und dann ging das Derby in die Overtime. Und dort machten die Akademiker nach 49 Sekunden den „Sack zu“. Vincent Schlenker traf nach guter Vorarbeit von Patrick Czajka und Maximilian Faber in Überzahl, mit seinem dritten Treffer an diesem Tag und dem 90. Scorerpunkt im 57. Spiel für FASS, zum verdienten 4:3 Sieg der Akademiker.

Wieder zeigte sich, in den Lokalderbys gibt es keine klaren Favoriten. Die Akademiker sind an der Betonabwehr und dem wieder überragenden Goalie Steven Kügow gescheitert.

Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt: „Wir hatten im ersten Drittel Chancen für drei Spiele. Da hätten wir schon alles für uns klären können. Leider fehlte uns aber die letzte Konsequenz im Abschluss. Aufgrund der kämpferischen Leistung war der Punktgewinn für den ECC am Ende nicht unverdient.

Ex-FASS Spieler Klaus Pogundtke zum Spiel: „Das war richtiges Oldschool-Hockey. Ein richtiges Derby.

Nun gilt es den Blick wieder auf Sonntag zu richten. Dort sind die Wölfe aus Schönheide zu Gast im Wellblechpalast. Spielbeginn dieses Mal erst um 18:30 Uhr. Die drei Punkte sollten dann wieder im Welli bleiben.

Spielstatistik

 

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