» Das erste Duell ging klar an Erfurt – Am Sonntag folgt Teil zwei

7:2
Black Dragons Erfurt FASS Berlin
Foto: Michaela Dachselt

Die Akademiker aus Berlin haben am Freitagabend gegen den EHC Erfurt ihre dritten Auswärtsniederlage kassiert. Dabei fing es in den ersten Minuten gut an. Bereits nach 33 Sekunden hatten die Berliner die erste Torchance. Aber es sollte anders kommen. Die Thüringer konnten bereits mit ihrem zweiten Torschuss nach 76 Sekunden mit 1:0 in Führung gehen. Unbeeindruckt ging das Offensivspiel der Akademiker weiter. Erfurts Goalie Gimpel konnte sich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Dann zeigten die Erfurter dass sie heute ein unangenehmer Gegner werden würden. Ständig wurde mit dem Schläger gehakt, gesperrt, nachgeschlagen. Die einzigen, die das nicht sahen war das Schiedsrichtergespann. Fouls mit Verletzungen oder klarer Verletzungsabsicht wurden nicht gepfiffen. Die Partie glitt Hauptschiedsrichter Dirk Stoß teilweise vollends aus den Händen. Die Spieler rächten sich selbst und so kam es zu einigen Scharmützeln. Im ersten Drittel schickte er Sven Ziegler und Jan-Hendrik Seelisch und auf Erfurter Seite Maximilian Dimitrovici, Hannes Ulitschka und Oliver Otte wegen unnötiger Härte auf die Strafbank. Das junge Berliner Team ließ sich von der harten und teils unfairen Spielweise der Erfurter einschüchtern und kassierte noch drei unnötige Treffer. FASS-Coach Rumid Masche nahm eine Auszeit und wechselte seinen Goalie. Danach fand sein Team auch wieder ins Spiel. Das erste Opfer der überharten Attacken hatten die Akademiker dann noch im ersten Drittel zu beklagen. Christoph Kabitzky war durchgebrochen und als er frei vor dem Tor abziehen wollte, kassierte er einen Stockschlag in den Rücken und krachte mit vollem Tempo gegen die Bande. Blutend musste er in die Kabine gebracht werden. Hauptschiedsrichter Dirk Stoß ahndete diese Aktion wie so viele nicht. Letztlich ging es mit einer klaren 4:1 Führung für die Hausherren in die Pause.

Im zweiten Drittel ging dann die rüde Spielweise weiter. Reihenweise wurden den Spielern die Beine weggezogen, gehakt und nachgeschlagen. Auffällig oft wurden besonders die 4 u20-Nationalspieler gefault. Nachdem Chris Kabitzky verletzt ausfiel, war im zweiten Drittel John Koslowski das Ziel. Eishockey wurde aber auch noch gespielt. Auf beiden Seiten gab es reichlich Torchancen. Während die Berliner wieder mit ihrer Effizienz haderten, konnte Erfurts Paul Klein in Unterzahl das 5:1 erzielen. Mit einer schönen Körpertäuschung konnte er die FASS-Verteidigung überwinden und lief dann allein auf Dominik Gräubig zu, um einzunetzen.

Im Schlussabschnitt wollten die Berliner nochmal alles geben, aber Erfurts Goalie Gimpel zeigte sich in großartiger Form, wurde aber auch teilweise von den Berlinern zum „Helden“ geschossen. Selbst eine 5:3 Powerplaysituation konnten die Akademiker nicht nutzen. Aber auch der Schiedsrichter bremste sie immer wieder aus. Reihenweise wurde der Eishockeyschläger „artfremd“ benutzt. Immer wieder mussten Berliner Spieler nach Stockattacken vom Eis geführt und auf der Bank behandelt werden. Jonas Schlenker wurde vor den Augen des Hauptschiedsrichters mit einem Stockstich verletzt. Vladislav Fillin und Gino Blank kassierten ständig Stockschläge. Verteidiger Max Janke musste noch lange nach dem Spiel vom Physio behandelt werden. Das 6:1 für Erfurt war ein Pfostentreffer, der als Tor gegeben wurde und das 7:1 fiel im Powerplay. Das 2. Tor von Sven Ziegler dann nur noch Ergebniskosmetik. Der Sieg der Erfurter geht unabhängig der mehr als schwachen Schiedsrichterleistung in Ordnung. Die Akademiker zeigten in der Defensive und beim Torabschluss zu große Schwächen.

Zum Abschluss noch eine letzte Anmerkung zum Hauptschiedsrichter. Bereits vor dem Spiel wollte er die Berliner Doppellizenzspieler von den Eisbären Juniors nicht mitspielen lassen, da er die gültige Doppellizenz, ausgestellt von der DEB-Passstelle mit Lichtbild nicht anerkannte. Erst nach Fertigung eines Zusatzberichtes ließ er sie mitwirken. Kompetenz geht anders oder auch, man erlebt immer wieder etwas Neues. Manchmal fühlte man sich in alte längst vergessene Erfurter Zeiten versetzt.

Bereits am Sonntag steigt das Rückspiel gegen Erfurt. Um 16:00 Uhr empfangen die Akademiker die Thüringer im Welli. Diesmal sollen die Punkte nach 60 Minuten auf der Habenseite der Akademiker stehen.

von Fass Berlin

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