» DEB treibt Neustrukturierung der Oberliga Nord voran - Ende der Oberliga Ost

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) hat den nord- und ostdeutschen Landesverbänden und Vereinen einen Vorschlag zur Neustrukturierung der Oberliga Nord unterbreitet. Dieser basiert auf den Ergebnissen der Ligentagung Mitte Februar in Göttingen. Entsprechend der Forderungen der Vereine setzt der DEB den geplanten Prozess der Oberligen-Umstrukturierung damit ein Jahr früher um als geplant.

 

„Besonders von den Teilnehmern der bisherigen Oberliga Ost kam mehrheitlich der Wunsch nach einer forcierten Umsetzung der neuen Ligenstruktur, da damit die Existenz von Standorten in Zusammenhang steht“, erklärte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. Das erfordere nun ein „neues, verschärftes Tempo“.

 

Wichtigster Grundsatz sei dabei die Gleichbehandlung aller Teams der künftigen Oberligen Nord und Süd. So vereinbarte das DEB-Präsidium, künftig auf die jährlichen Gleichstellungsvereinbarungen zu verzichten und diesbezüglich den Forderungen der DEB-Mitgliedsvereine nachzukommen.

 

Oberste Prämisse für einen funktionierenden Oberligaspielbetrieb im Norden Deutschlands sind, laut Hindelang, „die sportliche Ausgeglichenheit und die wirtschaftliche Verträglichkeit für alle Vereine“. Zudem soll ein starker Unterbau für die DEL2 geschaffen werden, der wiederum selbst durch Zuführung qualifizierter Vereine aus den Regionalligen der Landeseisport-Verbände (LEV) „leitungsmäßig gut unterfüttert“ ist.

 

Für die Oberliga Nord müssen nun jene Vereine ermittelt werden, die in der kommenden Saison im neunen Ligenformat spielen wollen und können, um dann für die Saison 2016/2017 eine Oberliga im Norden Deutschlands mit zwölf Vereinen, analog zur aktuellen Oberliga Süd, bilden zu können.

 

DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger: „Uns ist klar, dass der Kostenfaktor für die Vereine hier eine große Rolle spielen wird. Deshalb stellen wir es den Mannschaften frei, das Angebot anzunehmen oder nicht. Andererseits ist es nicht nur notwendig, sondern auch gerecht, dass die Konditionen für alle Mannschaften gleich sind.“

 

Die endgültige Spielplanung für die Saison 2015/2016 wird festgelegt, wenn die tatsächliche Anzahl der Teilnehmervereine der neuen Oberliga Nord feststeht. Ungeachtet dessen werden die besten vier Mannschaften der Nord-Gruppe zusammen mit den vier besten Teams der Süd-Gruppe im Playoff-Modus den Aufsteiger in die DEL2 ermitteln.

 

Je mehr Vereine an dieser Qualifikations-Saison teilnehmen, umso besser kann auch eine regionale Einteilung erfolgen. „Hier möchten wir uns mit den betreffenden LEV abstimmen“, sagt Seeliger.

 

Darüber hinaus hat der DEB weitere Unterstützung für die LEV angeboten:  „Sollte Interesse bestehen, dann stehen wir natürlich gerne für  Abstimmungsgespräche bezüglich der Regionalliga bzw. der Eingliederung der übrigen Vereine ab der Saison 2016/2017 zur Verfügung.“, so Seeliger.

 

Der FASS-Vorstand wird in der nächsten Vorstandssitzung die Ligentagung und die Vorschläge des DEB besprechen.

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