» Dem Favoriten getrotzt und gepunktet

Dem Favoriten getrotzt und gepunktet

 

Spannende und intensive 60 Minuten sowie ein Penaltyschießen als Zugabe erlebten die gut 100 Fans - davon 60 aus Niesky am Sonnabend-Abend im Erika-Hess-Eisstadion im Berliner Wedding beim Spiel zwischen FASS Berlin und dem bis dahin Tabellenzweiten Tornado Niesky. Indem Penaltyschießen setzte sich dann aber doch der Favorit durch und gewann den zusätzlichen Punkt, denn nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden.

 

Beide Mannschaften hatten ihre personellen Probleme, die Gastgeber boten aber trotzdem 13 Feldspieler und zwei Torhüter auf, die Gäste aus Niesky brachten es auf einen Feldspieler mehr. Und die Tornados waren nicht nur wegen des Tabellenstandes favorisiert, auch der 9:1-Erfolg in Berlin aus dem Oktober brachte diese Rolle mit sich. Bei FASS begann Damon Bonness im Tor, bei Niesky sollte es Ivonn Schröder sein. Aber diese musste nach dem Warmup passen, so dass Robert Handrick ihren Platz einnahm. Aber Niesky wurde von Beginn an seiner Favoritenrolle gerecht und setzte die Gastgeber unter Druck. Die Akademiker hielten aber defensiv diszipliniert gut dagegen, so dass sich kaum Torchancen ergaben. Und wenn doch, waren beide Torhüter auf dem Posten. Somit ging es torlos in die erste Drittelpause.

 

Das gleiche Bild bot sich zunächst im zweiten Drittel, aber eine Unkonzentriertheit vor dem Berliner Tor sorgte dann doch für die Gäste-Führung. Marcel Leyva konnte nahezu unbedrängt abziehen und Damon Bonness war geschlagen(26.). Aber die Antwort des FASS kam eine Minute später. Nach einer flüssigen Kombination war es Phillip Golz, der trocken abzog und den Ausgleich erzielte (27.). Die Gastgeber witterten nun ihre Chance und setzten ihrerseits die Tornados unter Druck, was bekanntermaßen ein durchaus probates Mittel zur Fehlererzwingung ist. Leider fehlte aber in letzter Konsequenz die Genauigkeit beim entscheidenden Zuspiel. Kurz vor der Drittelpause war es dann aber doch so weit, denn die Tornados bekamen in Unterzahl die Scheibe vor Robert Handricks Tor nicht weg, Benjamin Salzmann war der Nutznießer und verwandelte zum durchaus verdienten 2:1(40.).

 

Kurz nach dem Wiederbeginn folgte der Rückschlag. Marcel Leyva zog ab und der Schuss war drin. Was war passiert? Damon Bonness hatte schon zuvor mehrfach glänzend pariert, aber gegen diesen Schuss war er machtlos, obwohl der Berliner Torhüter auch dabei hervorragend reagierte. Denn die Scheibe prallte von seinen Matten hoch und über seinen Kopf. Er bekam sogar noch die Fanghand dran, aber der Puck hatte soviel Drall drauf, dass er zum Ausgleich ins Tor durchrutschte (42.) FASS zeigte sich danach ein wenig geschockt und überließ den Gästen weitestgehend das Feld, von einigen Kontern mal abgesehen. Aber es sollte bis zum Ende der regulären Spielzeit nichts mehr passieren und dasPenaltyschießen musste daher über die Vergabe des Zusatzpunktes entscheiden. 

 

Diese „Lotterie“ entschieden die Gäste für sich. Marcel Leyva und Andreas Brill verwandelten ihre Schüsse; auf der Berliner Seite konnte lediglich Felix Karlsson seinen Schuss in die Maschen setzen.

 

Niesky übernahm mit diesen beiden Punkten die Tabellenführung in der Regionalliga Ost, aber auch FASS Berlin konnte mit diesem nicht unbedingt erwarteten Punkt zufrieden sein und bleibt Fünfter, wenngleich auch durchaus mehr hätte drin sein können. Denn trotz aller Spielanteile war Niesky nicht so überlegen. Aber „hätte, wenn und aber“ zählt in diesem Sport nichts. Noch eine positive Anmerkung zu den Schiedsrichtern: Das Gespann agierte über die gesamte Spielzeit absolut unauffällig; das, was zu ahnden war, wurde auch konsequent geahndet.

 

FASS Berlin vs, Tornado Niesky 2:3 n. P. (0:0 2:1 0:1 – 0:1)

 

Tore:

 

0:1 (25:27) Leyva (Noack, Brill), 1:1 (26:44) Golz (Kugler, Th. Koch), 2:1 (39:50) Salzmann (D’Arino, Karlsson) PP1

 

2:2 (41:21) Leyva (Noack, Brill)

 

2:3 (60:00) Brill (GWS)

 

Strafen: FASS 14 (4/4/6)  Niesky 6 (2/2/2)

 

Schiedsrichter: Metzkow – Friede, Niß

 

 

von Thomas Reinhardt

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