» Den Tornado niedergekämpft

4:3
FASS Berlin ELV Tornado Niesky
Goalie Christian Krüger stand öfters im Mittelpunkt Foto: Christian Ulbricht

Ohne 7 mussten gestern die Akademiker gegen das Team aus Niesky antreten. Neben den 4 U20-Nationalspielern fehlten noch der beruflich verhinderte Jan-Hendrik Seelisch sowie die verletzten Christoph Kabitzky und Henry Haase. Dafür feierte der 17-Jährige Ludwig Wild sein Oberliga-Debüt. Und was für eins. Frech spielte der junge Mann auf, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und „krönte“ seine gute Leistung  mit seinem Tor zur 3:0 Führung.

Im ersten Drittel zeigten die Akademiker wieder ihr schnelles Powerhockey. Die Lausitzer wirkten dabei manchmal wie Slalomstangen. Tornado Coach Jens Schwabe hatte sein Team aber sehr gut eingestellt. Gestützt auf eine sehr gute Torhüterin Yvonne Schröder verlegten sie ihr Spiel dann gänzlich auf Konter und in der Abwehr wurde „Beton gerührt“. Bis zur 15. Min mussten die Fans auf den ersten Treffer warten. Sven Ziegler verwandelte das Zuspiel von Kapitän Patrick Czajka. Mustergültig und ließ Yvonne Schröder keine Abwehrchance. Mit dieser Führung ging es dann in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel zunächst das gleiche Bild. Die Akademiker spielten, die Lausitzer konterten und nun fielen auch die Tore. Thomas Supis (23.Min) und Ludwig Wild (29.Min) sorgten für die sichere 3-Tore Führung. Das Spiel wurde nun ruppiger. Schiedsrichter Metzkow ließ das Spiel an der langen Leine laufen. Sehr zum Leidwesen der Berliner. Von den Tornado´s kam immer mal ein Haken oder ein leichter Stockschlag. Die harte Gangart behagte den Akademikern gar nicht. Als Jonas Schlenker nach einem nicht geahndeten Kniecheck verletzt in die Kabine geführt werden musste, meldete sich Kapitän Patrick Czajka beim Schiedsrichter zu Wort. Er kassierte eine Disziplinarstrafe wegen Kapitänsbeschwerde. Nützte nichts. Ständig lag ein Berliner auf dem Eis und die Lausitzer brachten sich so wieder in die Partie. Sebastian Greulich konnte dann in Unterzahl den ersten Treffer für Niesky erzielen, aber Vincent Schlenker sorgte nur 17 Sekunden später wieder für den 3-Tore Vorsprung.

Im letzten Drittel wollten die Mannen von Coach Chris Lee den Sieg nachhause fahren und das Drittel ruhig runter spielen. Da hatte man aber die Rechnung ohne den Mann im gestreiften Hemd gemacht. Reihenweise durften die Berliner auf der Strafbank platznehmen. Nachdem er immer wieder das erste Faul nicht pfiff, reagierten die Akademiker sehr zum Leidwesen von Chris Lee mit Revanchefouls. Nachdem sich die Tornados auf 4:3 rangekämpft hatten, bekamen sie ihre „2. Luft.“ Ein weiteres Tornado-Tor wurde wegen Torwartbehinderung im Torraum zu recht vom Schiedsrichter nicht gegeben. Danach hatte Goalie Christian Krüger ständig „Körperkontakt“ mit einem Tornado. Für seine Beschwerde wegen der ständigen Behinderung kassierte auch er eine Disziplinarstraße. Die „Krake“ stand danach quasi unter Dauerbeschuss, aber dank seiner Leistung konnte er den Sieg für die Akademiker festhalten. Kurz vor Spielende kassierte auch ein Tornado noch eine Disziplinarstrafe. Am Endergebnis änderte das jedoch nichts. Am Ende war es fast ein bisschen glücklich, aber die 3 Punkte blieben trotz allem auf dem Konto der Akademiker...

Trotz des Aderlasses an das U20-Nationalteam und einigen Verletzten erwiesen sich die Weddinger aber über das gesamte Spiel gesehen, als das stabilere Team und fuhren damit die erste Ernte ihres Heimspielwochenendes ein. Doch die Kür kommt am Sonntag (17 Uhr, Wellblechpalast), denn Lokalderbys stehen ja grundsätzlich unter einem besonderen Stern, auch wenn der ECC 7:1 in Jonsdorf unterlag.

von Fass Berlin

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