» Effizenz schlägt Torschüsse – EHV Schönheide – FASS 8:2

8:2
EHV Schönheide 09 FASS Berlin
Foto: Gerald Hagen

Zum Saisonstart mussten die Akademiker die weite Reise ins Erzgebirge zum Duell gegen den EHV Schönheide 09 antreten. Mit Ausnahme von Goalie Christian Krüger, Verteidiger Jan-Hendrik-Seelisch, John Koslowski und den DNL-Spielern Dominik Gräubig, Vladislav Filin und Ludwig Wild konnte FASS-Coach Rumid Masche aus den Vollen schöpfen. Die Wölfe legten gleich los wie die Feuerwehr und belagerten den Kasten von FASS-Goalie Steven Kügow von Beginn an. Die Schönheider zeigten sich gleich sehr effizient und führten nach 4 ½ Minuten durch Treffer von Kukla und Merka mit 2:0. Erst nach rund 10 Min kamen die Akademiker besser ins Spiel und erarbeiteten sich diverse Torchancen. Die Abwehr vor EHV-Goalie Sebastian Modes stand sicher und verhinderte lange einen möglichen Anschlusstreffer der Berliner. Mitten in der Berliner Druckphase traf Merka zum 3:0. Danach vergaben die Akademiker in doppelter Überzahl diverse Großchancen und versäumten so den Anschluss. In der Schlussminute konnte Christoph Kabitzky den verdienten 3:1 Anschlusstreffer erzielen. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die erste Pause.

Mit viel Offensivpower kam das Team von Rumid Masche aus der Kabine und machte mächtig Druck auf das Gehäuse von EHV-Keeper Sebastian Modes. Doch der Offensivdrang der Hauptstädter erhielt in der 22. Minute den nächsten Dämpfer. Christopher Scholz musste wegen Stockschlag auf die Strafbank und EHV-Routinier Mike Losch benötigte nur ganze 19 Sekunden in Überzahl, um die Führung auf 4:1 auszubauen. Das Spiel wogte ständig hin und her und die Jungs um Patrick Czajka, der selbst zweimal an Modes scheiterte, machten ständig Druck. Tore? Fehlanzeige. Bedeutend effizienter war das Team von EHV-Coach Norbert Pascha. Kukla und Gläser erhöhten dann im Mittelabschnitt auf 6:1. Nach einem Schönheider Befreiungsschlagschuss, der über die Bande rausging, brach ein Stück der Plexiglasplatte an der Bande heraus und ein Befestigungsbolzen lugte 2 cm aus der Bande heraus. Aufgrund des bestehenden Verletzungsrisikos entschied der Schiedsrichter, bei noch 3:36 zu spielenden Minuten im zweiten Drittel, die zweite Pause vorzuziehen, um damit Zeit für die notwendige Ausbesserung zu schaffen. Die restliche Spielzeit wurde nachgespielt und im Anschluss ohne Pause das letzte Drittel begonnen. Vor dem letzten Seitenwechsel konnte Max Janke auf 6:2 verkürzen.

Nach diesem Treffer drehten die Akademiker nochmal stark auf und drängten die Wölfe immer wieder zurück in ihr Abwehrdrittel. In dieser Phase bewies aber EHV-Goalie Sebastian Modes seine gute Form und verhinderte mit guten Paraden einen weiteren Gegentreffer. Doch trotz bester Einschusschancen schlug sich der enorme läuferische Aufwand nicht in Zählbares nieder. Der endgültige Knockout kam dann in der 48. Minute, als Heumann mit einem Schlagschuss von der blauen Linie direkt in den rechten oberen Winkel des Gästegehäuses zum 7:2 traf. Der Willen des Pokalsiegers war gebrochen und auch der Schlusspunkt gehörte noch den Wölfen, als sechs Sekunden vor Spielende Schönheides Gläser in Überzahl den 8:2-Endstand markierte.

60 Min – Torschüsse Schönheide 29, Tore: 8 – Torschüsse FASS 43, Tore: 2. Trotz läuferischer und Torschussüberlegenheit kassierten die Berliner eine empfindliche Auftaktniederlage. Da kann man nur sagen: „Mund abwischen und Sonntag den Meisterschaftsanwärter Icefighter Leipzig (16:00 Uhr, Wellblechpalast) zeigen, zu was man imstande ist.“ Nur so kann man dieses merkwürdige Spiel aus den Köpfen bekommen.

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