» "FASSzination Eishockey in Berlin"

Buchcover "FASSzination Eishockey in Berlin"

Interview anlässlich der Buchvorstellung zum F.A.S.S. e.V. mit Dr. Alexander Hedderich

Im Dezember 2012 wurde F.A.S.S. Berlin 50 Jahre jung! Gegründet von Studenten im Studentenwohnheim Sigmundshof (daher auch der Name: Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof) in der Nachbarschaft der TU, wurde ein Eishockeyverein mit dem Ziel geschaffen, ein Umfeld für eishockeyspielende Studenten jeden Alters mit sportlichen Ambition zu schaffen. Der F.A.S.S. e.V. Berlin war von nun an ein Teil der deutschen Eishockeylandschaft.

Mit seiner ausgeprägten Jugendarbeit ermöglicht der F.A.S.S. e.V. heute vielen Jugendlichen, unabhängig von ihren sozialen Möglichkeiten, den Einstieg in diese faszinierende Sportart. FASS ist heute eine stabile Größe im Berliner Eishockey Betrieb und zählt zu den traditionsreichsten Eishockeyvereinen Deutschlands. Der Verein hat mittlerweile über 260 Mitglieder in 3 Seniorenmannschaften und 7 Nachwuchsmannschaften die überwiegend im Erika-Heß-Eisstadion (Wedding) trainieren.

Mit dem Spielbetrieb der 1. Mannschaft in der dritthöchsten Deutschen Spielklasse (Oberliga- Ost), stehen die Akademiker als erfolgreichstes Berliner Amateurteam in einer Liga mit Profiteams auch im Blick der Presselandschaft. Als Kooperationspartner der Eisbären Berlin (DEL) ist F.A.S.S. zugleich Ausbildungsteam junger Talente und Sprungbrett in die Profikarriere.

Der langjährige Berliner Eishockeyfan Dr. Alexander Hedderich würdigt diese Ausnahmeleistung im deutschen Eishockey mit einer umfangreichen und kompletten Chronik über diesen Verein und dessen Geschichte.

 

Es heißt: "FASSzination Eishockey in Berlin"

 

Das Buch wird im Rahmen des nächsten Heimspiels am 12. Dezember 2014 im Erika-Heß-Eisstadion (Wedding) vorgestellt.

Wir haben mit dem Autor anlässlich dessen Veröffentlichung über sein Werk und dessen Hintergründe gesprochen:

 

Alexander, woher kommt Deine jahrelange engagierte Verbundenheit mit F.A.S.S.?

Es ist doch bei guten Sportfans immer das Gleiche: Irgendwann entscheidet man sich, wohin man "sein Ei legt" und steht dann dazu. Warum F.A.S.S.? Weil es ein außergewöhnlicher Verein ist, dessen Verantwortliche über viele Jahre eine konstante, ehrliche Linie verfolgen. Ich brauche keine großen Titel und spektakulären Pleiten, nicht alle fünf Jahre einen neuen Vereinsnamen und alle zwei Jahre ein anderes Logo. F.A.S.S. hat seine Traditionen immer gepflegt und sich immer am wirtschaftlich Vertretbaren ausgerichtet. Das finde ich faszinierend, das findet man im Eishockey nicht oft.

Worüber handelt das Buch genau und aus welcher Perspektive beleuchtest Du die 50 jährige Geschichte des Vereins?

Es ist eine richtige Chronik. Alle 1.003 Pflichtspiele zwischen 1973 - erst seit Anfang der 70er ist F.A.S.S. übrigens ein Eishockeyverein - und 2014 werden dokumentiert und kommentiert, meist mit Mannschaftsaufstellungen und Torschützen. Hierfür haben u.a. ein paar Studenten in ganz Deutschland Zeitungsarchive durchforstet, denn sehr sorgfältig war die Vereinsgeschichte nicht immer dokumentiert. Etwa 40 Persönlichkeiten, die den Verein geprägt haben, werden in Interviews vorgestellt. Die Fotos habe ich nicht gezählt, aber 400 sind es sicher, darunter die Mannschaftsfotos der meisten Spielzeiten. Dazu gibt es viele Stories von beiden Seiten der Bande, die Wahl zum "F.A.S.S.-Spieler aller Zeiten" und jede Menge Statistiken. Nicht zu vergessen: Bodo Christ, ein begnadeter Schreiber und F.A.S.S.-Urgestein, hat zwei unterhaltsame und informative Artikel zur Nachwuchsarbeit und zu den F.A.S.S.-Schiedsrichtern beigesteuert.

Die Chronik umfasst knapp 400 Seiten, wiegt über zwei Kilo und kostet nur 40 Euro. Alle Erlöse fließen ungeschmälert dem Verein zu.

Woher kam Deine Motivation dafür?

Es hat einfach Spaß gemacht. Und ich möchte so einen Beitrag leisten, dass dieser tolle Verein selbstbewusst seinen Weg fortsetzt.

Wie beurteilst Du die Entwicklung, die der Verein seit seiner Entstehung bis heute genommen hat?

Dazu haben viele Leute in den Interviews etwas gesagt, die das viel besser beurteilen können als ich, weil sie es miterlebt haben. Beispielsweise „Bulle“ Rohrbeck oder John Frege haben dazu bemerkenswerte Antworten gegeben. Für mich ist spannend, wie viele Werte aus der studentischen Gründerzeit sich bis heute bewahrt haben, ohne dass es den handelnden Personen vielleicht bewusst ist. Dazu gehören Toleranz, soziale Verantwortung und ein gesundes Maß Unangepasstheit.

Was würdest Du Dir für den Verein für die Zukunft wünschen?

Selbstbewusste Eigenständigkeit. Kooperation mit zuverlässigen Partnern. Erika-Heß-Eisstadion. Erste Adresse für die besten Berliner Amateur-Eishockeyspieler. Bewahren von Tradition und Werten. Mehr Zuschauer.

 

Vielen Dank, Alexander.

Hinweis der Redaktion: Das Buch ist ab dem 12.12.2014 bei allen Heimspielen der FASS Oberliga Mannschaft oder online über unsere Homepage (www.fass-berlin.de) käuflich zu erwerben.

 

(Das Interview führte Gerald Hagen für F.A.S.S. Berlin)

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