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Meisterrunde Landesliga Berlin 2015: ECC Meister, Bären gewinnen Bronze

 

Spannend, aber auch sehr fair verlief das kleine Finale, der ERSC Berliner Bären gewann gegen FASS Berlin mit 8:6 (4:2/2:3/2:1) und holte sich damit die Bronzemedaille in der Landesliga Berlin 2014/2015. Bis 12 Sekunden vor dem Ende stand es im Finale zwischen dem ESC 07 B34lin 1b und dem ECC Preussen 1b unentschieden, dann erzielte der ECC den Siegtreffer zum 2:3 (0:1/1:1/1:1).

 

Bären gewinnen Bronze

ERSC Berliner Bären – FASS Berlin 1c 8:6 (4:2/2:3/2:1)

Vor dem Spiel gab es schlechte Nachrichten, beide Finalspiele finden unter Vorbehalt statt. Grund ist ein Protest des ERSC Berliner Bären und es betrifft die Stammspielerregelung. Also wieder einmal ein Finalturnier mit fadem Beigeschmack. Ebenfalls nicht schön in diesem Zusammenhang waren einige Äußerungen gewisser Leute am Samstagabend zu diesem Thema.

Beide legten von Beginn an ein hohes Tempo vor und kamen auch gleich zu frühen Toren. Kristian Steffen brachte FASS nach 44 Sekunden in Führung, Maksim Cepik glich nach 82 Sekunden aus. Die Goalies Martin Hummel (ERSC) und Frank Richter (FASS) wurden auch danach weiter gut beschäftigt. Nach sechs Minuten klingelte es dann erneut in einem Gehäuse, Kai Schulze brachte FASS wieder in Führung. Die Weddinger dann mit den besseren Chancen, genutzt wurden sie aber nicht. Stattdessen fiel der erneute Ausgleich, Dirk Mielisch hämmerte den Puck bei Überzahl ERSC ins Tor (12.). Vier Minuten später gingen die Bären erstmals in Führung. Wieder in Überzahl traf Rico Juschten von der blauen Linie.

Es blieb ein offenes Spiel, beide wollten unbedingt gewinnen. FASS war natürlich unter Zugzwang, konnte aber nach bereits drei Minuten Spielzeit durch Jouri Timofeev auf 4:3 verkürzen. Ein Break zwei Minuten später konnte Kai Schulze zum 4:4 verwerten. Und es kam noch besser für die Akademiker, Christopher Krämer gelang in der 31. Minute in Überzahl das 4:5. Diese hielt aber nur etwas über eine Minute, dann überlistete Harald Andreowsky den FASS-Goalie mit einem Rückhandschlenzer. Es blieb dann eine hart umkämpfte, aber nie unfaire Partie, in der beide Teams ihre Chancen hatten. Eine nutzte Uwe Hirschberg, um den ERSC gut zwei Minuten vor der Drittelpause wieder in Führung zu bringen.

Beide Teams taten sich im Schlussdrittel schwerer, zu Torchancen zu kommen. Es gab zwar welche, aber nicht mehr in dem Umfang wie zuvor. Die Vorentscheidung fiel dann nach 50 Minuten, in Unterzahl fuhr der ERSC einen Konter, den Jerome Kindler zum 7:5 nutzen konnte. Kurz vor Schlussnahm FASS dann den Goalie vom Eis und hatte damit auch Erfolg. Christian Kriegsheim verkürzte 59 Sekunden vor Schluss auf 7:6. FASS weiter ohne Goalie, aber ohne Glück. Jan Schertz kam an den Puck und erzielte mit einem Empty Net Goal den 8:6-Endstand. Die Bären erreichen damit die beste Platzierung der Vereinsgeschichte, FASS wird vorläufig Vierter.

Gute Besserung noch an Dirk Mielisch (ERSC) und Dennis Karrenbauer (FASS), die die Partie verletzt vorzeitig beenden mussten.

Schiedsrichter: N. Meißner, M. Metzkow – M. Paulick, E. Posacki
Strafen: ERSC 8 (2/2/4), FASS 8 (4/2/2)
Tore:
0:1 (00:44) K. Steffen (J. Miller); 1:1 (01:22) M. Cepik (J. Schertz, J. Teichert); 1:2 (05:41) K. Schulze (T. Schwitalla, K. Steffen); 2:2 (11:10) M. Storbeck (D. Mielisch, M. Cepik) PP1; 3:2 (15:39) R. Juschten (J. Schertz, J. Kindler) PP1; 4:2 (18:24) J. Kindler (U. Hirschberg, R. Juschten);
7:5 (49:45) J. Kindler (H. Andreowsky, M. Storbeck) SH1;
4:3 (22:59) J. Timofeev (Ch. Kriegsheim, R. Maj); 4:4 (24:40) K. Schulze; 4:5 (30:18) Ch. Krämer (J. Miller, T. Trach) PP1; 5:5 (31:26) H. Andreowsky (R. Krautz); 6:5 (37:38) U. Hirschberg (M. Cepik); 7:5 (49:45) J. Kindler (A. Andreowsky, M. Storbeck) SH1; 7:6 (59:01) Ch. Kriegsheim (Ch. Krämer, K.-B. Esdar); 8:6 (59:27) J. Schertz (M. Cepik) ENG;

 

 

ECC neuer Meister
ESC 07 Berlin 1b – ECC Preussen Berlin 1b 2:3 (0:1/1:1/1:1)

Auch dieses Spiel fand natürlich unter Vorbehalt statt und sorgte damit natürlich im Vorfeld für Unruhe. Mit klareren Statuten wäre hier den Beteiligten sicherlich einiges erspart geblieben. Hintergrund ist die Stammspielerregelung, Einzelheiten hierzu sollen lieber die Beteiligten erklären...

Beim Club begann diesmal Sven Gall im Tor, beim ECC wieder Ilja Dvorkins. Auch dieses Spiel war sehr gut besucht und so kann man zumindest in dieser Hinsicht von einem erfolgreichen Landesligawochenende sprechen. Beide Teams spielen gerne offensiv und so kam es gleich zu gefährlichen Angriffen auf beiden Seiten. Es wurde auch schnell brenzlig für den Club, denn gleich in der Anfangsphase kassierte man zwei Strafen. Die Zweete überstand diese Phase aber unbeschadet. Beide Teams hatten mehrere gute Chancen, die aber nicht genutzt werden konnten. Also musste wieder eines dieser eher billigen Tore her, ein Schuss von Patrick Balko landet im Tor vom Club (12.). Beim Club klappte im 1. Drittel das Passspiel noch nicht so, da hatte der ECC klare Vorteile. Deshalb ging es mit einer verdienter Führung der Charlottenburger in die 1. Pause.

Da spielerisch nicht so viel ging, versuchte es Kapitän Marco Mund alleine. Nach 122 Sekunden setzte er sich alleine durch und erzielte den 1:1 Ausgleich. Es folgte ein hart umkämpftes Drittel mit viel Einsatz auf beiden Seiten. Chancen hatten beide auch, sie konnten aber nicht genutzt werden. Einer der vielen Fehler beim Club führte dann zum 1:2 durch Erik Benthin. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die 2. Pause.

Mit Überzahl für den Club ging es in das letzte sportliche Drittel der Saison und das nutzten sie aus. Steven Haucke trifft nach 109 Sekunden zum 2:2. Der Club agierte trotz des erneuten Ausgleichs weiter nervös und ermöglichte so dem ECC immer wieder Chancen. Bis zum Spielende versuchten beide Teams eine Entscheidung herbeizuführen und 12 Sekunden vor dem Ende passierte es dann. Erik Benthin nutzt ein Powerplay zum 2:3 Endstand.

Nach Spielende drehten dann auf beiden Seiten Spieler und Verantwortliche durch und es gab zahlreiche Handgemenge. Ein unschönes, unwürdiges und peinliches Ende eines eigentlich tollen Finalspiels. Man kann nur hoffen, dass beide Vereine ihre Lehren daraus ziehen.

Durchaus positiv zu bewerten ist die Entscheidung im 4-Mann-System zu pfeifen, dies half schon für mehr Ruhe zu sorgen. Damit endet eine wieder sehr interessante Landesligasaison, die aber eben leider auch wieder einige Probleme bereitet hat. Hoffentlich ändert das zur neuen Saison und es kann sich auch beim Finale wieder auf das Sportliche konzentriert werden. Und über 1300 Besucher an den beiden Finaltagen zeigen, dass auch diese Liga ihre Zuschauer hat.

Schiedsrichter: N. Meißner, M. Metzkow – F. Möller, M. Paulick
Strafen (unter Voebehalt): ESC 24 + 10 A. Weise (Unsportliches Verhalten) (8/22/4), ECC 16 (4/10/2)
Tore:
0:1 (11:46) P. Balko (D. Schulz);
1:1 (22:02) M. Mund; 1:2 (36:49) E. Benthin (Ch. Tillack, S. Roubicek);
2:2 (41:49) S. Haucke (T. Riemer, M. Mund) PP1; 2:3 (59:48) E, Benthin (S. Roubicek, Ch. Tillack) PP1;


Bericht: Noppe

www.noppe-ist-schuld.de

 

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