» Gegen die Piranhas den Sieg leichtfertig vergeben

6:3
Rostock Piranhas FASS Berlin
Foto: NiCa Fotografie

Gegen enorm motivierte Piranhas glückte kein Endspurt. Das Happy End gegen die Ostseestäder fiel aus. Es war schon eine komische Stimmung vor der Partie in der Eishalle in der Schillingallee. Am Freitag gingen die Rostocker gingen den Underdog aus Hamburg sang und klanglos mit 14:4 unter. Es war klar, dass da irgendwas noch nachkommen muss. Die Rostocker handelten und entließen gleich zwei Spieler aus dem Kader. Der Rest spielte „auf Bewährung“ und gab auch dementsprechend Gas. Und so kam es wie es immer gegen Gegner in solchen Situationen üblich ist. „Unsere Jungs spielten sich die „Hände wund“ aber nichts gelang und der Frust kommt irgendwann“, sagte Trainer Oliver Miethke Die Akademiker waren über weite Strecken das bessere Team, verloren aber mit 6:3 (1:1, 3:1, 2:1).

Die Akademiker gingen in der 8. Min durch Fabio Patrzek auch mit 1:0 in Führung und bestimmten das Spiel, aber die Rostocker checkten giftig vor und nutzen einen Fehler in der Abwehr der Berliner und glichen in der 10. Min. durch Jannik Striepeke zum 1:1 aus. Mit dem Unentschieden ging es in die erste Pause.

 

Im Mittelabschnitt ging es so offensiv weiter. In der 23. Min. brachte Justin Ludwig die Akademiker mit seinem Treffer zum 2:1 wieder in Führung. Doch bereits in der nächsten Minute konnte ein Rostocker eine Rettungstat von Goalie Christian Krüger abfangen und Arthur Lemmer schob die Scheibe ins leere Tor zum 2:2 Ausgleich ein. Dann folgte die entscheidende Szene im Spiel. Can Matthäs trifft zur erneuten Führung, alles jubelt aber der Schiedsrichter gibt das Tor nicht. Durch einen Wechselfehler waren im Moment des Tores 6 Berliner auf dem Eis. Das hatten die Schiedsrichter erst beim Torjubel gemerkt, nicht aber als das Spiel lief. Minutenlange Diskussionen folgten und Yannick DÁrino musste eine Bankstrafe antreten. Damit war aber auch die Konzentration beim Schiedsrichtergespann und den Berlinern weg. Im Überzahlspiel erkannten sie die Abseitsposition von Rostocks Petr Sulcik nicht, der zur erstmaligen Rostocker Führung einnetzte. Es folgte ein völliger Bruch im Berliner Spiel. Mit viel Mühe konnte man sich gegen den Rostocker Sturmlauf stemmen. In der 37. Min musste man dann aber doch den vierten Treffer der Piranhas kassieren. Eric Haiduk netzte nach einem Abspielfehler eines Berliners zum 4:2 für Rostock ein. Mit viel Glück konnte man mit dem Spielstand in die zweite Pause gehen.

 

Für den Schlussabschnitt hatten sich die Akademiker noch viel vorgenommen, aber die Euphorie schlug bereits nach 24 Sekunden in blankes Entsetzen um. Michal Bezouska nutzte wieder ein katastrophalen Schnitzer zur 5:2 Führung der Piranhas aus. Nun merkte man, dass das Berliner Aufbäumen ein jähes Ende gefunden hatte. Auch nach dem 5:3 Anschlusstreffer in der 49. Minute von Christopher Scholz kamen keine wirklichen Impulse aus der Mannschaft mehr. In der 53. Min. machte dann Petr Sulcik mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in Unterzahl! den berühmten Deckel drauf.

Mit dieser unnötigen Niederlage ist der rettende 13. Platz für die Akademiker in weite Ferne gerückt. 15 Punkte können die Akademiker noch im Maximalfall erzielen der Rückstand auf Erfurt beträgt nun 13 Punkte. Realistisch sind aber max. 9 Punkte, damit wird es für die Akademiker bereits fast unmöglich Timmendorf oder den HSV von den Plätzen 15 oder 14 zu verdrängen. Dennoch steckt man den Kopf nicht in den Sand. Am kommenden Hamburg-Wochenende sollen 6 weitere Punkte auf die Haben-Seite kommen.

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