» Gut gespielt und dennoch keine Punkte

2:5
FASS Berlin Black Dragons Erfurt

Die Akademiker scheinen aus dem Tief momentan nicht rauszukommen. Am Freitag gastierte der derzeit ärgste Verfolger der Ice Fighters Leipzig, die Black Dragons Erfurt in Berlin. 

Nach 5 Niederlagen in Folge wollten die Akademiker endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Und das ausgerechnet gegn die Black Dragons, gegen die es im Hinspiel in Erfurt noch eine 2:11 Klatsche gab. Die Erfurter hatten anfangs zwar etwas mehr vom Spiel, aber die Hausherren, motiviert und mit einer klaren Marchroute von Coach Rumid, ließen kaum etwas zu. Und im Angriff war man nach den zuletzt fast torlosen Partien überraschend effektiv.  In der  6. Minute war es  Ricco Ratajczak der mit einem Klassetor das 1-0 markierte. Johannes Ehemann hatte aufgelegt und Ricco versenkte die Scheibe blitzschnell in die obere rechte Ecke. In der 15. Minute erhöhte Fabio Patrzek nach feiner Vorarbeit von Can Matthäs auf 2:0. Danach waren die Berliner dem 3:0 näher als die Erfurter dem Anschlusstreffer.  Mit einer guten defensiven Leistung und der Vorgabe den Top Stürmer  der Dragons, Segerie, aus dem Spiel zu nehmen, kamen die Gäste nur selten vor das Tor. Und wenn dann war Dominik Gräubig Endstation und so ging es mit der 2-0 Führung in die 1. Pause. 

Das zweite Drittel begann wie das erste endete. Die Akademiker erwischten den besseren Start. Ein erstes Ausrufezeichen aus Erfurt kam durch Adam Sergerie, der einen satten Schuss in der 25. Minute gegen die Querlatte setzte. Fortan kam Erfurt besser ins Spiel und erarbeitete sich mehr Chancen. Aber immer wieder stand die Defensive der Akademiker um Nils Watzke & Co. In der 34. Minute war es Otte, der über die rechte Seite an der Verteidigung vorbei kam und den Puck unter den Schonern von Gräubig einschob. Nach diesem Treffer wirkte die Mannschaft um Rumid Masche ein wenig verunsichert. So kam es, dass man sich immer wieder in Unterzahl befand. Es war dann ein doppeltes Unterzahlspiel, das Grosch auf Seiten der Erfurter nutzte und  den 2-2 Ausgleichstreffer erzielte. Bis zum Drittelende wirkten die Akademiker weiter verunsichert, aber man schaffte es, das 2-2 mit in die Pause zu nehmen. 

Die 15 Minuten Pause hatten offensichtlich gut getan, denn in das letzte Drittel startete man wieder besser.  Es war jetzt ein Spiel auf Augenhöhe mit  Großchancen auf beiden Seiten und einem Chancenplus auf Seiten der Akademiker. Keiner konnte diese aber nutzen und so stellten sich die 150 Zuschauer im Erika-Hess-Eisstadion auf die erste Verlängerung der Saison ein. Aber in der 56. Minute war es wieder Otte, der einen Abpraller zum 3-2 verwerten konnte. Die Akademiker versuchten nun nochmals den Ausgleich herzustellen. Das nächste Powerplay sollte es bringen. Aber man verlor leider die Scheibe an der eigenen blauen Linie. Kapitän Grosch brachte die Scheibe zu Adam Sergerie der aus halbrechter Position  mit einem "Sonntagsschuss" in den oberen linken Winkel zum 4-2 traf. Kurz danach nahm Rumid Masche Dominik Gräubig  für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Es wurde alles auf eine Karte gesetzt und Adam Sergerie markierte mit dem Empty Net den 5-2 Endstand. 

Am Ende standen die Akademiker wieder mit leeren Händen da, zeigten aber gegenüber den letzten Spielen eine deutliche Leistungssteigung. Mit der kämpferischen und disziplinierten Leistung vom Samstag und etwas mehr Kaltschnäuzigkeit und Glück beim Torabschluss sollten die nächsten Punkte in greifbarer Nähe sein. Dazu gibt es schon die Möglichkeit am kommenden Sonntag, 23.11.2014. Dann geht es um 16:00 Uhr im Wellblechpalast gegen den EHV Schönheide. Da muss ein Sieg her, um im Kampf um Platz 4 nicht noch mehr an Boden zu verlieren.

von Fass Berlin

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