» Heißer Bullenritt im Welli

2:3 n.P.
FASS Berlin MEC Halle Saale Bulls
Foto: Christian Ulbrich

Es ist ja schon beinahe eine gute Tradition, dass die Bullen aus Halle gegen die Akademiker zumindest nicht die gesamten Punkte gewinnen können.
Auch heute ließen die Bullen so einen Punkt als Gastgeschenk für ein Spiel zurück, in dem sie die meiste Zeit eben nicht wie der Sieger aussahen...

Natürlich drangen die Gäste von Anfang an darauf, ihre unheilvolle Serie von Punktverlusten gegen FASS zu beenden, aber sie wurden schon nach zwei Minuten von Christopher Scholz wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, der das erste Powerplay, kaum das begonnen hatte, für das 1:0 nutzte.

Das gesamte Spiel über ist die Schussstatistik beider Teams nahezu ausgeglichen und die Teams schenkten sich auf dem Eis keinen Zentimeter ohne Gegenwehr.
Ein Spiel zweier gleichwertiger Gegner und so hinterließ das 2:0 durch Leers nach einem von Demidov  abgefangenen Angriff der Hallenser sprachlose Stille bei den mitgereisten Fans aus Halle unter den 237 Zuschauern im  Wellblechpalast.

An Spannung auch kaum zu überbieten auch der Mittelabschnitt: Die Angriffswellen schwappten mal vor das Berliner, mal vor das Hallenser Tor.
Die zwingenderen Chancen erarbeiteten sich durchaus die Akademiker, deren dank NHL-Lockouts und der damit einhergehenden Verpflichtung von NHL-Stars beim Kooperationspartner, mit Haase , Supis und Faber komplette Abwehr die Hallenser Angriffe zumeist nicht einmal bis zu  Lehr im Berliner Tor durchließ.

Das allerdings die Qualität der Spielleitung nicht unbedingt durch die Anwesenheit von zwei Hauptschiedsrichtern steigt, wenn einer davon sich permanent durch Reklamationen ins Herz getroffen zeigt, sah man vor allem ab dem Ende des zweiten Drittels bis hin die Overtime:
Gleich drei Disziplinarstrafen gegen Berliner Spieler geben eindeutig nicht das Geschehen auf dem Eis wieder, insbesondere nicht, wenn man damit 25 Sekunden vor Ende der Overtime einfach noch mal einen Spieler vom Eis schickt, ohne dass es eine andere Strafe dazu gegeben hätte.

Der Anschlusstreffer im Schlussdrittel gelingt den Bullen nach einem Abwehrfehler von Faber, der Ausgleich erst im vorletzten Powerplay der Hallenser im ganzen Spiel, die auch die 4 zu 3 Überzahlgelegenheit in der Overtime nicht für den Punktgewinn nutzen konnten.

Alles in allem ein meisterliches Spiel von beiden Teams, welches durchaus ein paar tausend   Zuschauer mehr amüsiert hätte. FASS Berlin ist damit gut gerüstet weitere Punkte am Auswärtswochenende in Erfurt und Chemnitz zu gewinnen und für noch mehr Spaß bei den Berliner Fans zu sorgen.

 

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Penaltys retten die Saale Bulls

HALLE (SAALE)/MZ. VON GOTTFRIED SCHALOW Die Saale Bulls haben am vierten Spieltag der Eishockey-Oberliga zwar ihre blütenweiße Weste verloren, sind aber nach wie vor ungeschlagen. Nach einem 0:2-Rückstand schafften sie am Sonntag bei Fass Berlin im alten Wellblechpalast der Eisbären im letzten Drittel noch den 2:2-Ausgleich. Danach trafen Daniel Sevo und Ivan Kolozvary im Penalty-Schießen. Mit 3:2 geht das Spiel für die Saale Bulls in die Statistik ein, da aus dem Penalty-Schießen laut Reglement immer nur ein zusätzlicher Treffer in die Gesamtstatistik übernommen wird. Zwei Pluspunkte statt der sonst üblichen drei für einen Sieg nach der regulären Spielzeit gibt es dafür.

Saale-Bulls-Kapitän Benjamin Thiede atmete danach tief durch: "Das war das erwartet harte Stück Arbeit." Fass Berlin hat als Farm-Team der Eisbären mit vielen jungen, hoch talentierten Spielern den Saale Bulls mindestens zwei Drittel lang
richtig eingeheizt. "Die waren richtig schnell auf den Beinen und sind wie die Verrückten in die Zweikämpfe gegangen. Da wussten wir erst einmal überhaupt keine Antwort drauf", sagte Thiede.

0:2 stand es nach dem ersten Drittel, 0:2 stand es auch noch nach dem Ende des zweiten Drittels. "Da ist der Trainer zum ersten Mal in dieser Saison richtig laut geworden. Wir haben danach eine tolle Moral gezeigt und sind immer besser ins Spiel gekommen", sagte Thiede, ersparte sich aber, die Worte wiederzugeben, die Trainer Jiri Otoupalik in der letzten Pause gewählt hatte. So viel ist sicher: Die Kabinenwände haben gewackelt.

Im letzten Drittel trafen dann Robin Sochan nach 46 Minuten und Martin Miklik zwei Minuten und 49 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. Im Penalty-Schießen trafen Sevo und Kolozvary, zwischendurch scheiterte Miklik an Fass-Torwart Phillip Lehr. Das war aber nicht weiter schlimm, weil Halles Torwart Dustin Haloschan Sieger gegen Patrick Czajka und Ilya Demidov blieb.

Quelle: mz-web.de

 

 

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