» 3 Punkte aus der Löwenhöhle- Und wie!

3 Punkte aus  der  Löwenhöhle- Und wie!

Als  sich  die  Mannschaft  der  Akademiker am  Samstag  auf den  Weg  zu den Eislöwen nach Dresden machte, musste  man sich eingestehen,  dass  die  Hoffnung dort  3 Punkte  mitzunehmen eher  gering war. Schließlich  konnte  man wiedereinmal  nur gerade  so 2 Reihen +  2 Goalies  bereitstellen. Hiermit  direkt  einen  besonderen Dank an Philipp „Frankei“  Frank, der von der  Landesliga  mit  kam und somit  überhaupt  ermöglichte  eine  spielstarke  Truppe  zusammenzustellen. Es  erinnerte  alles  stark an  das  Auswärtsspiel  in Jonsdorf, wo man  sang und klanglos  unterging. Dem war nicht  so! Es  kam  alles  anders. Die  Dresdner traten mit  einer  voll  besetzen  Mannschaft  an und konnten  drei  komplette  Reihen aufweisen, wohingegen  die  Akademiker  mit  knapp zwei  Reihen zum  Warm-Up starteten. Trainer  „Vladi“  gab die  bekannte  Marschrichtung vor- es  galt  strukturiert, defensiv  stabil  und risikofrei  zu spielen.  Und zur  Überraschung  von wahrscheinlich allen  Anwesenden setzte  die  1B genau das  um.  Man spielte  in den ersten  Minuten genau  das  Hockey,  mit  dem  man spielerisch und zahlenmäßig  überlegende  Mannschaften  schlägt.  Alle  orientierten  sich primär  nach hinten und warteten  auf Kontergelegenheiten. Und die  ergab sich dann  nach den ersten  Dresdner Angriffswellen. Felix  „Schwede“  Karlsson nutzte  eine  Unachtsamkeit  im  Dresdner  Aufbau, schnappte  sich die  Pille  und zündete  sein  Speed.  Vor dem  Tor zu  Fall  gebracht, deutete  alles  auf eine  Strafzeit  oder Penalty  hin.  Die  Scheibe  sprang  jedoch glücklich  von verfolgenden Dresdner Verteidiger  ins  eigene  Tor. Komischet  Ding- ejal- 0:1 Fass.  Höchstwahrscheinlich verdutzt  von diesem  Start,  ermöglichten  die  Dresdner durch Einfallslosigkeit im  Spielaufbau  noch mehr Chancen für die  Fassler. Der von allen erwartete  Spielverlauf kippte  und das  Momentum  war auf der Seite  der Berliner.  Beim  0:2 spielte  unsere  Lettische  Wuchtbrumme Raitis  Dembovskis  ein harten Pass  vor das  Dresdner Gehäuse, wo Paul  Konietzky  goldrichtig  steht und dort  im  zweiten  Versucht  einnetzt. Drittelpause. In der Kabine,  die  einer  Sauna  glich, lies  man dieses  Drittel  sacken. Es  wurden keine  Reden geschwungen oder motivierende  Floskeln  in den Raum  geworfen. Die  paar  Mannen von den Akademiker  wussten, dass  es  damit  sicher  nicht  getan ist.  Ich erinnere  hier  an Niesky,  wo man eine ebenfalls  überraschende  Führung noch abgab. Dies  sollte  diesmal  vermieden werden. Im  zweiten Drittel  sollte  der  Grundstein  für diesen fantastischen  Sieg gelegt  werden.  Alle  Spieler setzten  den „Matchplan“  um  und es  wurde  sich defensiv  der  A**** aufgerissen. Man spielte  wie  ein Team.  Ein gewissen  Anteil  an  den drei  Punkten  sollte  auch Goalie  Damon Bonness  haben, der  gute Torchancen  der Eislöwen  vereiteln konnte.  Eine  gute  Torwartleistung ist  jedoch ein essenzielle Zutat  um  solche  Siege  zu  erringen.  Genug des  Eigenlobes. Dresden  versuchte  alles  aber  Fass  wehrte  sich mit  allem  was  im  Kessel  war.  Zwei  Kontersituationen konnten souverän  zum  0:3 durch  Paule  „Konelle“  Konietzky  und zum  0:4 durch  Philip Golz verwandelt  werden. Die  Luft  war raus. Die  Dresdner resignierten, dass  sah man an  den gesenkten Köpfen  auf der Bank. Fass  spielte  diese  Führung souverän in  die  Pause. Es  roch nach  der Sensation. Im  dritten Drittel  hieß die  Devise:  Ergebnisverwaltung. Und so entwickelte  sich ein  Spiel,  das  für die  Zuschauer  sicherlich kein  Augenschmaus  war. Ohne  Dresdens  Leistung schmälern zu wollen, aber  ein wirkliches  Aufbäumen  war nicht  mehr zu erkennen.  Das  was  aufs  Tor kam,  war Beute  für Damon  Bonness, der seinem  2. Shootout  näher kam.  Das  0:5 war das  zweite  Tor vom  Schweden Felix Karlsson, der auf Zuspiel  vom  Raitis Dembovskis  (seine  dritte  Vorlage), einen Schlussstrich setzte. Eine  willensstarke  Akademikertruppe  entführt  also entgegen aller Erwartungen drei  Punkte  aus Dresden  und kann mit  Sicherheit  Stolz  sein auf  diese  Mannschaftsleistung. Grüße  aus  dem  leeren Bus! Prost  und zicki  zacki! Damon B. P.S. :  In Berlin um  2 Uhr Nachts!  Angekommen,  erwarteten  uns  die  Hackepeters  mit  einer Pyroeinlage!  Ganz  großes  Kino Jungs. Die  Mannschaft  weiß eure  Hingabe  zu  schätzen.

von Damon Bonnes 

 

von Thomas Reinhardt

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