» Irre Aufholjagt wurde endlich mit einem Punkt belohnt

6:7 n.P.
FASS Berlin Black Dragons Erfurt
Goalie Philipp Lücke stand oft im Mittelpunkt -Foto SteMi

Am Freitagabend erlebten die Zuschauer im Wellblechpalast ein irres Spiel der Akademiker. Ein 1:5 Rückstand wurde ausgeglichen, 13 Tore fielen, aber für den ersten Saisonsieg hat es für FASS Berlin wieder nicht gereicht, aber immerhin wurde ein gutes Spiel mit dem zweiten Saisonpunkt belohnt. 6:7 (1:4/4:1/1:1) unterlag man gegen die Black Dragons Erfurt nach spannenden 65 Minuten im Penaltyschießen.

Die angespannte Personallage führt bei FASS immer zu Umstellungen und Debüts. So auch in diesem Spiel, Goalie Philipp Lücke, letzte Saison noch Rookie of the Year der Oberliga Ost, gab seinen Saisoneinstand. Sein Gegenüber war an diesem Abend Martin Otte. Und die Akademiker begannen gut, sie hatten zu Beginn Feldvorteile. Aber was nutzt das, wenn kein Kapital daraus geschlagen werden kann. Anders die Black Dragons, sie nutzen ihre erste Torchance zum 0:1 durch Paul Klein nach sieben Minuten. 58 Sekunden später nutzte Josef Huber die zweite Chance der Gäste zum 0:2. Zwei Minuten später zog Jan Zurek einfach mal ab und es stand 0:3. Oliver Miethke, der weiterhin den erkrankten Jesse Panek an der Bande vertritt, nahm eine Auszeit und versuchte sein Team neu einzustellen. FASS fing sich zwar wieder, Erfurt ließ aber nicht viele Chancen zu. Immerhin gelang Julian van Lijden drei Minuten vor Drittelende in Überzahl das 1:3. Aber es dauerte nicht lange und Erfurt lag wieder drei vor. Nach einem Lattenschuss nutzte Marcel Weise die Verwirrung vor dem Tor und traf zum 1:4 (18.).

Und Erfurt erwischte auch im zweite Drittel den besseren Start. 75 Sekunden waren gespielt, da durfte Josef Huber ungehindert auf 1:5 erhöhen. Immerhin funktionierte das Powerplay bei FASS ganz gut, Maximilian Adam konnte nach 25 Minuten bei doppelter Überzahl auf 2:5 verkürzen. Die Gastgeber kämpften aber weiter und hatten durchaus gute Möglichkeiten. Und der Einsatz wurde belohnt. Julian van Lijnden (31.) und 50 Sekunden später Christian Leers machten es mit ihren Toren wieder richtig spannend. Es folgte ein offener Schlagabtausch, mit sehr guten Chancen auf beiden Seiten. Julian van Lijnden gelang 96 Sekunden vor der Pause mit seinem dritten Treffer in dieser Partie der längst verdiente Ausgleich, auch der wieder in Überzahl.

Und mit weiteren Chancen auf beiden Seiten ging es im letzten Drittel weiter. Dann der Glücksmoment für FASS, Lars Schiller beweist eine gute Übersicht und schießt den Puck von der blauen Linie zum 6:5 ins Tor (44.). Die erste Führung also für die Akademiker. Oder auch endlich mal Spiel gedreht. Aber würde das reichen? Sechs Minuten später wurde es brenzlig für FASS, denn das Team kassierte zwei Strafen innerhalb kürzester Zeit. Diese Chance ließ sich Erfurt nicht entgehen und glich durch Paul Klein aus (50.). Es blieb weiterhin ein offener Schlagabtausch, aber beide Teams konnten ihre teils guten Chancen nicht nutzen. So blieb es beim 6:6 nach 60 Minuten.

Die Verlängerung blieb torlos und so ging es ins Penaltyschießen. Hier konnte lediglich Erfurts Kapitän Christian Grosch seinen Penalty verwandeln.

Bereits am Sonntag kann FASS die nächsten Punkte holen, denn beim Heimspiel gegen den Hamburger SV ist man keinesfalls chancenlos. Gespielt wird ab 13:30 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion und im Anschluss an diese Partie folgt die Weihnachtsfeier der Akademiker mit vielen Aktionen auf und neben dem Eis. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

Schiedsrichter: E. Posacki - F. Möller, M. Rojko

Strafen: FASS 6 (0/2/4) - Erfurt 10 (2/8/0)

Tore:

0:1 (06:27) P. Klein (J. Zurek, Ch. Grosch); 0:2 (07:26) J. Huber (F. Schumann, O. Kämmerer); 0:3 (08:51) J. Zurek (M. Dimitrovici, R. Nemecek); 1:3 (16:12) J. v. Lijden (P. Czajka, Ch. Scholz) PP1; 1:4 (17:55) M. Weise (D. Wiesnet);

1:5 (21:15) J. Huber (O. Otte, H. Ulitschka); 2:5 (25:29) M. Adam (D. Volynec, R. Warttig) PP2; 3:5 (30:03) J. v. Lijnden (L. Spitzner); 4:5 (31:15) Ch. Leers (Ch. Steinbach, J. Ludwig); 5:5 (38:24) J. v. Lijnden (P. Czajka, F. Patrzek) PP1;

6:5 (43:55) L. Schiller (D. Simon); 6:6 (49:28) P. Klein (J. Zurek, R. Nemacek) PP2;

6:7 (65:00) Ch. Grosch PS

Bericht: Norbert Stramm

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