» „Jahrhundertspiel“ EVF-Uhus gegen FASS e.V. Berlin

Die Uhus auf dem Eis

Unter dem Motto „Motivation zum lebenslangen Sporttreiben“ bei „Sport-Spiel-Spannung“ trafen sich am Wochenende die „Uhus“ (Unter-Hundert-Jährigen) aus Berlin und Fürstenfeldbruck im Januar zum „Jahrhundertspiel“ im Eisstadion zu Fürstenfeldbruck.

Im Winter 1968 gab es erstmals im Eisstadion Wedding in Berlin Eishockey-Lehrgänge für die Studenten der Technischen Universität Berlin. Der Grund war ein Forschungsvorhaben „Sensomotorik“ , für das der Initiator Klaus Zieglmeier als Wissenschaftler am IfL der TU-Berlin eine Stelle angetreten hatte. Anfang der 70er Jahre entwickelte sich daraus die Eishockeyabteilung des FASS eV., heute der älteste Eishockeyclub in Norddeutschland. Zum Jubiläum dieses Clubs waren die Brucker einer Einladung nach Berlin gefolgt und heuer gelang das Rückspiel zum 50 jährigen Gründungsfest. Beeindruckend die Fitness der „Cracks“, die im siebten und
achten Lebensjahrzehnt stehen!

Die Gründe, warum es in diesem Alter noch möglich ist, einer solchen Sportart aktiv zu huldigen, sind schnell erklärt:
Zum einen ist das Gleiten auf dem Eis wenig belastend für die unteren Extremitäten, dann verhindert die gute Polsterung durch die Ausrüstung Verletzungen. Body-Checks sowie scharfe Schlagschüsse gibt es schon altersbedingt nicht mehr. Darum sind die Uhus den ganzen Winter meist zweimal die Woche aktiv und leisten einen wesentlichen Beitrag zur eigenen Fitness. Gleichzeitig fungieren sie auch als Vorbilder für sinnvolles, lebenslanges Sporttreiben, die gem. Jahreszeit und Gelegenheit auch noch in anderen Sportarten aktiv sind.
Obwohl beim Aufeinandertreffen mit sinnvollem Ehrgeiz gefighted wurde, war das Ergebnis zweitrangig. Deshalb wurde auch auf Schiedsrichter verzichtet, denn wenn wahrer Sport und echte Fairness im Vordergrund stehen, läuft das Spiel auch ohne Fremdleitung problemlos.

Nach dem Spiel, am Stammtisch, gab es dann neben den lustigen Nachbetrachtungen noch eine Reihe anderer Themen, denn die emeritierten Professoren und teilweise noch tätigen Doktoren hatten sich viel zu erzählen. Ungläubiges Staunen und Kopfschütteln rief allerdings die nicht zu übersehende Tatsache hervor, dass der Eissport in Bruck, mit einer derartigen Vorzeige-Tradition behaftet, noch in einer Freiluftarena spielen und ums sportliche Überleben kämpfen muss.

von FASS Berlin

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