» Keine Punkte gegen die Spitzenteams

4:10
FASS Berlin Herner EV
Fotograf: Julia LEC Fotografie Leipzig
 

Zwei Spiele gegen zwei Teams aus der Oberliga Nord Spitzengruppe hatten die Akademiker an diesem Wochenende zu absolvieren. Beide Spiele gingen mehr oder weniger deutlich verloren. Gegen die Icefighters Leipzig gab es am Freitag in Taucha ein klares 0:7 und am Samstag gegen den Herner EV im heimischen Sportforum ein 4:10.

Blickt man auf die nackten Zahlen, verliefen beide Spiele nahezu gleich. In beiden ersten Dritteln geriet man früh in Rückstand, im Mittelabschnitt konnte man zumindest mitspielen und im Schlussabschnitt spielte man nahezu in Normalform und konnte dem Gegner Paroli bieten. Aber beide Spiele waren doch völlig unterschiedlicher Natur.

Am Freitag legten die Leipziger von Spielbeginn an los wie die Feuerwehr. Die ersten Minuten kam man kaum aus den eigenen Drittel raus. Erst zum Ende des ersten Drittels kam man zu einigen Torchancen. Im Mittelabschnitt entwickelte sich eine offene Partie, in der der Leipzigs Goalie Erik Reukauf der Turm in der Schlacht war. Leider kassierten die Akademiker gleich zwei weitere Gegentore in Unterzahl. Ex-Akademiker Hannes Albrecht machte das halbe Dutzend voll. Im Schlußabschnitt waren die Akademiker am Drücker, aber immer wieder rettete Erik Reukauf „seinen Shoutout“. Brad Snatsinger setzte dann kurz vor Spielende mit dem 7:0 den Schlusspunkt. Trotz der deutlichen Niederlage konnte FASS Coach Oliver Miethke zumindest mit dem Schlußabschnitt, in dem Goalie Christian Krüger nach seiner zweijährigen Pause sein Comeback im Team feierte, zufrieden sein.

Bereits 21 Stunden später ging es für die Akademiker im Sportforum gegen den Herner EV wieder gegen ein Spitzenteam um die so wichtigen Punkte. Und auch die Herner legten los wie die berühmte Feuerwehr. Nach 183 Sekunden stand es bereits 2:0 für die Gäste. In der 9. Minute verpasste Ryan Warttig im Zweikampf mit Ex-Akademiker Thomas Dreischer die Scheibe, traf ihn dabei aber unabsichtlich mit seinem Schläger an der Lippe und verpasste ihm eine Platzwunde. Hauptschiedsrichter Metzkow, hatte gar keine andere Möglichkeit und sprach die fällige Spieldauerstrafe aus. Die 5minütige Unterzahl verlief aus Sicht der Akademiker noch glimpflich, waren doch die Herner nur zweimal erfolgreich. FASS-Goalie Ole Swolensky musste danach aber noch einmal hinter sich greifen und es ging mit einem 0:5 in die erste Pause.

Im Mitteldrittel kamen die Berliner besser ins Spiel, aber die Leistung reichte nicht, um den Hernern gefährlich zu werden. Immer wieder gab es haarsträubende Fehler, die die Gäste immer wieder zu gefährlichen Chancen nutzten. Dazu ließ man sich immer wieder auf die Provokation der Herner ein und kassierte völlig unnötige Strafzeiten, die zu drei weiteren Überzahltreffern der Gäste führten. Mit einem 2:9 ging es schließlich in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt ging es nur noch darum, ein Debakel zu vermeiden. Es gelang, denn man konnte die letzten 20 Minuten mit 2:1 für sich gestalten, so dass am Ende ein 4:10 auf der Anzeigetafel stand.

FASS Coach Oliver Miethke zum Wochenende: „Wir kommen gegen die starken Mannschaften wie Leipzig oder heute Herne schwer ins Spiel und machen zu viele unnötige Strafzeiten. Ehe wir uns besinnen, liegen wir meist schnell mit einigem Tore hinten. Das sind aber Situationen, die wir zukünftig kontrollieren und in den Griff kriegen können. Sicherlich gibt es auch Änderungen im Spielsystem, wir haben hier noch keine nötige Sicherheit gefunden.“

Nun heisst es die Woche zu nutzen und am kommenden Sonntag gegen Wohnbau Essen eine bessere Partie abzuliefern.

 

von Fass Berlin

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