» Miniaufgebot liefert 2 Drittel großartiges Spiel, verliert aber am Ende 2:9

9:2
Black Dragons Erfurt FASS Berlin

Am vorletzten Wochenende konnten die Akademiker zwar endlich wieder Punkte auf ihrer Habenseite verbuchen, aber die Niederlagen im Penaltyschießen nahmen letztlich auch den größten Optimisten die letzte Hoffnung, vielleicht doch noch einmal in den Kampf um Platz 4 einzugreifen.

So waren die Voraussetzungen für das Spiel in Erfurt nicht die Besten. Die Doppellizenzspieler fuhren mit der DNL nach Regensburg, um dort Punkte für die PlayOffs zu sichern. Darüber hinaus fehlten neben dem langzeitverletzten Christopher Scholz, Patrick Neugebauer (verletzt), Benjamin Grunwald (krank), Christian Gries (Arbeit), Roberts Licitis und Thomas Leibrandt. So kamen Aaron Wagner (DNL) und Lucas Joecks (FASS 1b) zu ihrem Oberligadebut. Die Akademiker lieferten über weite Strecken ein großartiges Spiel und mussten nach dem Spiel noch feststellen, dass sie „beklaut“ wurden. In einem unbeobachteten Augenblick kurz vor Spielende hatte sich jemand aus der Materialkiste bedient. Sämtliches Tape und das Ersatztrikot mit der Nummer 95 fehlten.

Erfurt hatte nach der Freitagniederlage  in Schönheide vor eigenem Publikum einiges gut zumachen. So begannen die Thüringer wie die Feuerwehr und spielten von Anfang an druckvoll auf das Berliner Tor. Aber nach dem 1:0 in der 6. Minute kamen die Weddinger besser ins Spiel und erarbeiteten sich die ersten Torchancen. Das erste Überzahlspiel in der 13 Minute brachte den Ausgleich. Max Janke konnte im Nachschuss den Puck im Tor versenken. Dann war wieder Erfurt am Drücker und sie benötigten genau 90 Sekunden um das 2:1 zu erzielen. Grosch konnte sich an der Bande hinter dem Tor durchsetzen und passte zum im Slot freistehenden Zurek. Aber die Akademiker hielten weiter dagegen und nutzen ihre zweite Überzahl 28 Sekunden vor Drittelende zum erneuten Ausgleich. Auch Verteidiger Alexander Erl traf im Nachschuss.

Mit Beginn des zweiten Drittels hatten erst einmal die Schiedsrichter ihren in Erfurt fast schon traditionellen Auftritt. Erst bekam FASS eine 2 Minutenstrafe weil sie zu lange brauchten, um die etwas längere Strecke zwischen Kabine und Eisfläche zu bewältigen. Noch in Unterzahl traf Alexander Erl den Erfurter Segerie unglücklich mit dem Schläger. Nach gefüllt 5 Minuten Diskussion unter Schiedsrichtern entschied man sich für 2+2 wegen „Hohem Stock mit Verletzungsfolge“. Eine Verletzung war nicht zu erkennen und Segerie wollte auch zum anschließenden Bully antreten, wurde aber von den Schiedsrichtern an „die Verletzung erinnert“ und zurück auf die Bank geschickt. 12 Sekunden später fiel bei 3:5 das 3:2 und der Nordamerikaner durfte beim anschließenden Bully wieder mitwirken. Ab der 25. Minute begann der stärkste Spielabschnitt der Akademiker. Sie erarbeiteten sich eine  Fülle von hochkarätigen Chancen mit denen das Spiel hätte gedreht werden können. Nico Jentzsch, noch in Unterzahl, und Patrick Czajka tauchten allein vor dem Erfurter Tor auf, Alexander Erl setzte sich gegen drei Erfurter durch, konnte die Scheibe aber nicht im Tor unterbringen. Dann lief Dave Simon allein aufs Erfurter Tor, anschließend musste Erfurts Torwart mit viel Glück und Dusel retten, als die Berliner 3 auf 1 liefen und letztendlich hielt Gimpel den Schuss von Lucas Joecks. Es war zum Haareraufen. Nachdem Philipp Lücke zwei Mal  Erfurter Großchancen zunichte machte, fiel dann 20 Sekunden vor Drittelende das vorentscheidende 4:2.

Das letzte Drittel ist schnell erzählt. 12 Feldspieler mussten dem hohen Tempo von 4 Erfurter Blöcken zunehmend Tribut zollen. Zwei Drittel lang hatten die Weddinger ein Spiel auf Augenhöhe abgeliefert, jetzt ließ man vor allem in der Konzentration nach und hatte in den entscheidenden Situationen das Nachsehen. Am Ende stand ein 9:2 auf der Anzeigetafel; ein Ergebnis, dass das lange offene Spiel nicht widerspiegelt.

Nun heißt die letzten Spiele zu nutzen, um sich auf die am 23.01.15 startende Pokalrunde mit dem Westen vorzubereiten. Dann streiten die letzten beiden Mannschaften der Oberliga Ost mit den letzten Vier der Oberliga West um den „West/Ost Pokal“. Vorher aber heißt es am 2.Januar um 19:30 im Erika Heß Eisstadion gegen die Icefighters aus Leipzig zu bestehen.

Die Mannschaft wünscht allen Fans und Unterstützern ein „Frohes Weihnachtsfest“ und ein „Gesundes Neues Jahr“.

 

 

 

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