» Nach Autobahnchaos noch ein Punkt aus Erfurt entführt

4:3 n.P.
Black Dragons Erfurt FASS Berlin

Als die Akademiker um 13:30 Uhr ihren Bus zum Auswärtsspiel nach Erfurt betraten, hatte niemand mit einer so langen Auswärtsfahrt gerechnet. Nach einem Verkehrschaos in Berlin, einem Stau auf der Avus, der bereits am Funkturm begann, mehrere Staus auf der A9 mit einer Totalsperrung war man dann pünktlich zum Spielbeginn in der Erfurter Kartoffelhalle. Schnelles Umziehen und kurzes Warmmachen war angesagt. Den besseren Start in erste Drittel hatten trotz Anreisestress die Berliner.

Es ging gleich los wie sprichwörtlich bei der Feuerwehr. Die Erfurter kamen kaum hinterher und wirkten aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs verunsichert. So war es nicht verwunderlich, als nach fünf Minuten Kabitzky einen schönen Pass von Jonas Schlenker direkt ins links Eck zur Berliner Führung einnetzte. Was folgte war ein schnelles Spiel mit einer Großzahl Chancen auf beiden Seiten. Weitere Tore fielen aber dank sehr guter Torwartleistungen beider Goalies im ersten Drittel nicht mehr.

Im zweiten Drittel dann das gleiche Bild. Die Akademiker kurbelten ihr schnelles Spiel an und die Dragons stemmten sich dagegen. Zwischen der 29. und 38. Minute begann dann die Phase des Spiels in der die Erfurter ein Übergewicht bekamen. Es hagelte Strafen gegen die Berliner. Selbst unter Erfurter Fans brach bei einigen Strafzeiten das Gelächter aus. In der 36. Minute war dann aber auch Justin Schrörs geschlagen. Erfurt zog sein gefürchtetes Powerplayspiel auf und Sebastian Hofmann traf zum vielumjubelten 1:1 Ausgleich. Aufgrund der Vielzahl von Erfurter Torchancen, die fast die Hälfte des zweiten Drittels in Überzahl agieren durften, war der Zwischenstand auch gerecht. Pech für die Akademiker kam noch hinzu, dass auch noch Chris Scholz aufgrund seiner starken Erkältung nach dem zweiten Drittel aufgeben musste.

Im Schlussdrittel wollten beide Mannschaften den Sieg erzwingen. Den besseren Start im Schlussdrittel hatten die Black Dragons. Direkt mit dem ersten Angriff fiel das 2:1. Einen Schuss von Marak konnte Schrörs noch abwehren, aber die Scheibe blieb kurz vor der Linie liegen. Bevor sich der Goalie die Scheibe schnappen konnte, hechtete Oliver Otte nach vorn und gab in bester Billardmanier dem Puck den nötigen Stoß. Die Erfurter Führung glich in der 48. Minute nach einem wunderschönen Konter Alex Trivellato aus. In dem nun folgenden offenen Schlagabtausch konnte in der 53. Minute Fabio Patrzek dann mit dem 2:3 erneut die Akademiker in Führung bringen. Erfurt gab nicht auf und in der 55. Minute erzielte Robert Vavroch den vielumjubelten 3:3 Ausgleichtreffer. Overtime hieß es nun.

Auch dort das gleiche Bild. Torchancen auf beiden Seiten, Tor aber Fehlanzeige – so musste also das Penaltyschießen entscheiden. Doch während die beiden Erfurter Vavroch und Grosch die Nerven behielten, scheiterten Henry Haase und Christoph Kabitzky am stark haltenden Erfurter Goalie Martin Otte. Patrick Czajkas Treffer war an diesem Abend leider zu wenig.

Es zeigte sich in dieser Partie, dass Coach Chris Lee mit seiner Aussage, dass die Erfurter zu unrecht im Tabellenkeller stehen, völlig recht hatte. Im Moment kann in der Oberliga Ost noch jeder jeden schlagen und der 2. Tabellenplatz nach Favorit Halle scheint für alle erreichbar.

Hoffen wir, dass einige der erkrankten Spieler am Sonntag die Reise nach Chemnitz mit antreten können, damit auch gegen die mit Spielern aus Dresden verstärkten Wild Boys gepunktet werden kann

 

Spielstatistik

 


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