» Nach Chemnitz ist vor Chemnitz - Zweites Duell am Sonntag im Welli

Foto: Christian Ulbrich

Es macht derzeit Spaß, den Akademikern beim Eishockey zuzuschauen. Nach sechs Spielen stehen die Berliner auf dem 2. Tabellenplatz. Die MEC Halle Saale Bulls ins Straucheln gebracht und als bisher einziges Team dem Meisterschaftsfavoriten dabei einen Punkt abgenommen. Beim Road Trip in Erfurt erst im Penaltyschiessen verloren, dafür aber beim zweiten Auswärtsspiel in Chemnitz einen deutlichen 5:2 Erfolg eingefahren. Nun ist bei den Akademikern erstmals Warten angesagt. An diesem Wochenende steht nur ein Spiel auf dem Spielplan, d.h. am Freitag sind die Berliner spielfrei, um dann am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr die Wild Boys aus Chemnitz zum Rückspiel im heimischen Wellblechpalast zu erwarten.

Mit den Wild Boys Chemnitz bekommen die Akademiker einen Gegner, der in der laufenden Saison schwerer einzuschätzen ist als es noch in der letzten Saison. Nach großen finanziellen Problemen wurde der Kader gewaltig umgekrempelt. Namhafte Spieler wie Roman Kondelik, Ales Dvorak, Jörg Pohling, Eric Haiduk, Felix Schümann, Roman Wunderlich, Kevin Geier, Karl Neubert, Michael und Keven Frank, Patrick Fücker und Klemens Kohlstrunk verließen die Wild Boys, viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs rückten ins erste Glied. Um überhaupt eine oberligataugliche Mannschaft auf die Beine zu stellen, wurde mit dem Zweitligisten aus Dresden eine Kooperation eingegangen. Um Spielpraxis zu sammeln, schicken die Dresdener dem neuen Partner bis zu 7 Förderlizenzspieler in die Eishalle am Küchwald. Die Verantwortlichen in Chemnitz machen keinen Hehl daraus, dass das Saisonziel nicht mehr, wie noch in der letzten Saison Platz 2 heißen kann.

Nach den ersten fünf Partien belegen die Wild Boys mit fünf Punkten auf der Habenseite den sechsten Tabellenplatz. Das Team präsentiert sich bisher als Wundertüte. Siegen in Leipzig und gegen Erfurt steht eine 3:9 „Klatsche“ in Jonsdorf gegenüber. Sind die „Fölis“ dabei, können die Chemnitzer in der Liga jedes Team schlagen. Kann der Kooperationspartner aufgrund des Spielplans keine „Fölis“ schicken, haben die Wild Boys Schwierigkeiten drei schlagkräftige Reihen aufzubieten. Am Sonntag spielt der Kooperationspartner Dresden gegen Kaufbeuren, zusätzlich spielen die Chemnitzer auch noch am Freitag zuhause gegen den ECC Preussen. Die Eisbären sind am Sonntag spielfrei, die Akademiker können also aus dem Vollen schöpfen. Entsprechend sollten die Akademiker am Sonntag als klarer Favorit in das Spiel gehen. Aber jeder der sich im Eishockey auskennt, weiß, zu welchen Leistungen vermeintliche Rumpfteams fähig sind.

Am Sonntag können  wieder Karten für das Derby am 11.11.2012 gegen den ECC Preussen für 5,00 Euro im Vorverkauf erworben werden. Der Kauf lohnt sich, da an der Abendkasse der normale Verkaufspreis 7,00 Euro beträgt.

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