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Perfekter Start ins neue Jahr

 

Knapp 100 Zuschauer fanden sich im Erika-Hess-Eisstadion zum ersten Berliner Derby der Regionalliga Ost im neuen Jahr ein. Und die bekamen im Duell der Tabellennachbarn mit dem 7:2 (3:1 3:1 1:0) des F.A.S.S. über den ESC 07 Berlin ein in der Höhe sicherlich so nicht erwartetes, aber völlig verdientes Ergebnis geliefert.

 

Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung antreten; im Tor des „Clubs“ begann Sven Spanrad, bei FASS erhielt Damon Bonness den Vorzug vor Marco Eis.

 

Es war von Beginn an ein typisch nervöses, offenes und von Körpereinsatz geprägtes Derby, in dem der Club den besseren Start erwischte und auch durch Peter Gräber in Führung ging (7.). Das war aber kein Schock für das Team von Oliver Miethke, sondern eher ein Weckruf, was noch durch individuelle Fehler des Clubs begünstigt wurde. Dem 1:1 durch Marvin Miethke nach knapp acht Minuten ging ebenso ein solcher voraus, wie dem 2:1 durch Jörn Kugler exakt 120 Sekunden später. Auch dem 3:1 von Phillip Richter nach knapp 14 Minuten ging ein Fehler in der Club-Abwehr voraus, den die Hausherren natürlich dankbar annahmen. Beide Goalies hatten zwar noch einige Arbeit zu leisten, aber Tore fielen bis zur ersten Pause keine mehr.

 

Der ESC wollte natürlich im zweiten Drittel den Anschluss erzielen, brachte sich aber durch allzu großen Offensivdrang selbst in Gefahr. Denn wenn man nach vorne rennt, muss man auch nach hinten arbeiten, was aber zu oft vernachlässigt wurde und natürlich Möglichkeiten für die Hausherren ergab. Benjamin Salzmann (26.), Alexander Bangert (28.) und Jörn Kugler (36./in Unterzahl) nutzten diese Chancen, ehe Andrè Petters in der 37. Minute der „Anschlusstreffer“ gelang. Überhaupt zeigte sich der Club anfällig für schnelles Spiel, was FASS immer wieder über Lucien Aicher und Jörn Kugler sowie die jungen Leute wie Marvin Miethke, Paul Lüttcher oder Maxim von Helden ausnutzte und die Abwehr um Sven Spanrad immer wieder in Schwierigkeiten brachte. Damon Bonness musste zwar auch mehrfach eingreifen, wurde aber doch deutlich mehr von seinen Vorderleuten unterstützt, so dass dieser Spielstand nach dem zweiten Drittel völlig in Ordnung ging.

 

Dem letzten Drittel merkte man dann an, dass der „Drops gelutscht“ war. Es gab zwar noch so einige gute Möglichkeiten auf beiden Seiten und bei FASS einen vergebenen Penalty (52.), aber mit dem 7:2 durch Maxim von Helden in der 48. Minute stand das Endergebnis in einem Spiel, dass dem Club sicherlich keine Freude gemacht hat, fest. Bei FASS hingegen war es mit dem Derbysieg ein perfekter Start ins neue Jahr, der auch hinsichtlich der Chancenverwertung in die Kategorie „sehr ordentlich“ einzuordnen ist. Auch die Fairness auf beiden Seiten muss man mit dem Begriff „Derby“ abhaken; die im letzten Drittel aufkeimenden Nickligkeiten auf beiden Seiten hielten sich mit 16 und 20 Strafminuten in Grenzen. Lediglich Ex-FASS-Oberliga-Verteidiger Andrè Berger musste etwas früher vom Eis, da er zu lautstark bei Schiedsrichter Matthias Möhring protestiert hatte. Und die Begriffe „lautstark protestieren“ und „Schiedsrichter“ ergeben nicht nur bei Matthias Möhring die Bewegung mit beiden Händen zur Hüfte.

 

Schiedsrichter: Möhring, Posacki

 

Strafen: FASS 16 (2/4/12) – ESC 07 20 + 10 (Berger/Disz.) (6/6/18)

 

Tore:

 

0:1 (06:13) Gräber (Beringschmidt, M. Müller), 1:1 (07:56) Miethke (Konietzky, Salzmann), 2:1 (10:56) Kugler, 3:1 (13:48) Richter (Koch)

 

4:1 (25:27) Salzmann (Retzlaff), 5:1 (27:50) Bangert (Kugler), 6:1 (35:17) Kugler (Aicher) UZ1, 6:2 (36:48) Petters (Werner, Grundmann)

 

7:2 (47:02) v. Helden (Miethke, Salzmann)

von Thomas Reinhardt

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