» 3:2 Sieg in Schönheide - Akademiker stehen im Finale

2:3 n.V.
EHV Schönheide 09 FASS Berlin
Foto: Frank Noske

Sonntagabend fand das vierte Spiel der Halbfinal-Serie zwischen den Akademikern und dem Pokalverteidiger, den Schönheider Wölfen im Schönheider Wolfsbau statt. Wieder mit dabei ein Fanbus aus Berlin. Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Schönheide brauchte einen Sieg um sich ins fünfte Spiel zu retten, FASS konnte mit einem Sieg die Serie bereits beenden und ins Finale einziehen. Dass das nicht einfach werden sollte war klar, zu knapp waren alle Spiele der Serie. Coach Chris Lee hatte den verletzungsbedingten Ausfall von Fabio Patrzek zu verkraften. Dafür standen John Koslowski und Christoph Kabitzky im Kader. Für „Kaba“ kam der Einsatz am Samstag in der DNL allerdings zu früh. Sein Fuß war über Nacht wieder angeschwollen und schmerzte. Er versuchte zwar aufzulaufen, aber das Warmmachen beendete er bereits nach 5 Minuten. Davon unbeeindruckt ging das eingeschworene Team in die Partie.

Die Zuschauer sahen im ersten Spielabschnitt zwei Mannschaften, die anfangs etwas nervös agierten. Dabei kamen die Akademiker besser in die Partie und waren die spielbestimmende Mannschaft. Die Abwehr um Ilya Demidov leistete Schwerstarbeit um einen Torerfolg in der Anfangsphase für die Gastgeber zu verhindern. Nachdem der FASS diese Phase überwunden hatte, kam die Mannschaft immer besser in das Spiel, die Aktionen wurden gradliniger und druckvoller. Kapitän Patrick Czajka konnte auch gleich die erste zwingende Torchance zur 0:1 Führung nutzen. Danach spielten eigentlich fast nur noch die Akademiker, allerdings konnten die daraus resultierenden Torchancen nicht genutzt werden, so dass das erste Drittel eigentlich mit einer 0:1 Führung hätte enden müssen, wäre da nicht die schwache Leitung der beiden Hauptschiedsrichter gewesen. Nur der Besonnenheit der FASS-Mannschaft ist es zu verdanken, dass keine Skandalpartie entstanden ist. Wie es einem Schiedsrichter nicht peinlich sein kann, seine Bevorzugung einer Mannschaft in den ersten beiden Dritteln so öffentlich zu zeigen und die Gesundheit der Spieler zu riskieren ist mit Worten kaum zu beschreiben. Großzügig könnte man wohlwollend meinen, ließen die Schiedsrichter das Spiel „laufen“. Zweimal wurden Akademiker per Stock-Check in den Rücken gefällt, einmal per Hohen Stock am Kopf verletzt und einmal per Check-von-Hinten mit dem Kopf voran in die Bande gecheckt, sodass der Spieler auf dem Eis behandelt werden musste. Es wurde keine einzige Zwei-Minuten-Strafe ausgesprochen. Nach so einer Aktion, als FASS-Stürmer Christian-Alexander Leers auf dem Eis liegen blieb, nutzten die Wölfe die Unfähigkeit der Schiedsrichter kurz vor der ersten Pause zum Sturmlauf auf das Berliner Tor und netzten unbedrängt zum 1:1 Ausgleich ein.

Im Mittelabschnitt waren anfangs erneut die Berliner das klar dominierende Team. Bereits in der 4. Minute konnte der wieder überragende Alex Trivellato zur erneuten FASS-Führung einnetzen. Dann begann die große Abendshow der 3 Männer in „Schwarz-Weiß“. Von der 25. Minute bis zur 38. Minute mussten die Akademiker in Unterzahl agieren. Strafen für Schönheide bis dahin Fehlanzeige. Der Knaller passierte kurz vor Drittelende, nachdem die Akademiker zur verdienten 1:3 Führung getroffen hatten. Nun meldete sich der Linienrichter zu Wort, das Tor sollte mit „6 Mann“ erzielt worden sein. Komisch, dass die beiden wechselnde Spieler sich direkt vor der Bande befanden als der Puck im Tor einschlug. Jeder blamiert sich, so gut er es kann. Eine Strafzeit kassierten dann die Wölfe das erste Mal. Nach einem Haken ließ sich der Berliner in Wölfe-Manier theatralisch aufs Eis fallen und sofort schoss der Arm des Schiedsrichters nach oben. Schade, dass man zu so unsportlichen Mitteln greifen muss, damit sich der Referee an seine „Bibel“, dem Regelbuch hält. Ach ja, Eishockey wurde ja auch noch gespielt. Schönheides „Bad-Boy“ Petr Kukla, glich in der 29. Minute zum 2:2 aus. Mit diesem Zwischenstand gingen beide Mannschaften in die Kabine zur Pause.

Im letzten Drittel hielt sich das Schiedsrichtergespann zurück und 435 Zuschauer, darunter etwa 30 FASS Fans, sahen ein hochklassiges und temporeiches Drittel, „Play off Eishockey“ pur. Die Akademiker, über weite Strecken nur mit 2 Angriffsreihen operierend, hatten den weiteren Spielverlauf gut im Griff, das Spiel wogte zeitweise hin und her. Tore fielen allerdings nicht mehr, sodass es erneut in die Verlängerung ging. Hier drehten die Berliner noch mal mächtig auf, Schönheide kam kaum noch zum Kontern und versuchte sich ins Penaltyschießen zu retten. Zeitweise wirkte das Spiel der Akademiker wie Überzahl. 40 Sekunden vor Ende der Verlängerung schlug dann Christian-Alexander Leers mit dem Siegtreffer zu. Damit wurde der Einsatz und die Besonnenheit der Akademiker belohnt. Ein glücklicher, aber überaus verdienter Sieg der Berliner, die von ihren mitgereisten Fans frenetisch gefeiert wurden. Als Fazit lässt sich festhalten. Die Zuschauer sahen 4 gute bis hochklassige und spannende Play off Spiele, die auch in der Zukunft für den neuen Pokalmodus sprechen. Es war Werbung für das Oberligaeishockey. Dafür sei beiden Mannschaften noch einmal gedankt.

 

Damit hat die Mannschaft des FASS Berlin das Ziel Finaleinzug erreicht und trifft am Freitag, 22. März um 19:30 Uhr im Wellblechpalast auf den Sieger aus dem 5. Spiel Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky.

Die Finaltermine im Überblick:

Spiel 1 Fr. 22.03.2013 19:30 Uhr FASS Berlin – Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky

Spiel 2 So. 24.03.2013 ?  Uhr Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky – FASS Berlin

Spiel 3 Do. 28.03.2013 19:30 Uhr FASS Berlin – Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky

Wenn notwendig:

Spiel 4 Sa. 30.03.2013 ? Uhr Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky – FASS Berlin

Spiel 5 Mo.  01.04.2013 19:30 Uhr FASS Berlin – Jonsdorfer Falken vs. Tornado Niesky

Spielstatistik

 

 

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