» Routine und Cleverness schlägt Unerfahrenheit

8:2
EHV Schönheide 09 FASS Berlin

Alle waren sich vor dem Wochenende einig, dass die Akademiker mit den Spielen gegen die IceFighters Leipzig und den EHV Schönheide zwei schwere Spiele vor der Brust hatten. Dass da nicht unbedingt Punktgewinne zu erwarten waren, war auch zu erwarten, aber dass man doch so klar verliert hätte, man nicht gedacht.

Vorweg muss man sagen, dass es doch etwas enttäuschend war, dass die Mannen um Head Coach Rumid Masche es nicht schafften eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten in jeweils beiden Spielen zu absolvieren.
In den ersten 40 Minuten konnte man eine durchaus ordentliche Leistung der Akademiker gegen den Meister der Oberliga Ost sehen. So kamen die Akademiker zu Toren durch Yannick Böckmann in der 8. Minute zum 1-0, Dave Simon erzielte den 2-3 Anschlusstreffer in der 26. Minute und Johannes Ehemann nach schöner Vorarbeit von Christian Leers in der 34. Minute den 3-4 Anschlusstreffer. Die Akademiker konnten das Spiel zu dem Zeitpunkt so lange offen gestalten, dass der Gästetrainer Mannixx Wolf sich gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. In die zweite Drittelpause ging man so mit einem 2-4 Rückstand. Im letzten Drittel wurden alle Eishockeytugenden vergessen und das Eishockeyspielen wurde fast eingestellt. Kein Körperspiel und kaum Passspiel. Und so etwas nutzt eine Profimannschaft wie die Icefighters Leipzig gnadenlos aus. Im letzten Drittel hoffnungslos unterlegen war der Endstand von 3-11 die folgerichtige Quittung.

Am Sonntag musste man neben dem erkrankten Patrick Czajka auch auf die am Freitag verletzten Fabio Patrzek und Johannes Ehemann verzichten.
Damit spielte in Schönheide die womöglich jüngste Mannschaft aller Zeiten mit einem Durchschnittsalter unter 20 Jahren. (Nur Alexander Hedderich könnte uns einen widerlegen).
Wir mussten in Schönheide die Erfahrung machen, die schon viele Mannschaften vor der aktuellen im Wolfsbau erleben mussten. Wer von Anfang an nicht bereit ist, der hat so gut wie keine Chance da zu gewinnen.
Schönheide legte los wie die Feuerwehr und führte nach 10 Minuten bereits mit 3-0. Dies war auch gleichzeitig das Arbeitsende von Dominik Gräubig. Danach kamen die Akademiker besser ins Spiel und konnten in Person von Dave Simon auf 1-3 in der 20. Minute verkürzen. Im zweiten Drittel nahm sich die Mannschaft die "obligatorische Auszeit" und konsequenterweise hieß der Pausenstand 8-1.
Nach einer Kabinenpredig in der Pause wurde das letzte Drittel konzentriert und diszipliert angegangen, so dass ein zweistelliges Ergebnis wie bereits am Freitag verhindert werden konnte und es erneut Dave Simon vorbehalten war auf 2-8 zu verkürzen.

Fazit des Wochenendes ist, dass man sich weder kleine noch größere Auszeiten in der Oberliga Ost leisten kann. Weder gedanklich oder konditionsmäßig. Wenn die Leistung aus dem letzten Drittel von Schönheide mit in die nächsten Spiele genommen werden kann, wie z.B. am Freitag, 09.01.2015 um 19:30 Uhr vs. ELV Tornardo Niesky im Erika-Hess-Eisstadion, sollte der ein oder andere Punktgewinn möglich sein. Auch im Hinblick auf die Pokalrunde wäre ein Erfolgserlebnis für das Selbstbewusstsein durchaus wünschenswert.

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