» Sieg auch im zweiten Derby des Wochenendes

Sieg auch im zweiten Derby des Wochenendes

 

Regio behält gegen den ECC mit 6:4 (2:0 1:2 3:2) die Oberhand – Endgültige Saison-Platzierung steht noch aus

 

Nach dem 7:2 vom Freitag gelang dem Regionalliga-Team der Akademiker auch im zweiten Derby des Wochenendes ein Sieg. Es war aber wie erwartet weitaus mehr Arbeit erforderlich, denn auch der ECC wollte seine Chance auf eine Verbesserung in der Tabelle nutzen, musste sich aber dennoch nach 60 Minuten geschlagen geben.

 

Die personellen Probleme der Regio hatten sich im Gegensatz zu zwei Tagen zuvor natürlich nicht übermäßig verbessert, da aber zusätzlich zu Can Matthäs auch noch Marvin Miethke vom Oberliga-Team die Mannschaft unterstützte und Lukas Joecks wieder dabei war, konnte man sogar 13 Feldspieler und zwei Torhüter aufbieten. Beim ECC war es sogar ein Feldspieler mehr, aber mit Dario Piroddi auch nur ein Torhüter im Aufgebot, so dass es ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis war.

 

Ausgeglichen verliefen auch die ersten 4 Minuten, obwohl die Akademiker schon in der ersten Minute eine Unterzahl verkraften mussten. Die Akademiker versuchten dann zwar ihr gewohnt schnelles Konterspiel aufzuziehen, sie liefen sich aber in der im Gegensatz zum letzten Derby bedeutend aufmerksameren ECC-Verteidigung zunächst fest. Aber man hat ja einen Felix Karlsson, der in der fünften Minute von Yannick D’Arino und Paul Konietzky freigespielt wurde und aus dem Slot heraus keine Probleme hatte, Dario Piroddi mit einem flachen Schuss ins Eck zu überwinden. Danach ging es dann besser für das Team, nur das bekannte Problem mit den Chancen und deren Verwertung trat wieder auf. Selbst beste Möglichkeiten gingen entweder knapp vorbei oder direkt auf den ECC-Torhüter. So dauerte es bis zur 18. Minute, ehe das Trio Karlsson/D’Arino/Konietzky erneut zuschlug; Vollstrecker war dieses Mal Paul Konietzky, der aus Nahdistanz auf 2:0 erhöhen konnte. Dieser Treffer könnte den Torschützen übrigens teuer zu stehen kommen, denn es war das Saisontor Nr. 100 des Teams.

 

Im Mittelabschnitt ging es zunächst so weiter; die Regio bestimmte das Spiel, schlug aber kein Kapital daraus. Es kam natürlich, wie es kommen musste. Mit dem bis dahin besten Angriff gelangte der ECC vor Damon Bonness’ Gehäuse, die Scheibe bekam man nicht weg und Rick Giermann nutzte die Konfusion zum Anschlusstreffer. Der ECC hatte dadurch natürlich Auftrieb bekommen und so ging es in den nächsten Minuten gut hin und her. In der 36. Minute ergab sich dann die Möglichkeit, wieder auf zwei Tore Vorsprung zu erhöhen, denn Phillip Golz war von Anthony Eshun bei einer Tormöglichkeit regelwidrig zu Fall gebracht worden und Hauptschiedsrichter Posacki hatte auf Penalty entschieden. Aber im Duell „Jung gegen Alt“, also Phillip Golz gegen Dario Piroddi, setzte sich die jahrelange Erfahrung des ECC-Torhüters durch und er blieb Sieger. Aber nur eine Minute später wurde der junge Stürmer mit einem perfekten langen Pass von Felix Karlsson erneut angespielt, so dass er unbedrängt auf das ECC-Gehäuse zulaufen konnte. Nun ließ er Dario Piroddi keine Chance und verwandelte sicher zum 3:1. Die Freude währte aber nur kurz, denn 18 Sekunden später war der ECC wieder dran; Tim Böttcher hatte auf 2:3 aus Sicht des ECC verkürzt.

 

Dieser knappe Zwischenstand versprach einen spannenden Schlussabschnitt, aber die Regio besann sich nun wieder mehr ihrer Fähigkeiten, so dass sie durch Tore von Bastian Retzlaff (43.), Can Matthäs (in Überzahl, 46.) und Paul Konietzky (51.) auf 6:2 davonzog. Der Treffer von Anthony Eshun in Überzahl in der 52. Minute ließ beim ECC erneut Hoffnung aufkeimen, aber das Spiel wurde nun auch nicklig; 10 kleine Strafen gegen beide Teams in den folgenden vier Spielminuten sind der beste Beweis. Aber enger wurde es trotzdem noch, denn André Berger gelang wiederum in Überzahl noch das 4:6 aus Sicht der Gäste (57). FASS nahm daraufhin eine Auszeit, die auch half. Trotz aller Bemühungen des ECC und noch einer weiteren Unterzahl wurde es für die Akademiker nicht mehr gefährlicher. Es blieb schließlich bei diesem Ergebnis, so dass für das Team aus 23 Spielen 37 Punkte und plus 24 Tore (104:80) sowie aktuell Platz 4 in der Tabelle zu Buche stehen. Ob es vielleicht doch noch mehr werden, ist unklar, denn zu dem ausstehenden Spiel bei den Jonsdorfer Panthern wird es aller Voraussicht nach zu einer Wertung kommen, da sich ein Nachholtermin wohl nicht mehr realisieren lassen wird.

 

Auf welchem Platz das Team nun letztlich diese Spielzeit beendet, steht noch in den Sternen, aber Platz 4 oder 5 werden es sein.  Man ist vom Ausgang der verbleibenden Spiele des Club’s (2, in Jonsdorf am 18.03. und in Niesky am 25.03. abhängig). Momentan hat man drei Punkte Vorsprung auf den Club und das deutlich bessere Torverhältnis. Um an den Akademikern vorbeizuziehen, müsste der Club aus diesen beiden Spielen vier Punkte holen, aber jede Milchmädchen-Hoffnungsrechnung verbietet sich von selbst, es bleibt wirklich nur abwarten und Tee (oder was anderes) trinken übrig. Die Dresdener, an die man am heutigen Tage bis auf ein Tor rangekommen war, haben das Rennen um Platz 3 übrigens für sich entschieden, denn sie haben ihr Sonntagsspiel beim Club mit 6:1 gewonnen.

 

Aber man kann als vorläufiges Saisonfazit feststellen, dass die Mannschaft zum Teil begeistertes und begeisterndes Eishockey gespielt hat, kollektive Auszeiten in einigen Spielen und die personellen Probleme aber eine bessere Platzierung verhindert haben. Aber letztlich hat das Team trotz aller Widrigkeiten von den letzten sieben Ligaspielen fünf gewonnen und mit den 16 geholten Punkten noch richtig Boden gutgemacht. Lediglich Niesky erwies sich in diesen Spielen als zu widerstandsfähig und gewann zweimal knapp (5:4 dort und 3:2 n. P. hier).

 

Und was natürlich auch nicht unwichtig ist: Man hat gegen alle in der Regionalliga Ost vertretenen Berliner Mannschaften (Club, ECC, Blues) mindestens zweimal und insgesamt sieben von neun Derbys gewonnen. (ACHTUNG: Humormodus an) Und wenn es auch keinem was bringt und es diese Meisterschaft auch offiziell nicht gibt, kann man sich moralisch durchaus als Berliner Meister in der Regionalliga Ost fühlen (Humormodus wieder aus).

 

FASS Berlin 1b vs. ECC Preussen 1b 6:4 (2:0 1:2 3:2)

 

Tore:

 

1:0 (04:38) Karlsson (D’Arino, Konietzky), 2:0 (17:50) Konietzky (Karlsson, D’Arino)

 

2:1 (25:32) Giermann (Maaßen, Pilz), 3:1 (37:17) Golz (Karlsson), 3:2 (37:25) Böttcher (Pilz)

 

4:2 (42:26) Retzlaff (Lüttcher, Koch), 5:2 (45:52) Matthäs (Konietzky, Karlsson) PP1, 6:2 (50:48) Konietzky (Karlsson, D’Arino), 6:3 (51:55) Eshun (Pilz, Maaßen) PP1, 6:4 (56:43) Berger (Giermann, Maaßen) PP1

 

Strafen: FASS 16 (2/0/14) – ECC 16 (0/4/12)

 

Schiedsrichter: Posacki – Gläser, Heinze

von Thomas Reinhardt

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