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Souverän und deutlich

 

Im Vergleich der Tabellennachbarn zwischen der Regionalliga-Mannschaft von F.A.S.S. Berlin (7.) und den Dresden Devils (5.) sollte man eigentlich ein enges Duell erwarten können. Aber das Team aus Sachsen musste nach 60 Minuten mit einem 1:9 aus ihrer Sicht die Heimreise antreten, wobei das Team von Oliver Miethke schon im ersten Drittel keinen Zweifel daran gelassen hatte, wer die Punkte behalten sollte.

 

Beide Teams begannen zunächst abwartend, aber FASS fand schnell seine Linie und ging dann auch durch Lucas Joecks in Führung (6.). Bei den Devils waren es immer wieder Martin Rost und David Frömter, die das Spiel ihrer Mannschaft nach vorne trieben und auch Sören Thiem im Tor der Hausherren prüften. Aber wie schon in den Heimspielen zuvor gab das schnelle Spiel der Weddinger und auch die mannschaftliche Geschlossenheit den Ausschlag. Nach mehreren vergebenen Chancen waren es dann 79 Sekunden, die das Spiel schon im ersten Drittel entschieden. Jörn Kugler und Maxim von Helden benötigten 20 Sekunden, um den Spielstand auf 3:0 zu schrauben (16.); der für Chris Hartmann im Dresdener Tor eingewechselte Christopher Weiß musste dann 59 Sekunden später hinter sich greifen, Lucas Joecks hatte mit seinem zweiten Tor das 4:0 markiert. Jörn Kugler war es denn, der mit seinem zweiten Treffer den 5:0-Pausenstand markierte.

 

Die Luft war nach diesem Spielstand raus im zweiten Drittel, FASS ließ den Dresdenern mehr Raum, nutzen konnten sie ihn auch in Überzahl erstmal nicht. Dafür legten dann die Hausherren nach und das in Form eines Rückkehrers. Andreas „Andi“ Dimbat markierte mit einem trockenen Handgelenkschuss das 6:0, 33 Sekunden später ließ Maxim von Helden mit seinem zweiten Treffer das 7:0 folgen (29.). Sören Thiem im FASS-Gehäuse, der mehrere sehr gute Dresdener Chancen zunichte gemacht hatte, räumte in der 31. Minute seinen Platz für Marco Eis. Dann durften auch die Dresdener mal ran, denn Martin Rost schoss nach Vorarbeit von David Frömter den Ehrentreffer für die Gäste (35.).

 

Die letzten 20 Minuten standen eher unter dem Vorzeichen „runterspielen“. FASS blieb zwar spielbestimmend, aber letztlich ohne letzte Konsequenz, so dass es knapp zehn Minuten bis zum 8:1 dauerte, Lucien Aicher konnte nach einem schönen Zusammenspiel mit Jörn Kugler und Thomas Leibrandt vollenden. Aber auch die Anzahl der Strafzeiten fand noch eine Erhöhung. Gab es im ersten Drittel gar keine Strafzeiten und im zweiten nur drei, waren es im letzten Abschnitt sieben. Es blieb aber alles im Rahmen, so dass man durchaus von einer fairen Partie sprechen kann, die die beiden gut amtierenden Schiedsrichter Meißner und Niß vor keine Herausforderung stellte. Den Schlusspunkt setzte Benjamin Salzmann mit dem 9:1 in der 55. Minute.

 

Zweistellig wäre sicherlich an diesem Abend auch drin gewesen und die Dresdener hätten sich noch nicht mal beschweren dürfen, aber das wäre dann wohl auch zu viel des Guten gewesen. So blieb es bei diesem 9:1 und der Erkenntnis, dass das Team von Oliver Miethke sehr wohl in der Lage ist, „nominell stärkere“ Mannschaften deutlich in die Schranken zu verweisen, wenn es so konsequent spielt wie gegen die Devils oder den Club. Und mit Andreas Dimbat, der trotz der mehrjährigen Pause ein unauffälliges aber souveränes Comeback gab, und auch Thomas Leibrandt, der gegen die Devils sein zweites Spiel für die Ib bestritten hatte, ist diese Mannschaft mit Sicherheit nicht schwächer geworden.

von Thomas Reinhardt

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