» Verletzung von Damon Bonness überschattet Wochenende

2:7
FASS Berlin Icefighters Leipzig
Foto SteMi

Es ist schon unheimlich. Seit Wochen vergrößert sich das Krankenlager der Akademiker. Der nächste Langzeitverletzte ist ausgerechnet der in den letzten Wochen stark haltende Goalie Damon Bonness.  Die am Freitag gegen Leipzig erlittene Verletzung der vorderen Syndesmose hat einen Ausfall auf unbestimmte Zeit, mindestens einen Monat, zur Folge. Da tröstet es wenig, dass in den nächsten Wochen einige Rückkehrer erwartet werden. Aber Bange machen gilt nicht. Das junge Team von Coach Jesse Panek kämpft und rackert und stemmt sich gegen jeden Gegner. Am Freitag war der Oberliga-Ost-Meister Icefighter Leipzig zu Gast im Erika-Hess Eisstadion. Die Akademiker kamen gut ins Spiel und zeigten trotz großer Personalsorgen eine große kämpferische Leistung.

Auf dem Papier sah es wieder nach einer einseitigen Partie aus, aber das Team von Coach Sven Gericke musste für diesen Sieg mehr investieren als geplant. Besonders die DNL-Spieler sprühten vor Spielfreude und die Zuschauer sahen eine Partie auf Augenhöhe mit vielen Highlights auf beiden Seiten. Dennoch konnten die Leipziger, dank ihrer Abgebrühtheit, ihr Spiel in entscheidende Tore umsetzen.

Das erste Drittel konnten die Icefighter sehr schmeichelhaft mit 2:0 gewinnen. Im Mittelabschnitt machten die Berliner weiter viel Druck auf das von Eric Reukauf gehüteten Gehäuse. Nach dem Treffer zum 0:3 durch Leipzigs Florian Eichelkraut, konnte Fabio Patrzek den ersten Berliner Treffer erzielen. Mit dem 1:3 ging es dann auch in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt machten die Akademiker weiter das Spiel und steckten auch den Überzahltreffer von Felix Stokowski weg. Julian van Lijden stellte mit seinem Treffer zum 2:4 wieder den alten Abstand her. Gegen den Überzahltreffer von Brad Snatsinger war dann allerdings auch der hervorragend haltende Damon Bonness im Berliner Gehäuse chancenlos. Viel schlimmer noch, nur wenige Momente später verletzte sich Bonness dann schwer. Gegen den „kalten“ Ole Swolensky machten dann die Leipziger kurzen Prozess. Erneut Snatsinger und Denis Fominych machten den Sack zu und sorgten so für einen insgesamt um 2 Tore zu hohen 7:2 Sieg der Icefighter.

Mit dem Kader und der Leistung von Freitag hätte man durchaus optimistisch hinsichtlich des Sonntagsspiels sein können. Aber Maximilian Adam und Lucas Topstedt mussten wegen der langen Auswärtsfahrt aus schulischen Gründen passen, und Aron Wagner und Lois Spitzner fielen kurzfristig krankheitsbedingt aus. Bei zwölf verbliebenen Feldspielern konnte das Ziel eigentlich nur noch Schadensbegrenzung heißen.

Umso überraschender der Spielverlauf. Herne lag nach dem ersten Drittel durch Tore von Reekers und Richter (PP1) mit 2:0 vorn, die Akademiker kamen über Konter aber immer wieder zu guten Chancen. Nach dem 3:0 durch Luft konnte Ryan Warttig auf Vorlage von Julian van Lijden in der 24. Minute auf 3:1 verkürzen. Herne zog bei einem Gegentreffer von Patrick Czajka auf 5:2 davon. In der 44. Minute verkürzten innerhalb von 23 Sekunden Dennis Merk und Patrick Czajka auf 5:4. Das Spiel drohte zu kippen und Herne nahm eine Auszeit. Diese fruchtete, nur 94 Sekunden später brachte der Kanadier Mc Leod in Überzahl mit dem 6:4 die Herner auf die Siegerstraße. Beim alles oder nichts sorgte Richter mit seinem zum 7:4 für die endgültige Entscheidung.

Am kommenden Wochenende wird es für die Akademiker richtig hart. Freitag geht es zum Tabellenführer nach Duisburg und am Sonntag um 16 Uhr kommt die niederländische Nationalmannschaft in „Verkleidung“ der Tilburg Trappers.

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