» Was ist schon ein 3:0…

Was ist schon ein 3:0…

 

Eigentlich sah es beim Spiel zwischen dem ESC 07 Berlin und der 1b von FASS Berlin nach dem 1. Drittel nach einer klaren Angelegenheit aus. FASS führte 3:0, am Ende aber gewann der Club 4:3 (0:3/2:0/2:0).

 

Beide Teams mussten auf einige Spieler verzichten, was zunächst aber nicht auffiel. Beim Club erstmals dabei Neuzugang Jan Krautmann. FASS hatte die erste Chance des Spiels, der Pfosten verhinderte nach 32 Sekunden den ersten Treffer der Weddinger. Dann kamen die Gastgeber und hatten ebenfalls gleich gute Chancen. Aber auch zwei Strafzeiten gegen die Gäste wurden nicht genutzt. Dann aber drehte FASS auf und nutzte seine Chancen auch eiskalt aus. Den Anfang machte nach fünf Minuten Yannick D’Arino in Unterzahl mit dem 0:1. Der Club ließ seine Chancen weiter aus oder scheiterte am wieder guten Damon Bonness. Dessen Vorderleute machten es besser, Thomas Koch (15.) und Niclas Koch (19.) überwanden Sven Spanrad bis zur ersten Pause zum eigentlich sicheren 0:3.

 

Aber ab dem 2. Drittel lief bei FASS nicht mehr viel zusammen, vor allem in der Abwehr ließ man den Club immer wieder allzu sorglos gewähren, nur Dank Damon Bonness blieb es anfangs bei den Spielstand. Dann nutzte der Club doch seine Möglichkeiten, wenn auch mit etwas Glück. Philipp d’Heureuse konnte nach 25 Minuten auf 1:3 verkürzen, neun Minuten später wurde er nicht nur förmlich eingeladen, ihm wurde das 2:3 geradezu geschenkt. FASS schaffte es nicht mehr, seine eigenen Möglichkeiten zu nutzen und so ging es mit diesem Ergebnis in die 2. Pause.

 

Auch im letzten Drittel sollte bei den Weddingern nicht mehr viel gehen, beim Club schon. Denn Peter Gräber (44.) und Simon Braun (45.) drehten das Spiel endgültig. Der Rest war viel Kampf und noch mehr Krampf auf beiden Seiten und so endete das Spiel mit einer für diese Partie typischen Situation. FASS hatte natürlich nach einer Auszeit zwei Minuten vor dem Ende den Goalie vom Eis genommen, aber auch da gelang nicht viel. Dafür gab es einen Konter vom Club, der acht Sekunden vor dem Ende im Drittel von FASS mit einem Stockschlag gestoppt und damit die eindeutige Torchance verhindert wurde. Die Schiedsrichter hatten sich mittlerweile dem Niveau des Spiels angepasst, denn statt des technischen Tores für den Club gab es zwei Strafminuten gegen FASS und damit dem Club genug Zeit, diesen wichtigen Sieg zu sichern.

 

Abgesehen von beiden Torhütern, die immer wieder die Fehler ihrer Vorderleute ausbügeln mussten, war es wahrlich nicht ansehnlich, was beide Teams an diesem Abend gezeigt haben. Aber dem Club muss man die Einstellung nach dem doch deutlichen Rückstand sowie die damit erkämpften Punkte zugute halten; FASS hingegen hat einen möglichen Erfolg in diesem Derby nach dem ersten Drittel förmlich weggeworfen, was mit Sicherheit intern noch für ausreichend Gesprächsstoff sorgen wird.

 

Für beide geht es nun erstmal in Richtung Mittelfeld der Liga und sie müssen an diesem Wochenende auch noch einmal ran. FASS empfängt Samstag um 19:00 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion den EHC Berlin Blues, der Club muss Sonntag um 16:00 Uhr bei den Bombers von Bad Muskau antreten.

 

Schiedsrichter: M. Schewe – Z. Niß, D. Schulz

Strafen: Club 14 + 10 M. Geelhaar, FASS  20 + 10 L. Aicher

Tore:

0:1 (04:57) Y. D’Arino (F. Karlsson) SH1; 0:2 (14:27) T. Koch (B. Salzmann); 0:3 (18:49) N. Koch (J. Kugler);

1:3 (24:18) P. d’Heureuse (T.-P. Heinisch); 2:3 (33:36) P. d’Heureuse (Ch. Hidde, P. Gräber);

3:3 (45:54) P. Gräber; 4:3 (44:50) S. Braun (J. Krautmann, ???) PP1;

 

 

von Thomas Reinhardt

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