» In anderer Sache

Und wir haben den Pokal, Halleluja ? Am 20. und 21. März fand in Grefrath das DEB-Pokalturnier 2008 statt und mittendrin nicht nur die OSC Eisladies - auch ich durfte am Unternehmen DEB-Pokal teilnehmen. Hier ein kleiner Reisebericht. Nachdem überprüft wurde, ob neben allen Spielerinnen und das dazu gehörige Material an Bord ist, ging es gut gelaunt und hochmotiviert in Richtung Grefrath. Mit dabei auch Yvonne Fleck, die zwar in einigen Wochen Nachwuchs erwartet, aber dennoch die Mädels wenigstens moralisch unterstützen wollte. Welche Filme auf der Fahrt geschaut wurden und wer beim Skat verloren hat, wird hier nicht verraten. Nach problemloser Fahrt wurde erst einmal im Eisstadion die Kabine belegt. Dann ging es nach einem kleinen Imbiss in der Eishalle zum Hotel. Da hieß es nach dem Einchecken früh ins Bett, musste man doch am Freitag zeitig aufstehen. Das erste Spiel des Turniers fand schließlich bereits um 7:45 Uhr statt. Allerding gab es noch ein kleines Problem zu lösen: Im Hotel gab es erst ab 7:00 Uhr Frühstück. Etwas spät, wenn man bereits 45 Minuten später das erste Spiel hat. Also ließ Coach René Bielke seinen ganzen Charme spielen und erreichte, dass man bereits ab 6:15 Uhr frühstücken durfte. Um 5:30 Uhr war es Zeit zum Aufstehen. Eigentlich ja nur für die Spielerinnen, geweckt wurden aber alle, die auf der Hotelliste des OSC standen. Die Mädels trieben vor dem Frühstück noch etwas Sport. Ich nicht, schließlich wollte ich ja noch sechs Eishockeyspiele schauen und darüber berichten... Beim Frühstück erhielt das Team dann überraschend Zuwachs - ca. 1 Meter groß, mit großen Ohren, etwas unbeweglich und aus Plüsch. Mit am Tisch saß ein Hase, der später sogar mit in die Eishalle hoppelte und es sich auf der Spielerbank des OSC bequem machte. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging das Turnier für den OSC gleich mit dem Topspiel gegen Planegg los. Und wie es los ging! Zwei Minuten gespielt und schon 2:0. Fast glaubte man an einen Traum. Leider träumten dann auch die Mädels. Da lässt man bei 3-5 nichts anbrennen, um dann bei eigener Überzahl ein Tor zu kassieren. Um so größer der Jubel nach dem 3:1. Doch wieder schafft Planegg den Anschluss. Dann fällt auch noch Jenny Friede aus, die sich am Knöchel verletzte. Letztes Drittel, das 4:2 fällt. Die Entscheidung? Nein, der deutsche Meister lässt sich nicht abhängen und verkürzt erneut. Aber da die Abwehr um Torfrau Ivonne Schröder aufpasste, rettet man den Vorsprung über die Zeit. Endlich ist das Spiel aus, im dritten Anlauf schaffen die Eisladies den ersten Saisonsieg über Planegg. Aber müssen es die Eisladies immer so spannend machen? Schade nur, dass man von den Durchsagen so gut wie nichts verstand. Das erschwert das Arbeiten ungemein. Selbst die Anweisungen der Trainer waren besser zu verstehen als die Durchsagen. Also mal alle anderen einspannen, damit man wenigsten die Torschützen mitbekommt. Ivonne flog nach dem Spiel zurück nach Hause, denn abends musste sie wieder in Jonsdorf sein. Nach 2 Stunden Pause folgte das zweite Spiel gegen Grefrath - die sind auch unangenehm zu spielen. Auch diesmal war das der Fall. Zwar traf Susi Götz in diesem Spiel gleich viermal, dennoch war es kein einfaches Spiel. Grefraths Torfrau Esther Thyßen hatte etwas dagegen, dass die Eisladies Tore schießen. Das hatte allerdings auch OSC-Goalie Franzi Kolebka. Die hielt echt super. Allerdings spielte das ganze Team in diesem Spiel richtig klasse. "Endlich haben die Mädels mal 60 Minuten konzentriert und fast fehlerfrei gespielt." meinte René nach dem Spiel. Na ja, nicht ganz René, dauerten die Spiele in der Vorrunde doch nur 45 Minuten. Aber die waren klasse. Und auf Durchsagen konnten wir bei 4 Susi-Toren in diesem Spiel auch verzichten. Die hat jeder so gesehen. Klasse war auch das letzte Vorrundenspiel zwischen Bergkamen und dem HSV. Beide hatten ihr erstes Vorrundenspiel gewonnen. Der Sieger würde Endspielgegner des OSC sein. Zwar fiel in dieser Begegnung kein Tor, dennoch war es ein Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Allerdings waren beide Goalies sehr gut. Also gab es ein Penaltyschießen - das gewann dann der HSV 2:1. Also geht es im Finale gegen Hamburg. Die hatte ja nun gar keiner auf der Rechnung. Ein Nordderby also. Klingt leicht, wird es aber bestimmt nicht. Samstag ist erst um 10:00 Uhr das erste Spiel. Also ausschlafen ... oder auch nicht. Da werd ich doch wirklich schon um 6:00 Uhr wach. Egal, noch ein bisschen dösen und dann ab zum Frühstück. Für den Finaltag hatte ich eine eigentlich ganz gute Idee. Der Stadionsprecher der Eisladies war nämlich auch mit, also geben wir ihm einfach das Mikro und schon sollte das mit den Durchsagen klappen. Tja, leider klappte das nicht, denn die Stimme des Sprechers wollte nicht mehr. Kein Wunder, so wie der das Team im ersten Spiel angefeuert hat. Bis zum Finale war noch Zeit. Erst einmal ging es um die Plätze. Nach lahmen Start steigerte sich das ganze dann im Laufe des Tages. Highlight natürlich das Finale mit dem OSC. Mit dabei auch wieder der Hase, verzichten musste man allerdings auf Jenny Friede. Dennoch ging es gut los. Wieder 2:0 Führung. Hoffentlich spielen die Mädels so weiter. Aber nein, wieder machen sie es spannend. Hamburg schafft den Anschluss und wird besser. Pause, Zeit zum Neuordnen. Es bleibt aber spannend. Da macht Nina das 3:1 und 10 Sekunden später kassiert man wieder ein Tor. Also wird weiter gezittert. Und das nicht nur weil es in der Halle saukalt war und es keinen Raum zum Aufwärmen gab, sondern weil es ein spannendes Finale war. Dann doch die Erlösung - Nina schießt in der letzten Minute 2 Tore. Der OSC ist Pokalsieger! Für Franzi dürfte dieser Pokal eine besondere Bedeutung haben. Es war nämlich ihr letztes Spiel für die Eisladies. Sie beendet ihre Karriere. Steffi Wartosch-Kürten hielt bei der Siegerehrung 'ne Abschiedsrede Da flossen dann auch ein paar Tränen. Und so gab es also neben der normalen Siegerehrung noch eine extra Verabschiedung für die nun Ex-Torfrau der Eisladies. Die Mädels gingen abends noch zur Playersnight, ich ins Bett. So ein Pokalwochenende ist schließlich ganz schön anstrengend. Außerdem hatte der Mannschaftsrat beschlossen, Sonntag möglichst früh in Richtung Heimat abzufahren. Das hieß wieder früh aufstehen. Der Chef des Hotels hatte inzwischen auch nichts mehr dagegen, dass der Hase ein Berliner geworden ist. Mal sehen, ob der mit nach Berlin fährt. Vielleicht als Geburtstagsgeschenk für Damenwart Mike Eigen. Der hat nämlich Ostersonntag Geburtstag. Den wievielten? Na ja, beim Eishockey ist er jedenfalls schon seit einigen Jahrzehnten tätig. Außerdem verrät man so was nicht...Ein Geschenk haben ihm die Mädels jedenfalls schon mit dem Pokalsieg gemacht. Die Nacht war wieder kurz. In regelmäßigen Abständen hörte man, wie soll man das beschreiben, nennen wir es mal Gesang von einigen Spielern, die von der Playerparty kamen. Und irgendwelche Typen rannten durch unseren Gebäudekomplex, klopfte an alle Türen und brüllte was von"S04". Haben die auch mitgespielt? Ist mir gar nicht aufgefallen... Der Morgen begann gut. Kein Strom im Zimmer. Haben die etwa die Rechnung nicht bezahlt? Zum Glück ist es ja um 6:30 Uhr schon recht hell. Es stellte sich dann heraus, dass ein Scherzkeks am Sicherungskasten sein Unwesen trieb. Wahrscheinlich die Typen aus der Nacht. Aber das man ohne Probleme Zugang zu einem Sicherungskasten hat, dürfte auch nicht normal sein. Jedenfalls war das ganze Haus ohne Strom. Ziemlich fertig, vom Turnier natürlich, ging es dann um kurz nach 8:00 Uhr wieder Richtung Heimat. Mit dabei auch Hasi, wie der Hase inzwischen heißt, der Mike nicht mehr von der Seite wich. Auch die Rückfahrt verlief ohne Probleme. Kein Stau, kein Skat und zunächst auch kein Film. Ziemlich ruhig war es im Bus. Versteh ich gar nicht. War denn an diesem Wochenende irgendetwas anstrengend??? An dieser Stelle noch einmal, auch im Namen der Redaktion von Radio Eiskalt, Glückwunsch an das Team zum Pokalsieg und dem Mike zum Geburtstag. Und Franzi alles Gute für die Zukunft. Gute Besserung auch an Jenny, ihr Knöchel muss geröntgt werden. Hoffentlich ist es nichts Ernstes Außerdem möchte ich mich bei den Verantwortlichen des OSC bedanken, dass ich bei diesem Erfolg dabei sein durfte. Norbert Stramm für Radio Eiskalt

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