» Erfurt vor Problemen

Ein unerwarteter Schatten liegt auf den positiv abgeschlossenen Gesprächen zwischen EHC und ESBG mit dem keiner gerechnet hatte. Der Erfurter Sportbetrieb teilte dem EHC und der ESBG (Hauptnutzer) am 04.07. in der Presse mit, dass die Gaststätte ?Zur Strafbank? wie andere gastronomische Bestandteile der Eishalle öffentlich ausgeschrieben wurden und somit nicht mehr Bestandteil der Eishockeyspiele sein werden. Auch die Tatsache, dass wesentliche Einrichtungsgegenstände wie die Gestaltung der ?Strafbank? und der Name selbst durch den Verein und die Erfurter Eishockeyfans beigesteuert wurde, interessierte die Verantwortlichen bei dieser Ausschreibung nicht. Weiterhin teilte der Erfurter Sportbetrieb mit, dass die ESBG zukünftig keine Mietverträge für die Ausrichtung der Eishockeyspiele der Black Dragons mehr erhalten soll, sondern wenn überhaupt nur der Verein. Auch das Angebot der ESBG die entsprechende Saisonmiete im Voraus zu entrichten erweichte die Herren nicht. Sportbetrieb vertreten durch H. Malur war schlecht auf das Gespräch vorbereitet, er kannte den Vorschlag des Vorauszahlen wohl nicht, Einwände des EHC und ESBG in Bezug auf Einnahmenwegfall interessierte den Sportbetrieb nicht Der EHC hatte sich jedoch bereits auf der Mitgliederversammlung festgelegt keinen Spielbetrieb mit Profis am Start durchzuführen und fürchtet den Verlust der Gemeinnützigkeit nach dem Thüringer Sportfördergesetz. Das diese Befürchtung nicht ganz zu unrecht da ist, zeigt die Ankündigung des ESB die Wechselkabinen der Männer zukünftig in Rechnung stellen zu wollen über alle Mannschaftskabinen gibt es seit gestern verbindliche Verträge. Die Tatsache, dass die Ausschreibung des Erfurter Sportbetriebes, an der sich die ESBG trotz alledem beteiligen wird endet am 07.08.2008. Ein Zeitpunkt, wo bereits alle Messen gelesen sein sollten. In jedem Fall kann die ESBG und der Verein unter diesen Umständen bis dorthin nicht mit Brauereisponsoren verhandeln. Auch scheint fraglich, ob eine Finanzierung der Saison ohne diese Einnahmen überhaupt möglich ist. Die Verantwortlichen der ESBG und des EHC hoffen jetzt auf ein Einlenken des Erfurter Sportbetriebes, da andernfalls die Regionalligasaison 2008/2009 in Gefahr ist. Neuen Spekulationen über den Spielort tritt man jedoch entgegen. Die ESBG hat sich auf Erfurt festgelegt. Die ESBG legt fristgerecht dem Erfurter Sportbetrieb eine Bewerbung für die Ausschreibung vor. Am gestrigen Fanstammtisch nahmen die ESBG vertreten durch Stefan Kargerer und Kalle Mortag und der EHC vertreten durch Thomas Semlow teil. Sie teilten den Fans und Interessierten mit, dass die Regionalliga Saison 2008/2009 gefährdet ist, (siehe Artikel: Regionalligasaison 2008/2009 wieder in Gefahr?) Weiter wurden die Fans über den Stand der Dinge in Bezug auf Sponsor- und Spielersuche informiert, hier konnte bestätigt werden das Markus Schneider und Florian Müller in der kommenden Saison nicht mehr für die Black Dragons spielen werden. Auch einen Neuzugang konnte man präsentieren, Andreas Nickel wird wieder in der kommenden Saison für die Drachen auflaufen. Mit weiteren Spielern steht man im Gespräch, doch Kalle Mortag machte auch deutlich, dass man sich keine große Sprünge leisten kann und man nun von ganz unten Anfangen möchte. ?Es bringt keinen was jetzt teure Spieler zu verpflichten und mitten in der Saison zu entlassen? so Kalle, weiter sagt er ?Wenn wir uns gefangen haben und es aufwärts geht, dann können wir uns auch etwas teurere Spieler leisten und verpflichten aber bis dahin müssen wir viele Hürden nehmen.? In der Planung der Vorbereitungsspiele konnte Kalle Mortag den Fans eine erfreuliche Nachricht mitteilen. So sind Vorbereitungsspiele gegen VER Selb (19.9.2008 ? 20 Uhr in Erfurt und am 21.9..2008 ? 18 Uhr in Selb) fest geplant und mit Hügelsheim Hornets und dem ESC Riverrats Geretsried steht man in Verhandlungen. Stefan Kargerer antworte offen auf die Frage, mit welchem Etat man in die neue Sasion gehen möchte. ?Wir rechnen mit 150.000 bis 200.000 Euro, bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 50.000 Euro sicher gedeckelt, was nicht zuletzt daran liegt, das die Frage offen steht, wer die Strafbank und weitere Gastronomieangebote erhält. Es ist schwierig mit Brauereien/Getränkelieferanten zu verhandeln wenn ein Dritter die Gastronomie betreibt. Daraus würde sich ergeben das sowohl Einnahmen der Sponsoren (Brauereien/Getränkelieferanten) und Gastronomie fehlen würden und dieses macht eine Saisonfinanzierung fast unmöglich. Jetzt spielt die Zeit noch mehr gegen uns, da die Ausschreibung der Gastronomie bis zum 07.08.2008 geht.? Quelle: EHC Erfurt Thüringen Anm. d. Red.: Die Artikel wurden von uns vom (von den) Original(en) übernommen und weitestgehend so belassen.

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