» Regionalliga Nord/Ost: Wohin führt der Weg?

Und das ist auch erforderlich, denn 24 statt der eigentlich vorgesehenen 28 Vorrundenspiele sind einfach zuwenig. Seitens der Vereine gibt es auch schon Vorschläge, wie gespielt werden könnte. Für alle Modelle ist eine anschließende Play Off Runde denkbar. Hier eine Übersicht: Teilung in 2 Gruppen: Der Modus wäre dann wie in der letzten Saison. Gespielt wird in den Gruppen Nord und Ost, nur spielen diesmal in der Nordgruppe lediglich sechs Vereine. Die jeweils ersten Fünf spielen dann eine Meisterrunde. Spiele: In der Vorrunde hätten die Teams im Norden 10, im Osten 12 Spiele zu absolvieren. Dazu kämen 18 Meisterrundenspiele. Die Teilnehmer der Abstiegsrunde hätten insgesamt 14 (Nord) bzw. 16 (Ost) Spiele zu bestreiten. Vorteil: Da einige Nordvereine meinen, sie hätten gegen die Ostvereine keine Chance, könnte man zumindest in der Vorrunde oben mitspielen. Die Teilnehmer der Abstiegsrunde kämen mit einem Minietat über die Runden. Nachteil: Die letzten Saison hat gezeigt, dass diese Variante nicht tauglich ist, will man wirklich einen starken Unterbau zur Oberliga aufbauen. Außerdem zog sich die Vorrunde wie Gummi, danach ging es dann Schlag auf Schlag. Einschätzung: Nach der letzten Saison gab es jede Menge Unmutsäußerungen. Während die einen die Länge der Vorrunde beklagten, merkten vor allem die Teilnehmer der Abstiegsrunde, worauf man sich eingelassen hatte. Die Vertreter sollten sich ernsthaft überlegen, solch einen Modus erneut zu beschließen. Auf Dauer würde das für die Liga zur Folge haben, dass es für die Vereine schwer werden würde, etwas oberligataugliches aufzubauen. Eingleisig mit Doppelrunde: Spiele: Eine Doppelrunde bedeutet insgesamt 48 Ligaspiele. Vorteil: Einige wenige Teams hätten gerne mehr Heimspiele. Dafür wäre dieser Modus genau der richtige. Nachteil: 48 Spiele sind einfach zuviel. Einige Teams hätten erhebliche Probleme mit der Finanzierung. Einschätzung: Es ist nicht anzunehmen, das man die Mehrzahl der Teilnehmer von diesem Modus überzeugen kann. Eingleisig mit anschließender Meisterrunde in 2 Gruppen Eine weitere Möglichkeit wäre das sogenannte ?Bayrische Modell?. Hierbei wird zunächst eine Einfachrunde gespielt. Im Anschluss daran wird die Liga in zwei Gruppen geteilt, für die sich die ersten 10 qualifizieren. Während in der einen Gruppe die Teams auf den geraden Tabellenplätzen spielen (2, 4, 6, 8, 10), spielen in der anderen Gruppe die Teams auf den ungeraden Tabellenplätzen (1, 3, 5, 7, 9). In den Gruppen wird eine Einfachrunde gespielt. Die letzten Drei spielen, ebenfalls in einer Einfachrunde, den Absteiger aus. Spiele: Vorrunde = 24 Spiele. Dazu kämen bei 10 Teilnehmern der Meisterrunde 8 Spiele. Macht insgesamt 32 Spiele. Dazu kämen dann noch die Play Off. Würde man eine Abstiegsrunde mit drei Vereinen spielen, kämen diese auf insgesamt 28 Spiele. Vorteil: 32 Spiele liegt im Rahmen dessen, was man sich als Regelspielanzahl vorstellt. Auch die Meisterrunde dürfte interessant sein, weiß man doch im Vorfeld nicht genau, was auf einem zukommt. Nachteil: Einige Vereine könnten sich beklagen, das man in der Meisterrunde höhere Reisekosten hat als andere. Einschätzung: Ein durchaus interessanter Modus. Zumal dieser im Rahmen der Spielanzahl ist, die man sich seitens der Ligenleitung vorstellt und eine gewisse Spannung verbirgt, wie sich die Gruppen der Meisterrunden zusammen setzen. Möglichkeiten, diese Liga auch auf Dauer zu strukturieren, gibt es also. Nur müsste nun wirklich mal eine endgültige Entscheidung fallen. Und vielleicht muss man auch den Mut haben, in den nächsten Jahren erst einmal mit nur 12 oder 13 Vereinen an den Start zu gehen. Die Liga aufstocken kann man später immer noch. Norbert Stramm für Radio Eiskalt

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