» Ligateilung entlastet Kassen

Überraschend entstand für den EHC Thüringen wenige Wochen vor dem Saisonstart eine völlig neue Situation. Von der Termintagung zurückgekehrt, musste Erfurts Manager Kalle Mortag über Beschlüsse berichten, die weit über das ursprüngliche Anliegen der Beratung hinausgehen. Aus vorwiegend finanziellen Gründen erklärten die Vereine des Nordens ihren Rückzug aus der gemeinsamen Regionalliga mit dem Osten. Die Zusammenkunft nutzend, beschlossen die Vertreter von FASS und Preussen Berlin sowie Schönheide, Chemnitz, Jonsdorf, Niesky und der Black Dragons, die Regionalliga Ost wieder aufleben zu lassen. In einer Doppelrunde wollen sie ihren Meister ermitteln und um gute Platzierungen kämpfen. Das Teilnehmerfeld ist auch in der aktuellen Zusammensetzung attraktiv. Mit den Wölfen aus Schönheide ist der (vorläufig letzte) Meister der jetzt geplanten Nord-Ost-Liga am Start, die Berliner Preussen waren in den Play Offs, und in den sächsischen Teams befinden sich nicht wenige Aktive, die ihr Können der soliden Eishockey-Schule des Bundesligisten Crimmitschau verdanken. Etat fast gesichert Die neue Lage lässt auch Vorteile für die Erfurter nicht übersehen. So werden die ohnehin knappen Kassen entlastet, beispielsweise bei den gestiegenen Reisekosten; erleichtert wird die Abstimmung zwischen den Spielen der Männer und der Bundesligajunioren. Die Spielpläne beider Teams beweisen, dass es den Machern um Mortag und Schindhelm gelungen ist, eine effektive und zweckmäßige Planung zu gestalten. Bei der jüngsten Tagung des EHC-Präsidiums konnte festgestellt werden, dass dank wiedergewonnener und neuer Sponsoren und Förderer der Etat von 150000 Euro für die Black Dragons nahezu gesichert ist und dass das weiterhin gesondert geführte Konto für den Nachwuchs die Erfordernisse der Saison abdeckt. Gekündigt wurde der Kooperationsvertrag mit der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft Dragons Thüringen mbH, da die Landesverbände ausschließlich direkt mit den Vereinen zusammenarbeiten. Neu ist bei den Junioren, dass die eigentlich abgestiegenen Hannover Indians weiterhin in der Bundesliga bleiben, weil sich die Lausitzer Füchse zurückgezogen haben. Als Motto für die neue Saison hat Präsident Henrik Fröhlich ausgegeben: "Es muss wieder Spaß machen, in Erfurt zum Eishockey zu gehen." Quelle: Thüringische Landeszeitung.de

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