» Heimkomplex ohne Ende

Auf der einen Seite der Außenseiter aus Wedding, der die ersten drei Saisonspiele vor eigenem Publikum allesamt verloren hatte. Und auf der anderen die favorisierten Preussen vom EC Charlottenburg, für die die neue Spielzeit noch gar nicht so recht begonnen hatte. 805 Zuschauer im Erika-Hess-Eisstadion wurden am Samstag Zeuge eines Spiels, das in etwa so verlief, wie es zu erwarten war (Impressionen siehe Fotostrecke im Tagesspiegel). Die Akademiker nutzten die Anfangsphase und setzten sich gegen die noch etwas rostigen ECC-Akteure sofort gut in Szene. Nach nur 84 Sekunden erzielte Daniel Kuch die Führung für F.A.S.S. Doch im Laufe der Partie wurde der Gast sicherer und dreht den Rückstand noch im ersten Drittel. So stand es nach 20 Minuten u. a. dank zweier Treffer von Ex-Eisbär Jan Schertz schon 4:1 für den Favoriten. Der wackelte anschließend auch nur noch einmal kurz nach dem 2:4, sorgte aber mit drei weiteren Treffern schnell für die endgültige Entscheidung. Nach 60 Minuten hieß es dann 3:8 aus Sicht der Heimmannschaft, die sich allerdings einer zahlenmäßig überlegenen Preussen-Anhängerschaft ausgesetzt sah. Im vierten Saisonspiel in der Regionalliga Ost kassierte F.A.S.S. damit die vierte Niederlage in eigener Halle. Dennoch zeigte sich Spielertrainer Benjamin Hecker nach dem Lokalderby gar nicht so unzufrieden, auch weil bei seinem Team diesmal der Einsatz gestimmt hatte. ?Aber wenn man erneut so viele Chancen liegen lässt, kann man nicht gegen so ein Top-Team gewinnen.? Gegner ECC Preussen geht nach dem zweiten Auswärtssieg 2008/09 als Tabellenführer in die Punktspielpremiere vor eigenem Publikum am kommenden Freitag. Bisher läuft für den Top-Favoriten auf den Staffelsieg alles nach Plan - ganz im Gegensatz zum kriselnden Stadtrivalen, dessen Saisonziel Play-off-Teilnahme angesichts der momentanen Verfassung sehr hochgegriffen scheint. Allerdings reicht es, dafür drei andere Mannschaften hinter sich zu lassen - notfalls müssen die dafür erforderlichen Siege eben in der Fremde geholt werden. Quelle: Jörg Leopold im Heimvorteil - das Sportblog in Berlin für den Tagesspiegel Hinweis: Aus rechtlichen Gründen ist eine Veröffentlichung der Fotos nur auf den Internetseiten des Tagesspiegels möglich. Zum Spielbericht

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