» Ligentagung in Lüneburg: Probleme mit Niesky

Auf eine Nachbetrachtung der Vorrunde verzichteten die Verantwortlichen bei der Ligentagung am 06.01.2008 in Lüneburg vorsorglich. Gab es doch auch so genug Probleme. Besser gesagt eines, aber das hatte es in sich. Und wie sollte es anders sein, ging es um die umstrittene U23 Regelung. Denn Ligenleiter Torsten Kluin gab, gewissermaßen als Begrüßung, bekannt, dass die Verantwortlichen von Tornado Niesky wieder eine Ausnahmegenehmigung haben wollten, da man sich nicht in der Lage sieht, den Beschluss aus dem November umzusetzen. Dieser besagt, dass pro Spiel drei U23 Spieler aufgeboten werden müssen. Für jeden transferkartenpflichtigen Spieler (maximal drei) wird ein weiterer U23 Spieler benötigt. "Schweren Herzens haben wir uns Samstagabend entschlossen, diesem Wunsch nachzukommen", so Kluin. "Es war nicht möglich, neue Spieler zu bekommen. So bekommen wir keine Mannschaft zusammen", argumentierte der Vertreter der Tornados. Gleiches hörte man ja auch schon bei den ersten Saisonspielen. Was folgte, war, nach einigen Sekunden Schweigen, eine heftige Diskussion, in denen Vertreter aller Vereine klar machten, dass es nicht sein kann, das für Niesky wieder eine Ausnahme gemacht werden soll. Von FASS Berlin kam dann die "Drohung" eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, künftig mit 2 Torleuten zu spielen, damit alle 4 Torleute Spielpraxis bekommen. Jocki Dittrich (Timmendorf) fragte an, ob denn die Ausnahmegenehmigung für alle gelte, oder nicht. Nach der Antwort, dass diese nur für Niesky gelte, "drohte" der ECC Preussen Juniors Berlin mit Rückzug aus dem Spielbetrieb, wenn für Niesky eine Ausnahme gemacht würde. Daraufhin entschloss sich der Ligenleiter zu einer Abstimmung. Möglich waren dabei zwei Varianten: Ausnahmegenehmigung für Niesky/Keine Ausnahmegenehmigung für Niesky Bei einer Gegenstimme (Niesky) beschlossen die 10 Teilnehmer der Meisterrunde, dass es keine Ausnahmegenehmigung geben soll. Daraufhin telefonierte der Vertreter der Tornados mit seinem Vorstand, um dann mitzuteilen, man werde zurückziehen, wenn es keine Ausnahmegenehmigung gibt. Davon ließen sich die anderen Vertreter aber nicht beeindrucken und meinten nur: "Dann macht das doch, dann spielen wir die Meisterrunde nur mit 9 Mannschaften." Nun waren wieder die Tornados am Zug. Nach einem weiteren Telefonat gab der Vertreter Nieskys bekannt, man akzeptiere den Beschluss zunächst, könne diesen aber für das am Abend angesetzte Spiel gegen FASS Berlin nicht umsetzen. Das Spiel wurde daraufhin abgesagt. Außerdem kündigte Tornados bedauernswerter Vertreter an, man werde am Montag auf einer Vorstandssitzung das weitere Vorgehen beschließen. Die Termine für die Meisterrunde werde man aber erst einmal vereinbaren. Auch für die Abstiegsrunde gilt die neue U23 Regelung. Dies wurde von den Teilnehmern einstimmig beschlossen. Damit zum eigentlichen Sinn der Sitzung, dem Sportlichen. Nach jetzigem Stand wird die Meisterrunde mit 10 Vereinen gespielt. Und zwar in einer Einfachrunde, die vom 11.01.2008 bis zum 30.03.2008 gespielt wird. Die ersten vier der Tabelle spielen dann in den ersten beiden Wochen des Aprils eine Play-Off Runde im Modus Hin- und Rückspiel aus. Auch die Abstiegsrunde wird in einer Einfachrunde gespielt. Auch diese geht bis zum 30.03.2008. Norbert Stramm für Radio Eiskalt

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