Im entscheidenden Gruppenspiel des OsWeNo-Pokals zeigten die Crocodiles Hamburg FASS Berlin die Grenzen auf. FASS unterlag mit 1:4 (0:0, 0:2, 1:2) und verabschiedet sich damit faktisch aus dem Wettbewerb. Schon am Sonntagmittag (30.11.25, 13:30 Uhr) gegen den ESC Dresden wird sich zeigen, ob die Mannschaft im Ligaalltag zurück in die Spur findet.
Das Spiel
FASS ging mit „voller Kapelle“ in die Partie und bot vier komplette Blöcke auf. Die 257 Zuschauerinnen und Zuschauer (darunter über 80 Fans aus Hamburg) sahen zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams gefällig kombinierten und zu Chancen kamen, welche aber von zwei starken Goalies zunichte gemacht wurden.
Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Gäste dann den Turbo ein. Begünstigt durch eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Tim Junge schnürten die Crocodiles FASS minutenlang ein und erspielten sich Chance um Chance. Wie im Hinspiel war es Savchenko, der in Überzahl zum 0:1 traf (27.). Eric Steffen im Kasten war es zu verdanken, dass der Rückstand in dieser Phase nicht höher ausfiel. Erst gegen Drittelende befreiten sich die Nordberliner etwas aus der Umklammerung, und in Überzahl ergab sich sogar die Chance zum Ausgleich. Stattdessen gab es einen schnellen Konter, den Lepistö in der 40. Minute zum 0:2 abschloss.
Wieder war es Savchenko, der früh im Schlussdrittel auf 0:3 stellte. Als Gregor Kubail eine schöne Kombination zum 1:3 abschloss (47.), witterten die Berliner noch einmal etwas Morgenluft. Hamburg überließ den Gastgebern nun die neutrale Zone und verlegte sich auf gelegentliche Konter. FASS kam so zu einigen guten Abschlüssen, konnte aber den überragenden Lindroos im Gästetor nicht mehr überwinden. In der Schlussminute kamen die Crocodiles noch zu einem Treffer ins leere Tor, als sie nach einem Icing entschlossener nachsetzten.
Die Hamburger haben mit diesem Erfolg beste Chancen, das Halbfinale im OsWeNo-Pokal zu erreichen, während für FASS das abschließende Spiel in Timmendorf wohl nur noch statistische Bedeutung besitzt.
Statistik
FASS: Steffen (Slavinskis-Repe) – Heinicke, Haase; Junge, Levin; Falk, Licitis; Hüfner, Kruggel – Weihrauch, Belimenko, Flemming; Volynec, Fiedler, Jentzsch; O. Noack, Kubail, Thielsch; L. Noack, Miguez, Braun.
Tore:
0:1 (26:10) Savchenko PP1, 0:2 (39:33) Lepistö SH1;
0:3 (43:53) Savchenko, 1:3 (46:51) Kubail (Thielsch, O. Noack), 1:4 (59:49) Pavlovs ENG.
Schiedsrichter: Hecker, Metzkow – Krüger, Paulick.
Strafen: FASS 11, Crocodiles 6.
Zuschauer: 257.
Schüsse: 36-38.
Face-off: 33-25.
Foto: Philipp Knop