Heißer Fight – und besseres Ende für FASS

In einem emotionsgeladenen Spitzenspiel vor stattlicher Kulisse gewinnt FASS Berlin bei den Luchsen Lauterbach mit 2:3 (1:2, 0:0, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Damit gehen FASS und der Hauptrivale Schönheide wohl punktgleich in das vorentscheidende Spiel um Rang 1 in der Hauptrunde am kommenden Samstag (31.01.26, 19:00 Uhr, Erika-Heß-Eisstadion).

Das Spiel

Beide Teams gingen mit Top-Besetzung in das Gipfeltreffen. FASS hatte 19+2 Akteure auf der Bank, die Luchse 18+2.

Im ersten Drittel erspielte sich FASS ein optisches Übergewicht und kreierte zahlreiche Gelegenheiten. Nach zehn Minuten schloss Daniel Volynec eine schöne Kombination zum 0:1 ab. Den Ausgleich von Welser im Anschluss an ein Bully (16.) beantwortete Oliver Noack nach Zuspiel seines Bruders Luis nahezu postwendend mit dem erneuten Führungstreffer.

Der Ausgleich lag in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts mehrfach in der Luft, zumal sich FASS in dieser Phase durch Strafen schwächte. Goalie Eric Steffen war aber auf dem Posten und sicherte die Führung. Nach der 30. Minuten hatten die Berliner wieder mehr vom Spiel, ohne sich mit einem dritten Treffer mehr Sicherheit zu geben.

Nicht überraschend spitzte sich das Geschehen im dritten Drittel zu. Lauterbach warf nun alles in die Waagschale, und auch die 600 Zuschauerinnen und Zuschauer – darunter gut 20 Berliner Supporter – gingen emotional mit. Knapp drei Minuten vor dem Ende gelang Neuzugang Tettenborn der umjubelte Ausgleich. In den Schlusssekunden entlud sich die Spannung auf und neben dem Eis nach einem Kniecheck eines Lauterbacher Spielers. Die Strafbank war nun gut gefüllt; allerdings ging FASS mit einer fünfminütigen Überzahl in die Overtime.

Obwohl Lauterbach während der gesamten Verlängerung ohne Scheibenbesitz blieb, gelang FASS nicht der entscheidende Treffer. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Zunächst traf Schwab für Lauterbach, dann glich Moritz Miguez für die Berliner aus. Eric Steffen parierte den Versuch von Julius Kranz, und Kapitän Tom Fiedler verwandelte zur Führung. Ale Eric Steffen auch noch ein zweites Mal seinen Kasten erfolgreich verteidigte, war der Sieg in Osthessen perfekt.

Ausblick

Der Shoot-out-Winner von Tom Fiedler kann in der Schlussrechnung sehr wertvoll sein, denn FASS und Schönheide liegen nun – einen Sieg der Wölfe am Sonntag gegen Dresden unterstellt – vor dem Showdown am kommenden Wochenende punktgleich vorne. Der Sieger am Samstag geht also in jedem Fall als Spitzenreiter in die letzten Spiele – hätte FASS nur einen Punkt aus Lauterbach mitgenommen, dann hätte sich Schönheide eine OT-Niederlage in Berlin leisten können.

Spannender könnte die Ausgangssituation vor dem „Hauptrunden-Decider“ also nicht sein. Das erste Spiel nach dem Einbau der modernen Kälteanlage im Erika-Heß-Eisstadion wird also das Highlight der bisherigen Saison.

Statistik

FASS: Steffen (Slavinskis-Repe) – Haase, Junge; Falk, Miethke; Kruggel, Hüfner – Jentzsch, Fiedler, Thielsch; L. Noack, O. Noack, Balzer; Volynec, Kubail, Braun; Licitis, Miguez, Flemming; Weihrauch.
Tore:
0:1 (09:56) Volynec (Kubail, Braun), 1:1 (15:25) Welser, 1:2 (16:23) O. Noack (L. Noack, Balzer);
2:2 (57:09) Tettenborn;
2:3 (65:00) Fiedler SOW.
Schiedsrichter: Ruhnau, Meyer / Balogh, Dumor.
Strafen: Luchse 27 + SpD Welser, FASS 18.
Zuschauer: 600.
Schüsse: 28-42.
Face-off: 31-35.

Foto: Zaide Kielinger

FASS Berlin
Author: FASS Berlin

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