FASS Berlin ist Meister – Sweep im Finale gegen Schönheide

Mit etwas Abstand der Bericht zum Titelgewinn.

Kurz vorab: Die spontane Meisterfeier heute mussten wir leider absagen. Grund ist ein gesundheitlicher Vorfall im Staff-Team. Wir arbeiten bereits daran, einen Termin für unsere offizielle Abschlussfeier zu finden.

Fazit zu Spiel 3 und zur Finalserie

FASS gewinnt auch Spiel 3 – und damit das Finale der Regionalliga Ost mit einem Sweep (3:0). Dies ist besonders bemerkenswert, weil zwei Siege im Wolfsbau gefeiert werden konnten, wo für Gästeteams meist nicht viel zu holen ist. Damit feiert FASS Berlin die dritte Meisterschaft nach 2024 und 2025.

Alle drei Spiele hatten Phasen, in denen das Momentum auch hätte wechseln können. Letztlich konnten sich die Berliner aber auf herausragende Torhüterleistungen verlassen, und in der Offensive trafen die Berliner genau in den Momenten, in denen Schönheide Hoffnung schöpfte. So gab es mit 5:1, 5:2 und 5:2 sogar dreimal deutliche Resultate.

Das Spiel

FASS reiste in Bestbesetzung ins Erzgebirge. In der Defensive war noch Benjamin Hüfner hinzu gekommen, der in der Vorwoche noch passen musste. Im Tor nahm Headcoach Christopher Scholz erneut einen Switch vor: Marks Slavinskis-Repe hütete den Kasten.

Die ersten Minuten gehörten ganz klar den Nordberlinern, die sich zahlreiche Torchancen erspielten. Gregor Kubail (5.) und Play-off-Monster Dennis Thielsch (8., in Überzahl) schossen in dieser Phase ein 0:2 heraus. Danach verlegten sich die Berliner wie schon in den vorangegangen Spielen auf eine Defensivtaktik, mit der sie den Gastgebern wenig Entfaltungsspielraum ließen. Gleichzeitig spielte man kontrolliert aus der Defensive heraus und erlaubte so wenige Turnover. Zwar gewann Schönheide etwa ab der 15. Minute ein Übergewicht, ohne dass es zwingende Chancen gab.

Im zweiten Drittel machten die Wölfe dann viel Druck, scheiterten jedoch immer wieder am hervorragend aufgelegten Marks Slavinskis-Repe. FASS hatte wenige, aber brandgefährliche Chancen. Doch sowohl Moritz Miguez als auch Oliver Noack konnten im Eins-gegen-eins Kopp nicht überwinden. So blieb auch im dritten Finalspiel das zweite Drittel torlos.

Die bis hierhin hoch konzentrierten Berliner waren zu Beginn des Schlussabschnitts etwas unaufmerksam, was Rubes aus der Halbdistanz zum 1:2 nutzte. Die Scheibe hatte die Torlinie nur knapp überquert, was dem starken Schiedsrichtergespann nicht entgangen war. Das war nun so ein Moment, wo ein Spiel auch kippen kann, denn jetzt fassten die Wölfe-Anhänger unter den 814 Zuschauerinnen und Zuschauern Hoffnung. Doch bereits 100 Sekunden später zog FASS-Goalgetter Daniel Volynec den Stecker und traf zum 1:3. Die Gastgeber rannten weiter an, kamen jetzt aber zu weniger Abschlüssen, weil die meisten Schüsse erfolgreich geblockt wurden. In dieser Phase nahm auch die Strafzeitenquote auf beiden Seiten zu. Gerade als ein Schönheider Spieler von der Strafbank zurück kam und die Gastgeber in Überzahl waren, zog Moritz Miguez über halbrechts auf und davon und traf zum 1:4 (52.) – sein siebter (!) Unterzahltreffer der Saison!

In den Schlussminuten zog Schönheide immer wieder den Torhüter und versuchte, mit einem Extra Attacker zum Erfolg zu kommen. Das gelang auch in Überzahl durch Novotny (54.). FASS verteidigte aber weiter geschickt und ließ keinen weiteren Treffer zu. Im Gegenteil schob Dennis Thielsch zehn Sekunden vor Ende die Scheibe zum 2:5 ins leere Tor – und fortan gab es kein Halten mehr.

Aus den Händen von Ligenleiter Tobias Rentzsch nahmen die Berliner Kapitäne den Meisterpokal entgegen – und das Team feierte anschließend noch lange mit den mitgereisten Berliner Fans – wobei unter den etwa 60 Anhängerinnen und Anhängern auch ein paar Chemnitzer Sportfreunde waren.

Ausblick

Jeder Titel ist besonders. Dieses Mal war es insbesondere der doppelte Sweep in Halbfinale und Finale, auf den Mannschaft, Verein und Fans besonders stolz sein können. Außerdem haben wir seit Januar endlich wieder stabile Verhältnisse im Erika-Heß-Eisstadion. Die schwierige Stadion-Situation hatte den Verein FASS Berlin in den letzten Jahren sehr belastet.

Nach drei Meisterschaften in Folge geht der Blick natürlich auch irgendwann nach oben. Für einen Aufstieg müssen zahlreiche sportliche, wirtschaftliche und organisatorische Weichen gestellt werden. Zur kommenden Saison wird ein solcher Schritt noch nicht möglich sein. Aber wir arbeiten an der weiteren Professionalisierung unserer Organisation, um bald einen solchen Schritt gehen zu können.

Zum Abschluss: Diesen Meistertitel widmen wir unserem Sportfreund Carsten Carstensen, der im Januar verstorben ist. Er hätte sich am meisten über diesen Titel gefreut.

Statistik

FASS: Slavinskis-Repe (Steffen) – Falk, Miethke; Kruggel, Hüfner; Haase, Heinicke; Licitis, Berlin – Thielsch, Fiedler, Jentzsch; L. Noack, Miguez, O. Noack; Volynec, Kubail, Braun; Weihrauch, Balzer, Flemming.
Tore:
0:1 (04:40) Kubail (Volynec, Braun), 0:2 (07:37) Thielsch (Haase, Volynec) PP1;
1:2 (40:15) Rubes, 1:3 (42:05) Volynec (Fiedler, Falk), 1:4 (51:23) Miguez (Hüfner) SH1, 2:4 (53:53) Novotny PP1 EA, 2:5 (59:50) Thielsch (L. Noack, O. Noack) EN.
Schiedsrichter: Mirle, Schewe – Moll, Stenssens.
Strafen: Schönheide 14, FASS 12.
Zuschauer: 814.
Schüsse: 42-32.
Face-off: 35-40.

Foto: Zaide Kielinger

FASS Berlin
Author: FASS Berlin

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