2018-11-10 FASS vs Chemnitz

Hart an der Spitze – Crash für Chemnitz

Das tut der Berliner Fanseele gut: Mit 13:4 (4:1, 6:2,3:1) erlebten die Chemnitz Crashers eine herbe Bruchlandung bei ihrem Gastspiel in Berlin. Die mit schmaler Bank angereisten Gäste mussten nach dem Aufwärmen auch noch auf Willy Weichert verzichten und hatten den Weddingern nicht sehr viel wirksames entgegen zu setzen.

Weckruf im ersten Drittel

Trotz allem brauchten die Akademiker erst noch einen Warnschuss, um ihre volle Leistungsstärke zu entfalten und so war es zunächst einmal eher Patrick Hoffman im Berliner Tor, der Heldentaten vollbringen musste, bis Filip Kokoska in der 3. Minute das erste Mal produktiv wurde und zum 0:1 für die Crashers traf.
Die kalte Dusche hatte gesessen, FASS Berlin nahm Fahrt auf und 50 Sekunden später fällt der Ausgleich durch Julian van Lijden (Wagner, Czajka). Zwar sind die Crashers noch in der Lage schlimmeres zu vermeiden, doch spürbar nehmen die Berliner Fahrt auf und es geht nach weiteren Treffen von Jentzsch, Wagner und Eickmann mit 4:1 in die Kabine.

Und nochmal…
2018-11-10 FASS vs Chemnitz
Böwe und Eickmann stoppen Hirsch

Den Sieg schon in der Tasche, beginnt das zwete Drittel zwar nicht schlecht, aber die Chancenverwertung gerät eher lässig bis in der 27. Minute das Duo Kokoska/Berlin wieder zuschlägt. Diesmal erzielt Tim Berlin den Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2.
Die Gastgeber genau ab diesem Moment wieder konzentrierter.  Es dauert zwar noch bis zur 33. Spielminute, dann bricht aber ein wahrer Torrrcigen aus und FASS Berlin zieht durch die Tore von Dimitri Butasch, Joe Timm, Nico Jentzsch und Patrick Czajka bis zur 35. Spielminute auf 8:2 davon.

Kokoska findet dann aber doch noch ein Loch in den Berliner Reihen und steuert in der 36. Minute das 8:3 bei ehe van Lijden kurz vor Ende des Drittels mit einem Doppelschlag zum 10:3 Pausenstand die Fronten endgültig klärt.

Stehend KO

Das finale Drittel sieht dann deutlich erschöpfte Chemnitzer, die aber dennoch alles zu geben versuchen, um das katastrophale Ergebnis zu verbessern, aber die Berliner spielen ihren Stiefel jetzt einfach herunter, kombinieren und versuchen den spielerischen Weg zum Erfolg und erspielen bis zur 52. Minute noch drei weitere Treffer durch Czajka, van Lijden und Jentzsch zum 13:3.

Der Schlusspunkt gebührt aber am Ende, wie könnte es anders sein, dem Duo Kokoska/Berlin, die knapp 3 Minuten vor dem Ende den Endstand von 13:4 herstellen.

Konzentration gefordert und bekommen

Auf Seiten von FASS Berlin war von vielen Konzentration über 60 Minuten eingefordert worden, nachdem die Berliner in Bad Muskau beinahe, trotz einer 5:1 Führung, noch verloren hätten.
Das Team hat, von ein paar Lücken abgesehen, geliefert und bis zum ende Gas gegeben.
Dennoch sollte man sich vom Ergebnis nicht blenden lassen, standen am bitteren Ende doch nur noch 11 Mann in den Reihen des sich bis zum Ende wehrenden Gegners, der aber zusehends an Kraft verlor.

In jedem Fall sind es natürlich wichtige Punkte und Tore für das Selbstvertrauen und die Tabelle, aber das Re-Match nächste Woche in Chemnitz kann schon unter ganz anderen Vorzeichen starten. Trotzdem sind Punkte auch da unbedingt erforderlich, wenn man den Kopf oben in der Tabelle behalten möchte.

Fotos: Christiane Kuhn

Author: Peter Wendel

"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid." (Kurt Cobain)